- Turok
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- Publisher: Disney Interactive
- Entwickler: Buena Vista Games
- Genre: 3D-Shooter
- Release: 07.02.2008
Großwildjagd extrem
16.05.2006 |
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Autor: André
„Turok“ – nach dem 2002-Desaster „Turok Evolution“, das mitsamt Acclaim in der Versenkung verschwunden ist – kehrt zurück auf den heimischen Bildschirm. Gleich in der ersten Spielminute wird klar: Viele Freunde hat er nicht mehr. Gleich in den ersten Spielsekunden werden wir blöde von der Seite angemacht: Angeblich hat Turok vor einiger Zeit seinen Trupp Soldaten mitten im heißesten Gefecht sitzen lassen.
Logisch, dass das nicht stimmen kann und der Typ nur 'ne flennende Memme ist. Und selbst wenn: Wir hätten es genauso gemacht. Tatsache ist aber: Die Storyline steht im neuen „Turok“ weit mehr im Mittelpunkt als zuletzt – und die ist brandneu. Nix mehr mit kosmischen Portalen, waffenstarrenden Dinosauriern und mystischem Schnickschnack. Statt dessen gibt’s einen bodenständigen Konflikt, in dem Truppführer Turok nach einer Bruchlandung auf einem fremden Planeten ums Überleben kämpft - sowohl um das eigene als auch das seiner Männer.
Die Hauptgegner sind demnach nicht mehr die Dinos, sondern feindliche Truppen. So spielen sich die ersten paar Meter denn auch eher wie „Killzone“ denn „Turok“. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, bis eben doch unsere Saurierfreunde auftauchen. Diesmal agieren die Echsen allerdings völlig nach eigenem Gusto. Haben sie gerade Appetit auf einen eurer Gegner, vernaschen sie den ebenso anstandslos wie Turoks Kameraden.
Für „Turok“-Fans mag sich das zunächst abschreckend anhören. Immerhin sind die bissigen Hauptdarsteller aus „Jurassic Park“ von jeher das Steckenpferd der Serie. Doch de facto gibt es kaum eine Schlacht, in der die Saurier nicht mitmischen. In der Demoversion, die wir anspielen durften, ging es heiß her. Ein halbes Dutzend Soldaten stand einem in etwa gleich großen Trupp unserer Helden gegenüber. Kugeln zischen über hohes Gras und zwischen Felsblöcken hindurch.
Ein Gegner vor uns sucht hinter einem Baumstumpf Deckung. Der zersplittert jedoch bei zunehmendem Beschuss immer weiter. Schließlich haben sich die Kugeln durch den Stamm gefressen und durchlöchern den Widersacher. Just in diesem Moment stürzt sich ein Rudel von rund fünf kleinen Raubsauriern ins Getümmel. An die Raptoren aus „Jurassic Park“ erinnernd, fallen die flinken Biester ruckzuck über die ersten Soldaten her. Direkt vor uns erwischt es ein Mitglied der gegnerischen Truppen. Ein herzhafter Bissin den Kopf, ein harter Ruck, und wir haben einen Gegner weniger- einen menschlichen zumindest. Denn ein zweiter Raptor hat Gefallen an uns gefunden. In diesem Moment schimmerte erstmalig die mögliche Klasse des fertigen Titels durch. Denn wenn Turok in die Fänge eines Sauriers gerät, macht das Spiel ernst. Plötzlich sind wir direkt dabei, wenn der Saurier Turok zu Boden drückt und seine Zähne in das Fleisch des Indianers schlägt. Blut spritzt, Turok schreit auf, er zappelt, er tritt.
Hektisch drücken wir die Abwehrtaste, und ebenso panisch rammt Turok dem Saurier sein Jagdmesser ins Gesicht, wieder und wieder, bis das Monster von uns ablässt. Unfertige Grafik oder nicht – diese Szene war ein echtes Erlebnis. Der direkte, brutale Kampf gegen die rohe Gewalt des Sauriers fing die ungeschönte Intensität des nackten Überlebenskampfes so gut ein, wie man es nur selten in Videospielen findet.



