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Verpfuschter Taktik-Actioner

21.02.2008 | Playstation 3 | Autor: Marcel

Von der Wüste über den Vietnam bis hin zu Einsätzen auf dem gesamten Globus: Die Taktik-Action-Serie „Conflict“ lädt nunmehr zum fünften Mal zur Terroristenhatz. Dabei ist die fünfte Episode zugleich der erste Auftritt auf Next-Gen-Konsolen. Grund genug für Eidos, alles auf den Kopf zu stellen. Auf dem Papier hörte es sich jedenfalls noch recht viel versprechend an, dass das alte Team, bestehend aus Foley, Connors, Jones und Bradley, kurzerhand in den Veteranen-Ruhestand befördert wurde. Wer aber hätte gedacht, dass wir der alten Spezialeinheit rund um Foley einmal nachtrauern würden. Mit den beiden aufgesetzten Neuzugängen Reggie Lang und Lincoln Graves können wir uns jedenfalls nicht anfreunden.

Ohne Mandat
In „Conflict: Global Storm“ führten euch die Aufträge rund um den Globus. Selbes gilt nun auch für „Denied Ops“. Als euer Auftraggeber zeichnet die Special Activities Division verantwortlich, eine streng geheime Unterabteilung der CIA. Da die Geheimhaltung hier ganz groß geschrieben wird, agiert ihr in der Haut von Graves und Lang als Namenlose und erhaltet in euren Einsätzen kaum Rückendeckung. Schauplätze der Kämpfe sind Südamerika, Afrika und Sibirien.

Die abwechslungsreichen Areale sind so ziemlich das einzige, was uns am Spiel überzeugen konnte. (Bild: PC-Version)

Die Zielpersonen: Diktatoren, die den weltweiten Atomwaffenschmuggel kontrollieren. Eure Mission: Diese aufspüren und ihnen den Allerwertesten versohlen.
Wie schon in den Vorgängern dient die dünne Story einzig der logischen Verknüpfung der Levels, ohne dabei viel Tamtam zu veranstalten.

Für das nötige Tamtam sorgt ihr schließlich selbst, denn im Mittelpunkt von Denied Ops steht eindeutig brachiale Waffengewalt. Taktische Vorgehensweise muss, wenn überhaupt, nur selten an den Tag gelegt werden.

Zwei-Mann-Action
Sagt Lebewohl zum vierköpfigen Team, denn die CIA-Feldagenten Graves und Lang wollen den Krisenherd als zweiköpfiges Säuberungskommando aufräumen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Der eine ist ein junger Afroamerikaner mit kaum Fronterfahrung, der andere hingegen ein kampferprobtes Milchbrot.

Wozu überhaupt den Schleichgang einlegen? Die Hohlkämpfe voraus sind schon froh, wenn sie nicht ins Lagerfeuer stolpern.

Uns aber interessiert das Waffenarsenal; die beiden aufgesetzten Charakterschweine können uns ruhig gestohlen bleiben. Jeder der beiden hat seine persönlichen Vorlieben: Lang gibt als Mann fürs Grobe mit dem MG Deckung und schießt Panzer mit seiner Bazooka ab. Graves hingegen widmet sich mit seinem Scharfschützengewehr entfernten Zielen und verpasst ihnen auf Wunsch ein drittes Auge. Damit keine Langeweile aufkommt, werden eure Wummen regelmäßig aufgerüstet, wobei sowohl Lang als auch Graves stets ihren Waffentyp beibehalten. Unter anderem erhaltet ihr Gimmicks wie einen Granatwerferaufsatz oder, ganz nett, eine Zielkamera für Graves’ Snipergewehr. Deckung suchen, über diese hinweg zielen, anvisieren, abdrücken und Staub fressen lassen – ganz easy!
Eines machten die Trailer zum Spiel bereits im Vorfeld klar: Mit „Army of Two“ können wir mithalten. Dementsprechend lang waren dann auch die Gesichter in unserer Redaktion, als „Denied Ops“ mit Bravour zeigte, dass dem nicht so ist. Dass der MG-Schütze Lang in weiten Arealen nicht gegen Sniper anstinken kann und ohne Lang aufgeschmissen ist, dürfte klar sein. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Messer gezogen werden oder Panzer auftauchen. Coop-Ansätze sind also durchaus vorhanden, allerdings hatten wir uns weit mehr erhofft, denn so hat man das schon zur Genüge gesehen.

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