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  • Star Wars: The Force Unleashed

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Lebe deine Allmachtphantasien!

19.09.2008 | Xbox 360 Playstation 3 Playstation 2 | Autor: Nils Ehring

Pimp my Jedi
Wesentlich übersichtlicher sind hingegen Starkillers Fähigkeiten zu Beginn von „The Force Unleashed“. Im Vergleich zu seinem Lehrmeister schneidet der Schüler in punkto Machtanlagen zunächst schlechter ab. Im Spielverlauf bieten sich allerdings zahlreiche Möglichkeiten, den jungen Jedi mit neuen Komboattacken, Machtkräften und Begabungen aufzurüsten. Der Starkiller erhält nach einer bestimmten Anzahl von Scharmützeln so genannte Rangsphären, die in einem Menü den unterschiedlichen Attributen zugeordnet werden können.

Die besagten Kraft-, Kombo- und Talentsphären finden sich übrigens auch gut versteckt in den Spielabschnitten. Wirkliche Freiheiten bieten diese Aufrüstmöglichkeiten allerdings nicht. Die Macht-Bahnen, in die ihr euren Helden lenkt, sind leider etwas eng ausgefallen, da die Auswahl an unterschiedlichen Fähigkeiten eher begrenzt ist. Dafür ist wenigstens noch das Lichtschwert modifizierbar. Mit Hilfe von Kristallen, die in den Missionen verstreut sind, kann nicht nur die Leuchtfarbe des tödlichen Geräts verändert, sondern auch dessen Kraft spezialisiert werden. Sogar das Aussehen eurer Spielfigur lässt sich mit Kostümen verändern, die in den Leveln zu finden sind.

Ähnlich abwechslungsreich gestaltet sich auch die Anwendung der Macht. In zahlreichen Spielmomenten müsst ihr eure Jedi-Fähigkeiten einsetzen, um mit ihrer Hilfe Hindernisse zu überwinden. Das kann zum Beispiel ein Tie-Fighter sein, den ihr mal eben mit einer Handbewegung aus giftigem Morast hebt. Oder ihr verbiegt gigantische Stahlträger, um einen Schutzwall gegen herabregnendes flüssiges Eisen zu formen. Natürlich ist Starkiller nicht der einzige im Universum, der über derartige Begabungen verfügt. Gerade in den Boss-Kämpfen glänzen die Endgegner mit fulminant in Szene gesetzten Jedi-Tricks.

Sowohl die Kämpfe gegen mehrere Gegner als auch die Jedi-Duelle sind fulminant und effektvoll in Szene gesetzt.

Einige der Haudegen schmeißen zum Beispiel mit X-Wing-Raumschiffen oder Gesteinsbrocken nach dem bösen Jedi-Jäger. Überhaupt stellen die zahlreichen Gefechte mit den Jedi-Meistern die eigentlichen Highlights von „The Force Unleashed“ dar.

Die Kamera nimmt in diesen Augenblicken eine distanzierte Position ein und bietet stets den nötigen Überblick, während sich die Kontrahenten die Lichtschwerter und andere Gegenstände um die Ohren hauen. Sobald der Gegner etwas geschwächt ist, kann der Spieler durch Drücken einer vorgegebenen Tastenkombination den Kampf zu seinen Gunsten entscheiden. Diese Finishing-Moves sind zwar nicht so blutig wie in der „God of War“-Reihe, dafür aber wesentlich atemberaubender in Szene gesetzt.

Die dunkle und die gute Seite der Macht
Gegen eine derartig tolle Inszenierung stinken die regulären Kämpfe gegen Heerscharen von Feinden natürlich etwas ab. Vor allem, weil es bei Kämpfen gegen mehrere Fieslinge häufiger zu Slow-Downs und KI-Aussetzern kommt.

Nicht nur die Gegner lassen sich mit Hilfe der Macht umkrempeln, sondern teilweise auch die Spielumgebung.

Ab und an verheddern die Gegner sich in Objekten oder reagieren nicht, selbst wenn man direkt vor ihnen steht. Was den Spielspaß ebenfalls ein wenig schmälert, sind die langen Ladezeiten. Nach dem Ableben eures Helden müsst ihr eine gefühlte Ewigkeit den Ladebildschirm anstarren. Diese Mankos werden durch die stetige Verbesserung der eigenen Machtfähigkeiten und ihrer immer bombastischeren grafischen Umsetzung ausgebügelt. Die facettenreichen Schauplätze von „The Force Unleashed“ tragen ebenfalls zum positiven Gesamtbild bei. Den Entwicklern ist es wunderbar gelungen, den „Star Wars“-Kosmos lebendig zu machen; besonders beeindrucken der Wookie-Planet mit seiner abwechslungsreichen Vegetation und der Planet Raxus Prime, dessen Oberfläche überzogen ist mit gigantischen Schrottbergen. Alles in allem lässt sich an der grafischen Präsentation kaum herumnörgeln, abgesehen von einigen Rucklern beim Kampf gegen Heerscharen von Feinden und dem ein oder anderen Clippingfehler. Trotz einiger Musikaussetzer während des Spiels weiß auch die Tonebene zu überzeugen. Die Lichtschwerter summen brav, und die Laserkanonen der Feinde liefern die altbekannten Klänge. An der Musik von John Williams und Jesse Harlin mit ihren unterschiedlichen Themen zu jedem Charakter lässt sich sowieso nichts aussetzen.

Zum Fazit