- Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast
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- Publisher: Activision
- Entwickler: Raven Software
- Genre: 3D-Shooter
- Release: unbekannt
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Möge Dark Forces 3 mit Euch sein!
09.02.2002 |
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Autor: Redaktion
Nach "Dark Forces" und "Jedi Knight: Dark Forces 2" schickt sich Lucas Arts nun mit "Jedi Knight 2: Jedi Outcast" zum 3. Mal an die klassische Star Wars-Atmosphäre in Form eines Ego-Shooters auf den PC zu übertragen. Versuche diesbezüglich auf Basis der Episode I-Verfilmung Fuß zu fassen, waren bislang entweder wenig erfolgreich, wie im Fall von "Star Wars: Dunkle Bedrohung, oder aber wurden, wie bei "Obi-Wan" geschehen, bereits im Vorfeld wieder verworfen bzw. auf den Konsolenbereich (XBox) verlagert. Wie auch immer, entwickelt wird das Sequel diesmal nicht von Lucas Arts selbst, sondern von Raven Software, einer Entwicklerschmiede, die bereits mittels durchweg sehr guter 3D-Action/Shooter-Games (z.B. "Heretic 2", "Soldier of Fortune", "Star Trek: Voyager - Elite Force") auf sich aufmerksam machen konnte und wahrscheinlich auch mit ihren anderen beiden momentan in der Pipeline befindlichen Fortsetzungen -- "Soldier of Fortune 2" und "Quake 4" -- für Furore sorgen wird.
Weder gut noch böse
Über die Hintergrundstory hält man sich zur Zeit noch überwiegend bedeckt. So viel scheint jedoch klar: Nach dem Kyle Katarn Jerec und dessen Dark Jedi -Schergen endgültig das Handwerk gelegt und damit den Tod seines Vaters gerächt hatte, verzichtete er auf die Bindung zur "Macht", fürchtete er doch erneut ihrer dunklen Seite zu verfallen (wie geschehen im Add-on "Mysteries of the Sith"). Nun, einige Jahre später erhebt sich erneut eine Bedrohung, wieder hervorgerufen durch Dunkle Jedi-Ritter, und so sieht sich unser Held erneut gezwungen, sich der "Macht" zu bedienen, um die Galaxies vor einem düsteren Schicksal zu bewahren. Eine Schwarz-Weiß Story, ein simples "Good versus Evil" also, was da auf uns zukommt? Nicht ganz, denn der gute Kyle soll diesmal einen mehr mittleren und damit wohl auch "realistischeren" Weg beschreiten. In gewisser Weise also erwachsener, reifer werden. Vorteil: Kyle werden beide Kräfte zur Verfügung stehen, die der "hellen" und die der "dunklen" Seite der Macht.
Keine Moral ?
Kyle braucht diesmal weder gut noch böse sein. Vorteil: Es stehen beide Kräfte zur Verfügung, die der hellen und die der dunklen Seite der Macht.
Auf der Suche nach den bösen Buben verschlägt es den Spieler dann in mehr als 20 verschiedene Levels. Die Locations beinhalten unter anderem den bereits aus den Vorgängern bekannten Schmuggler-Mond Naar Shaddaa, Cloud City (die Wolken-Stadt aus das "Imperium schlägt zurück") und die Jedi-Akademie auf Yavin 4, bekannt aus diversen Star Wars-Büchern. Nähere Einzelheiten zu den Schauplätzen gibt es bislang noch nicht. Leider wird man während des Spiels weder auf Lord Vader noch auf den Imperator treffen. Na macht nix, immerhin warten stattdessen andere finstere Ober-Fieslinge auf den Spieler, und die stimmigen Stormtroopers gibt es ja auch noch, inklusive der respekteinflößenden AT-STs, den zweibeinigen, baumhohen Kampfläufern. Darüber hinaus lauert eine genauso wirre wie agressive "Muppetshow" an Gegnern -- Rodians, Weequays, Grans -- auf eine zünftige Klopperei bzw. Schießerei mit unserem Protagonisten.
Eine Frage der Moral
Die KI von "Jedi Knight 2" spendiert den Feinden intressanterweise auch ein spezielles Moral-Feature. Wie aus den Filmen bekannt, handelt es sich bei den Stormtroopers nicht gerade um die mutigste Truppe. Im Spiel bekommen dann die "Jungs" beim Anblick eines Jedi-Ritters auch regelmäßig ordentlich Muffensausen, leiten also erstmal den Rückzug ein und halten nach hilfreichen Kameraden Ausschau. Ist jedoch ein imperialer Offizier zugegen, verhält sich die Sache anders. Die Stormtroopers werden mutiger und verteidigen ihre Position bis zum letzten Atemzug, oder eben bis zum Ableben des Befehlshabers.
