The Darkness 2
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- Publisher: 2K Games
- Entwickler: Digital Extremes
- Genre: Ego-Shooter
- Release: 07.10.2011
Aus! Aus! Nein! Böse Darkness!
08.02.2012 |
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Autor: André
Spiele sind mehr als die Summe ihrer Teile. Diese Binsenweisheit repräsentiert „The Darkness“ so gut, wie nur wenige andere Titel. Der Shooter von Starbreeze ist alles andere als perfekt, seine Spielmechanik nicht komplett ausgefeilt und einige Level gestreckt und abwechslungsarm. Doch dafür inszenierte Starbreeze eine düstere und vor allem originelle Comic-Umsetzung, die das Schicksal seiner zum Untergang verdammten Hauptfigur intensiv in Szene setzte. Über vier Jahre später sind natürlich die Fehler vergessen, die Highlights jedoch nach wie vor in Erinnerung geblieben. Ein harter Ausgangspunkt für das mit der Fortsetzung betreute Team Digital Extremes. Doch die Veteranen schaffen es trotz einiger dummer Entscheidungen das beste aus der Situation zu machen. Ihr „Darkness II“ schafft es nicht, eine solche Ausnahmeposition wie der Erstling einzunehmen, ist dafür aber letztlich das rundere, souveräner ausgeführte Spiel.
Erneut steht euch ein so genannter 'Darkling' beiseite, der für euch Gegner angreift. Ein-Zwei Mal dürft ihr ihn sogar selbst steuern.
Der obligatorische Story-Überblick Die Kurzfassung: Jackie Estacado hätte einfach nach Japan ziehen sollen. Ein Mann dem Tentakel aus dem Körper wachsen müsste dort unserer Meinung nach ein ziemlich entspanntes Leben führen können. Aber stattdessen hat sich der ehemalige Auftragskiller entschieden die jüngst frei gewordene Stelle als Don seiner eigenen Mafia-Familie anzutreten. Ganz im Einklang mit dem Strategie-Buch für junge Unternehmer hat er nicht gewartet, bis das Schicksal den roten Teppich ausrollt, sondern sich seine Chancen selbst geschaffen. Wir erinnern uns : Im ersten „Darkness“ endete Jackies 21. Geburtstag nicht wie es sich für einen US-Bürger gehört im „ich darf endlich legal saufen!“-Koma. Stattdessen stellte unser Held fest, dass ihn Mafia-Pate Paulie Franchetti umnieten lassen will und dass er einem uralten Dämon als Wirt dient. Letzteres ist im ersten Moment nicht ganz unpraktisch, da die „Darkness“ Jackie mit Vergnügen dabei hilft, die anrückende Killerbrigade abzuschlachten. Doch wer hätte es gedacht: Dämonen die einem zwei Schlangenarme aus dem Leib wachsen lassen bergen Nebenwirkungen, von denen Ärzte und Apotheker sogar dem lästigsten Kassenpatienten abraten würden. Denn die „Darkness“hat so viel Interesse an friedlicher Co-Existenz wie ein Malaria-Virus.
Um Jackie ganz zu ihrer willenlosen Marionette zu machen (Achtung: Spoiler im Hinblick auf den ersten Teil), befeuert sie seinen Rachefeldzug, nur ihn im entscheidenden Moment daran zu hindern, das Leben seiner Freundin zu retten. Beim Finale des Spiels auf der Spitze eines Leuchtturms gibt sich Jackie schließlich der finsteren Macht hin, um mit dem Mörder seiner großen Liebe abrechnen zu können.
Falsche Richtung
Das ist nun ein kleines Problem für eine Fortsetzung. Denn zu Beginn von „The Darkness II“ ist Jackie Estacado plötzlich seinem inneren Dämon Herr geworden. Das Spiel erklärt das damit, dass Jackie dank der Hilfe des Okkultisten Johnny Powell in der Lage war, den Dämon in seinem Innern zu zähmen.Wir hingegen erklären es mit dem idiotischen Versuch den Zauber des ersten Teils einzufangen, indem man seine Schlüssel-Elemente kopiert. Denn Jackie halluziniert plötzlich seine Jenny wieder herbei und ein merkwürdiger Kult unter der Anführung des kleinen Bruders von Freddy Kruger will ihm an den Kragen, um sich die Macht der Darkness mithilfe eines magischen Relikts unter den Nagelzu reißen. Die Folge ist ein Spiel, dass in vielerlei Hinsicht die gleiche Geschichte nochmal erzählt, nur mit abgeschwächter Wirkung. Wieder geht es um den inneren Kampf zwischen Jackie und seinem Dämon, eine skrupellose und brutale äußere Bedrohung und Jenny als der letzte Anker, der Jackie die Kraft gibt, gegen all diese Widrigkeiten anzukämpfen. Dabei ist es nichtmal so schlimm, ein ähnliches Strickmuster zu verwenden. Aber „The Darkness“ war auch deswegen ein so gutes Spiel, weil es eine runde Geschichte präsentierte, die zu einem konsequent düsteren Ende geführt wurde.
Später im Spiel begegnet ihr Gegner mit einer Art magischen Rüstung, die ihr erst nach ein paar Treffern fressen könnt.
Das bestätigen auch die Original-Entwickler bei Starbreeze. „Als wir das Ende von „Darkness“ geschrieben haben wollten wir ein definitives Ende der Geschichte erzählen. Wir hatten nicht vor, irgendwelche Fortsetzungen zu verhindern. Aber wir hatten wohl nicht vor, weitere Geschichten mit Jackie zu erzählen“, erzählt uns Roger Mattsson von Starbreeze auf Nachfrage, der als Programmierer an „The Darkness“ mitarbeitete. „Die „Darkness“ hatte ja schon seit Hunderten von Jahren immer wieder einen neuen Wirt. Man hätte also einfach die Geschichte einer anderen Figur erzählen können“, so der Entwickler.
Die Angst
Die Angst, im direkten Vergleich zum von vielen so verehrten Vorgänger zu banal auszusehen wird bei Digital Extremes letztlich zu groß gewesen sein, um das zu tun.




