Beowulf
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- Publisher: Ubisoft
- Entwickler: Ubisoft
- Genre: Actionspiel
- Release: 15.11.2007
Nordische Knüppelkunde
06.12.2007 |
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Autor: Michael
Etliche Male schon wurde das Heiligtum der englischen Sprache auf 35 mm gebannt, doch Robert Zemeckis’ Interpretation vom Beowulf lockte das Publikum dank digitaler Hochglanzoptik scharenweise in die Kinos. „Die Legende von Beowulf“ ist kein frei interpretiertes Zukunftsszenario mit Highlander Christopher Lambert in der Hauptrolle, sondern eine computeranimierte Heldensaga, die sich inhaltlich schon eher an der 1300 Jahre alten britischen Originalfassung orientiert. Und natürlich braucht jedes halbwegs rasante Widescreen-Renderfilmchen auch ein passendes Multiplattformspiel, um den Fans den Unterschied zwischen Echtzeit und Highend-Renderfarm explizit vor Augen zu führen. Wie auch beim Film liegt der Schwerpunkt auf der imposanten Edeloptik, spielerisch backt die Neuauflage von Beowulf und Grendel ganz kleine Brötchen.
Aufschlitzen im Akkord
In drei Akten schneidet ihr euch durch Skandinavien. Zunächst steht ihr dem dänischen König Hrothgar im Kampf gegen das menschenfressende Ungetüm Grendel bei und macht anschließend der auf Rache sinnenden Mutter von Grendel den Garaus. Zwischendurch stehen Kämpfe gegen Seeschlangen, Drachen und andere Widersacher auf dem Programm. Dass Beowulf, der Krieger mit der Kraft von dreißig Männern, zumindest in Zemeckis’ Interpretation nicht gerade zimperlich mit seinen Feinden umgegangen ist, wird in den zahlreichen Blutorgien besonders deutlich.
Bei am Boden liegenden Barbaren wird mit spitzen Waffen gewissenhaft nachgebohrt, damit sie beim Gemetzel nicht mehr im Weg stehen können, und Grendel wird der Arm mehr als nur ausgekugelt.
Dass dabei reichlich Blut spritzt, ist Ehrensache, und Freunde von ausschweifenden Gewaltorgien kommen hierbei voll auf ihre Kosten. Der Kampfmodus spielt sich im Grunde wie eine verschlimmbesserte Variante von „God of War“. Ihr streift mit euren Mitstreitern durch lineare Levels, jammert über die träge Kamera und haut alles um, was sich euch in den Weg stellt. Dabei helfen euch überschaubare Komboattacken, die ihr stur auswendig lernen müsst – ein Synonym für Buttonsmashing.
Euch stehen sowohl Offensiv-, als auch Defensivtaktiken mit Schild oder Zweihandwaffe zur Auswahl. Darüber hinaus müsst ihr euren Gegnern mit Schild durch Parieren und Seitwärtsschritte ans Leder gelangen - im turbulenten Kampfgeschehen oftmals keine leichte Aufgabe.
Ebenso wesentlich für die unbeschadete Heimkehr nach Herot ist die Unterstützung eurer Recken. Diesen könnt ihr während der Schlachten per Auswahlmenü festgelegte Befehle erteilen. Beispielsweise lässt sich so die Moral stärken oder lassen sich Hindernisse aus dem Weg räumen. Leider agieren eure Männer dumm wie Brot, stehen euch im Kampf häufig im Weg oder lassen sich im Kampf vom Rest der Truppe isolieren. Einmal in Bedrängnis, müssen eure Recken so schnell wie möglich gerettet werden, um ihr frühzeitiges Ableben zu verhindern. Springen all eure Mannen über den Jordan, ist das Spiel verloren. Wenigstens habt ihr am Ende einer jeden Kampfphase die Möglichkeit, gefallene Soldaten wiederzubeleben. Wer der Kampfkraft seiner Gefährten verständlicherweise wenig Vertrauen entgegen bringt, entscheidet den Kampf besser auf eigene Faust.
Im Gegensatz zum Heldenmodus, wo Teamwork gefragt ist, könnt ihr im Wutmodus unbändige Kraft entfesseln und im Alleingang alles kurz und klein schlagen, was sich euch in den Weg stellt. Ihr könnt im Spiel jederzeit zwischen Wut- und Heldenmodus variieren, eure Recken sind immer dabei. Leider sind es häufig auch eure eigenen Männer, denen ihr Schaden zufügt.