Das Thema "Nicht-Spieler-Charaktere" umfasst jedoch nicht nur die Feindesschaar, sondern auch eine ganze Reihe an neutralen bzw. vebündeten Figuren. Im Ergebnis führt das mitunter zu deutlich mehr Action-Atmosphäre. Wenn sich beispielsweise 4 Jedi-Ritter gleichzeitig Laserschwert schwingend ins Kampfgetümmel stürzen, dann werden zweifellos lebhafte Erinnerungen an das Finale von "The Phantom Menace" geweckt, auch wenn "Jedi Knight 2" thematisch ansonsten überhaupt nichts mit der Episode I-Verfilmug am Hut hat. "Nicht-Spieler-Charaktere", die mit der Macht weniger vertraut sind, sollten übrigens keineswegs als ästhetisches "Randwerk" abgetan werden. Ähnlich wie in "Unreal" sind einige nämlich dazu in der Lage dem Spieler den einen oder anderen Hinweis zu geben bzw. ihm ansonsten nicht zugängliche Bereiche zu öffnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sich nicht wie ein Berserker aufführt, sonst verschüchtern die Leute und suchen schleunigst das Weite.
Feige oder mutig
Riskieren imperiale Stormtrooper auch beim Anblick eines gezückten Lichtschwerts noch einen Loch im Helm, dann ist meist ein Offizier nicht weit.
Die Story selbst also, mag zwar keinen sonderlichen Wert auf einen moralisch einwandfreien Hauptdarsteller legen, Secrets und Co. stellen jedoch durchaus überzeugende Argumente dar, trotzdem mit der "hellen" Seite der Macht zu liebäugeln.
Auf Vertrautes stößt man auch beim Blick in die Waffenkammer, allen voran die Stormtrooper-Standard-Waffe, den sogenannten "bowcaster" (eine Art Laser-Armbrust) und schließlich die "thermal detonators" (Handgranaten), um nur einige der insgesamt mehr als 10 Waffen zu nennen. Zusätzlich zum Standard-Schuss verfügen die meisten Waffen auch wieder über einen alternativem Feuer-Modus. Der "bowcaster" beispielsweise verschießt unter "primary attack" explosive Geschosse mit einem kleinen "area effect", im Alternativ-Modus verschießt er jedoch einen "five-shot multi-blast", der zwar schwächer ist, aber dafür ein größeres Gebiet abdeckt.
Benutze die Macht
Nicht zu vergessen natürlich das Lichtschwert, ein durchschlagskräftiger Prügel, mit dem sich diesmal sogar Körperteile abtrennen lassen -- ich erinnere hierbei nur an "Das Imperium schlägt zurück", als Darth Vader einem sichtlich überforderten Luke das Laserschwert mit samt der Hand vom Leibe trennte. Aber nicht nur "Fleisch" schmilzt bei direkter Berührung mit dem Lieblingsspielzeug aller Jedi-Ritter, sondern auch massiver Stahl. Die heiße Klinge lässt sich denn auch prima dazu missbrauchen, um Wände mit dem eigenen Namen oder sonstigen kryptischen Zeichen zu verzieren. Was ebenfalls richtig neugierig macht, sind die versprochenen 3 verschiedenen Kampfstile sowie die 8 unterschiedlichen Angriffsarten. Letztere umfassen eine Reihe an Spezial-Attacken wie z.B. die akrobatischen Wandsprünge oder die drei unterschiedlichen Licht-Säbel-Würfe. Da sich derart aufwendige Laserschwert-Action wohl kaum in einer 1st-Person-Ansicht bewältigen lässt, implementierte Raven ein neues Feature, dass für einen automatischen Wechsel in die 3d-Person Perspektive sorgt, sobald man das Laserschwert aktiviert. Grundsätzlich jedoch definiert sich "Jedi Knight 2" als 1st-Person-Shooter, Kyles Außenansicht gilt nur als hilfreiche Option. Zu einem richtigen Jedi-Ritter gehört natürlich nebst Lichtschwert auch der souveräne Umgang mit der "Force", also der "Macht". Nicht nur die erwähnten Wandsprünge oder die Säbelwerferei werden dadurch möglich, sondern auch eher simple Kunststückchen wie z.B. der "force push" (stumpen ohne zu berühren), das "force lightning" (eine Art elektrisches Blitzgewitter wie vom Imperator gewohnt) sowie diverse "Mind Tricks". Letztere eignen sich insbesondere dann, wenn man möglichst ungesehen bestimmte Stellen im Spiel passieren möchte bzw. einer Person wichtige Informationen entlocken muss, um eine Mission erfolgreich beenden zu können.



