John Carmack von id Software begründet den Schritt wie folgt: „Wir waren es einfach leid, mit unseren eigenen Publishern in Konkurrenz zu treten, wenn es darum ging, wie unsere Spiele gefeatured werden. Außerdem haben wir inzwischen so viele Marken angesammelt, dass wir sie nicht mehr im Alleingang ausschöpfen können. Die Kooperation mit anderen Firmen hat dabei nicht so spektakulär funktioniert, wie erhofft. Die Idee, unser eigener Publisher zu werden und noch ZeniMax und Bethesda hinzuzufügen, ist daher ideal. Sie sind absolute Spitzenklasse in dem was sie tun, also RPGs. Und gleichzeitig überschneiden sie sich nicht mit unserem Angebot an First Person Shootern“, so Carmack. Gemeinsam entwickelte Spiele seien bisher jedoch noch nicht geplant. Vorerst also kein „Doom“-Rollenspiel, wie es scheint.
Der amerikanische Publisher ZeniMax verkündet natürlich nicht ohne wohlverdienten Stolz, der Einkauf führe nun „einige der weltweit bekanntesten Marken zusammen“. Gemeint sind insbesondere natürlich „Fallout“ und „The Elder Scrolls“ auf der einen und „Quake“, „Doom“ und „Wolfenstein“ auf der anderen. Todd Hollenshead, einer der Gründe von id Software lässt in typischer PR-Manier verlauten: „Dies war eine einzigartige Gelegenheit, uns mit einem intelligenten, kompetenten Publisher wie Bethesda Softworks zusammenzuschließen. Hier werden die Interessen unseres Studios und die des Publishers bei Entwicklung und Marketing voll und ganz auf einer Linie liegen. Darüber hinaus haben wir nun die finanziellen Mittel und Ressourcen, um das zukünftige Wachstum von id Software voran zu treiben. Ein großer Vorteil, der sich in noch besseren Spielen für unsere Fans niederschlagen wird“.
Laut der Pressemeldung von Bethesda soll id Software als eigenständiges Studio unter der Leitung von Technik-Guru und id-Mitgründer John Carmack bestehen bleiben. Auch sonst soll es keine Änderungen geben und alle „zentralen Figuren“ bei id Software sollen bereits langfristige Verträge zur weiteren Zusammenarbeit unterschrieben haben.


