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Hinterm Mond gleich links

30.11.2007 | Xbox 360 | Autor: Olaf

Rollenspielfans bekommen schon bei der Erwähnung des Namens Bioware feuchte Hände. Schließlich hat die kanadische Spieleschmiede in den vergangenen Jahren immer wieder für RPG-Erfahrungen der Extraklasse gesorgt: „Baldur's Gate“, „Neverwinter Nights“, „Jade Empire“ oder „Knights of the Old Republic“ sind nur einige Namen in der mit Awards gespickten Geschichte des Entwicklers.

Aber Qualität verpflichtet! Von „Mass Effect“ erwartet jeder einen weiteren Höhepunkt der Rollenspielgeschichte. Wir haben es gespielt und können euch beruhigen. Das futuristische Abenteuer reiht sich nahtlos in die Reihe der oben genannten Titel ein und gehört in die Spielesammlung jedes Xbox360-Besitzers. Schließlich ist es Bioware gelungen, die Tiefe von „Knights of the Old Republic“ mit der flotten Spielbarkeit eines Third-Person-Shooters zu kombinieren.

Die Verschwörung
Eines sei vorweg gesagt: Die Hintergrundgeschichte von „Mass Effect“ erinnert stark an einschlägige Science-Fiction-Filme und trägt das Spiel über weite Strecken sehr gut.

Wieder einmal ist es BioWare gelungen, ein tiefgründiges Action-RPG zu kreieren, das eine gute Spielbarkeit nicht vermissen lässt.

Jede Menge Wendungen und viele spannende Ereignisse lassen die sehr lange Spielzeit des Rollenspiels wie wenige Stunden erscheinen. Die hervorragend übersetzten deutschen Dialoge überzeugen ebenfalls durch ihren Witz und – besonders wichtig – durch eine vernünftige Betonung.

Aber worum geht’s in „Mass Effect“ eigentlich? Ihr steuert Commander Shephard, einen Kriegshelden, der auf dem Sternenkreuzer Normandy stationiert ist. Bevor ihr euch in das interplanetarische Abenteuer stürzt, könnt ihr euch zunächst einen eigenen Heroen entwerfen. Männlein oder Weiblein? Asiate oder Mitteleuropäer?

Commander Shephard muss das Leben in der Galaxie retten. Das Aussehen des Spielcharakters darf zu Beginn editiert werden.

Die Möglichkeiten sind recht vielfältig, aber dennoch überschaubar. So dürft ihr lediglich das Gesicht ausgiebig bearbeiten. Statur, Kleidung oder gar Rasse bleiben stets dieselben. Immerhin bekommt unser Recke noch seine eigene Hintergrundgeschichte, die schließlich über seine Fähigkeiten entscheidet – aber dazu später mehr. Wer sich nicht mit dem leicht zu bedienenden Editor auseinandersetzen möchte, kann natürlich auch den Standard-Shephard auswählen, der das Cover von „Mass Effect“ ziert.

Während eines scheinbaren Routineeinsatzes auf der Kolonie Eden Prime kommt es dann zu einem schwerwiegenden Zwischenfall. Die ansonsten eher unauffälligen Aliens der Geth haben sämtliche Bewohner der Einrichtung getötet, und als Shephard mit seiner Crew dort eintrifft, ahnt er noch nicht, dass er mitten in eine Verschwörung hineinschlittert. Denn Saren, ein außerirdischer Spectre und damit so etwas wie ein intergalaktischer James Bond, hintergeht seine Kollegen, weil er auf der Suche nach einem uralten Sender einer fremden Alienrasse ist. Kurz gesagt: Shephard steckt ganz schön tief im Sternenmist, einer seiner Männer geht drauf, und der besagte Sender ist zu guter Letzt auch Schrott. Ähnlich wie in ,Star Wars' muss sich der Held nun auch vor dem Rat rechtfertigen. Trotz fehlender Hilfe macht sich Held Shephard auf die Suche nach Beweisen für Sarens Verrat. Schließlich droht die Zerstörung allen Lebens in der Galaxie – so viel zur sehr gelungenen Story.

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