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Grenzloser Fahrspaß

15.09.2006 | Xbox 360 | Autor: Heiko

Preisfrage: Was zur Hölle ist ein MOOR? Also wer jetzt „weiß doch jeder!"schreit, der hat sich den Titel des Nerd-Oberstrebers wirklich mit Auszeichnung verdient. Für alle anderen: MOOR ist eine Namensneuschöpfung von Atari und bezeichnet ein „Massively Open Online Racing“. Auch keine wirkliche Hilfe? Frei übersetzt handelt es sich dabei um ein Online-Rennspiel in einer offenen Welt, also einen ziemlich wilden Genremix aus „World of Warcraft“, „GTA“ und einem Rennspiel. Genauer gesagt den Rennspielklassiker „Test Drive“, denn um den jüngsten Spross dieser Kultserie geht es hier – um „Test Drive Unlimited“ für die Xbox 360.

Schöner cruisen auf Hawaii
Ok, gehen wir mal davon aus, wir hätten runde 150.000 Euro in Cash übrig. Damit könnten wir eine Menge anfangen. Wir könnten uns ein Haus irgendwo auf dem Land kaufen oder ein fettes Auto für die Stadt oder jede Menge Drogen, oder wir könnten unserem Chefredakteur ein halbes Monatsgehalt zahlen. Keine überzeugenden Möglichkeiten?

Die Fahrzeuge nutzen die Grafikpower der Xbox 360 sehr gut aus.

„Test Drive Unlimited“ von Atari zeigt uns eine Möglichkeit, die auch nicht wirklich schlecht ist: Nach Hawaii fliegen, eine nette Wohnung mieten, ein Auto kaufen und auf der ganzen Insel an Dutzenden Autorennen teilnehmen. Genauso beginnt das Spiel, und nachdem wir Wohnung und Auto besitzen, sind wir bereit, die Straßen unsicher zu machen. Der ungewöhnliche Genremix kombiniert die freie Welt eines „GTA“ mit gediegener Rennspiel-Action.

Ihr fahrt also mit eurer Karosse auf der Insel herum und nehmt an Autorennen in verschiedenen Klassen teil. Der besondere Clou dabei: Neben Rennen gegen die üblichen KI-Opponenten fahrt Ihr auch mit menschlichen Gegnern um die Wette. Xbox-Live sei Dank, warten online genügend willige Kontrahenten auf euch. Auf einer Übersichtskarte der gesamten Insel wählen wir unser nächstes Ziel aus und lassen uns vom Navigationssystem hin führen.

Hawaii ist die ideale Kulisse, um mit vielen Polygonen in der Landschaftsgestaltung zu spielen.

Waren wir erst einmal dort, können wir – anders als bei „GTA“ – auch direkt per Übersichtskarte ans Ziel springen. Wenn wir allerdings an einem Ort, wo ein Multiplayer-Rennen stattfindet, angekommen sind, wartet doch wieder die übliche Liste mit den potentiellen Gegnern in Textform auf uns – das hätte man besser ins Spielgeschehen integrieren können. So geht leider einiges vom Flair einer echten Onlinewelt verloren. Dafür wird Komfort überall groß geschrieben. So könnt ihr beispielsweise vor dem Rennen zunächst mal ohne Gegner die Strecke erkunden. Dabei wird euch dann auch gleich die Ideallinie angezeigt. Zudem versuchen die Entwickler an anderer Stelle, eine möglichst glaubwürdige Umgebung zu schaffen: Neue Autos kauft ihr beispielsweise bei Autohändlern verschiedener Marken, die über die ganze Insel verstreut sind. Wie aus „San Andreas“ gewohnt, könnt ihr euer virtuelles Alter Ego auch neu einkleiden. Zudem gibt’s die Möglichkeit, mit anderen Fahrern zusammen Clubs zu gründen. Ebenfalls nett: Die Polizei ist überall vor Ort und macht sich an eure Verfolgung, wenn ihr beispielsweise ein anderes Auto gerammt habt. Je schwerer das Vergehen, desto hartnäckiger die Verfolgung. In der Regel habt ihr die Gesetzeshüter aber schnell abgehängt.Auf die Polizei müsst ihr vor allem aufpassen, wenn ihr nicht an einem offiziellen Rennen teilnehmt. Denn neben verschiedensten Rennen warten in „Test Drive Unlimited” auch eher „GTA“-artige Einsätze auf euch. So müsst ihr beispielsweise einige Male einen teuren Schlitten an einen Kunden ausliefern.

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