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  • TrackMania United Forever

  • PC
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27.06.2008 | PC | Autor: Björn

Bereits seit knapp fünf Jahren rasen Hunderttausende von Spielern nun schon durch die Arenen, Stadien und Landschaften von „Trackmania“. Dass der Titel sich über einen derart langen Zeitraum der Beliebtheit seiner Zocker erfreut, liegt neben der Erweiterbarkeit durch den mitgelieferten Editor vor allem auch an der regen Weiterentwicklung durch die französischen Macher von Nadeo. Mit „Trackmania United Forever“ steht nun die jüngste Generalüberholung in den Händlerregalen.

Bad in der Menge
Schon in den ersten Ausgaben zeichnete sich der Spaßraser durch die gelungene Verknüpfung von Einzelspieler- und Mehrspielerpart aus. „Trackmania United Forever“ perfektioniert diese Verbindung nun vollends – mit hübschen Menüoberflächen, allgegenwärtige Statistiken von der Weltspitze bis in die regionale Spielerumgebung und einer gelungene Lernkurve, in der man sich zunächst alleine auf den Strecken vergnügen und erste Erfahrungen sammeln kann, gefolgt von den ersten in die Ranglisten geladenen offiziellen Zeiten bis hin zu direkten Wettkämpfen oder Herausforderungen auf den Multiplayerservern.

Im Detail sieht das so aus: Im Einzelspielerpart pickt man sich eine der ersten Strecken heraus und startet so ein Rennen. Schlägt man vorgegebene Zeiten, erlangt man Medaillen. Fühlt man sich bereit, eine Ranglistenzeit in den Asphalt zu brennen, wählt man direkt im Streckenmenü den offiziellen Modus. Die anschließende Rundenzeit landet so im Vergleichstableau, darüber hinaus erhält man je nach Abschneiden Skillpunkte.

Die Rennen selbst gestalten sich wie in den Vorgängerteilen rasant, knifflig und trotzdem zugleich arcadelastig und zugänglich. Bremsen, Beschleunigen und das Lenken nach links und rechts – mehr Eingaben benötigt man nicht. Diese können wahlweise mit der Tastatur, dem Gamepad oder mit dem Lenkrad erfolgen, wobei die beiden letzteren Varianten etwas mehr Spielraum für behutsames Einlenken bieten.

Dieses ist schließlich auch notwendig, denn die erwähnte Kniffligkeit des Titels rührt vor allem aus der für Spitzenzeiten notwendigen Genauigkeit am Steuer her.

Motivationsmeister
Kaum ein anderes Rennspiel kann einen ähnlich hohen Suchtfaktor aufweisen. Das unkomplizierte Gameplay motiviert ungemein.

Während auf simpleren Strecken schlichtweg wenig Potential vorhanden ist, um Zeit auf die Topfahrer gut zu machen, werden auf komplexeren Kurse schon kleinere Fehler hart bestraft, indem man etwa ob mangelnder Geschwindigkeit aus Loopings stürzt oder Rampen, auf denen die Strecke fortgeführt wird, erst gar nicht erreicht. Wem das noch nicht genügt, dem stehen mit den Spielmodi Puzzle, Stunt und Plattform Varianten zur Auswahl, die noch mehr als die „normalen“ Rennen auf den Faktor Fingerspitzengefühl setzen.

So muss im Puzzlemodus vor dem Druck aufs Gaspedal erst einmal die Strecke mit Fragmenten komplettiert werden, im Stunt-Part zaubert man Saltos, Sprünge und Drehungen, auf die Colt Seavers stolz wäre, und in der Plattformvariante springt man auf dem Weg zum Ziel über Schluchten, Gräben und Hindernisse. Verpasst man in letztgenanntem Spiel den Anschluss, darf man sich per Tastendruck auf den Kurs zurücksetzen lassen. Der Haken dabei: Wirklich erfolgreich sind hier nur die, die die Herausforderung mit möglichst wenig Rücktransporten erledigen.

Neben den unterschiedlichen Spielmodi sorgen im Rennbereich zudem verschiedene Untergründe und Fahrzeuge für Abwechslung. Wer also nicht immer mit dem kleinen Flitzer durch Arenen düsen möchte, darf etwa mehr oder minder gemütlich im Sportwagen über Inselkurse brettern, im Rallyefahrzeug durch ländliche Gefilde knallen oder im Geländewagen die Große Mauer in China entlang knattern. Dabei verändern sowohl die Beläge wie auch die Boliden selbst das Fahrverhalten deutlich.

1A-Unterstützung
„Trackmania“ hat eine tolle Community im Rücken. Doch nicht nur deshalb ist „United Forever“ ein echter Kracher im Onlinemodus.

So erreichen die Sportwagen irre Höchstgeschwindigkeiten, während die Stadionflitzer und Rallyevertreter stärker im Kurvenverhalten sind. In allen Bereichen gleich mühsam steuern sich hingegen die Jeeps, die bei unsachgemäßer Behandlung häufiger auf dem Dach als mit ihren vier Reifen fest auf der Strecke liegen.

Wie man sich zum Depp macht – Teil Eins
Der einzige Vorteil dieser zahlreichen Abflüge der Geländewagen: Man hat so häufiger ein Auge für die hübschen Streckenareale. Ansehnliche Wassereffekte, nette Texturen und kleine Details wie Zeppeline oder wehende Flaggen – auch wenn „Trackmania“ nicht mit den Grafikschwergewichten des Genres wie etwa „Need for Speed“ mithalten kann, sieht der Titel dennoch äußerst hübsch aus. An die aktuelle Technik der Stadiongebiete angepasst wurden im aktuellen Paket übrigens die Wüsten-, Rallye- und Winterlandschaften. Wer zur Sammlerpackung greift, bekommt zudem gleich eine 3D-Brille mitgeliefert und kann „Trackmania United Forever“ im entsprechenden Modus auch räumlich genießen. Netter Nebeneffekt: Erhält man beim Daddeln plötzlich Besuch von Freunden, macht man diesen sogleich eine Freude, indem man ihnen mit seinem, dank der Augenverkleidung, selten dämlichen Aussehen Anlass für Spaß und Scherze liefert.

Für die Ohren liegt zwar keiner Ausgabe des Spiels ein Präsent bei, dennoch kann „Trackmania United Forever“ auch hier überzeugen. Zwar sticht kaum ein Song der musikalischen Untermalung besonders hervor oder bleibt einem gar im Gehörgang hängen, ordentlich ist das Ganze dennoch. Allein die Option, eigene Musik ins Spiel zu integrieren, fehlt hier leider. Die übrigen Spielklänge – in erster Linie sind hiermit die Motorengeräusche gemeint – sind ebenfalls auf gutem Niveau. Zwar kann „Trackmania United Forever“ auch hier nicht mit anderen, aufwändig inszenierten Genrevertretern mithalten, dem Spielvergnügen tut dies jedoch auch keinen Abbruch.

Zum Fazit