Während ihr eine News weiter unten bereits euren Intellektuellen-Status durch Jubelrufe über das mögliche Lars von Trier Spiel bekunden dürft, gibt es jetzt gleich noch eine Chance zu glänzen. Statt wie der ganze restliche Pöbel mit sabbernder Zunge darauf zu warten, in „Call of Duty“ demnächst wieder Terroristen zu exekutieren, dürft ihr euch über Mathematik in ihrer schönsten Form freuen. Als Spiel! Und zwar in Form des Independent-Shooters „Polynomia“. Wie in „Wing Commander“ düst ihr dabei in 3D durchs All…oder…was auch immer es sein soll, verfolgt kleine Pfeile auf eurem Bildschirm bis der Gegner im Visier ist und ballert ihn weg. Der Clou dabei ist, dass all die extrem bunten, fantastischen Weiten durch die ihr gleitet aus wenigen mathematischen Formeln erwachsen. Eine Ausprobierversion sowie eine erste Beta zum kaufen gibt es auf der Homepage zum Spiel.
Autor des Spiels ist der junge Russe Dmytry Lavrov, der seiner Vollversion auch einen Editor verpasst hat. Wer darin ein wenig mit den Werten spielt, kann allein mit dem generieren wunderschön leuchtender Neon-Fraktale viel Spaß haben. Das sein Spiel zumindest super aussieht, ist kein Wunder. Zuvor beschäftigte sich Lavrov vor allem damit, Render-Plugins für 3D-Software zu schreiben. Spielerisch lässt sein „Polynomia“ hingegen noch ein paar Wünsche offen. Das Fliegen im Raum ist zwar recht einfach („W“ und „D“ für Schub zu- oder abnahme, Maus zum umsehen und schießen). Aber die Gegner sind nicht besonders fordernd und oft werden noch eure oder die gegnerischen Schüsse nicht dargestellt. Einen Abstecher in die Probeversion empfehlen wir trotzdem. Allein der Flug durch die bunten LSD-Welten ist fünf Minuten Lebenszeit wert.



