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Lesertest von Toc Toc

01.10.2008 | Autor: Redaktion

Spore ist das wohl am meisten gefeierte Spiel der letzten Jahre, auf der E³ bekam das unfertig präsentierte Spiel zwei Jahre (2005,2006) in Folge den Preis für das beste PC-Spiel der Messe sowie verschiedene Game Critics Awards. Nach der Veröffentlichung am 7. September beziehungsweise am 4. September in Deutschland wurde bereits am 26. September von EA verkündet, dass die Eine-Millionen-Marke an verkauften Exemplaren überschritten sei, davon ausgenommen sind allerdings Handyversionen von Spore.
Zudem wurde das Spiel, mit bisher 25 Millionen erschaffenen Kreaturen besser angenommen, als erwartet: „Wir sind überrascht, wie schnell die Game-Community die kreativen Tools angenommen hat, die Spore bietet“ (EA-Sprecher Martin Lorber).

Wenn man das Spiel zum ersten Mal startet muss man sich ein Konto bei EA anlegen, beziehungsweise ein bereits bestehendes Konto nutzen (Vorsicht, pro Seriennummer kann man nur ein Konto anlegen und man benötigt eine Internetverbindung!). Mithilfe dieses Kontos wird die Echtheit der Seriennummer überprüft und das Spiel zum ersten Mal aktiviert. Nach der Aktivierung kann man zwar auch ohne Internetverbindung oder Datenträger im Laufwerk spielen, aber man besitzt nur drei Aktivierungen. Sobald sich die Hardware-ID ändert, also etwas von der Hardware ausgetauscht oder verändert wird muss man Spore neu aktivieren. Um das Problem mit der geringen Anzahl an Aktivierungen beim umrüsten am Computer nach Möglichkeit zu vermeiden sollte man den Patch 1.01 installieren, da dieser, laut EA eine Funktion mitbringt, wonach man das Spiel bei der Deinstallation deaktivieren kann und keine Aktivierung verliert.

Nach der Aktivierung und Registrierung kann man dann anfangen zu spielen. Man kann in einer schön animierten Galaxie einen von zahlreichen, sehr unterschiedlichen Planeten als Anfangsplaneten für die ersten vier Phasen wählen. Die Auswahl geht hierbei von Eisplaneten bis Vulkanplaneten, oder einfach nur gewohnten blauen Wasser und grünen Wiesen.
Sobald man sich entschieden hat, auf welchem Planeten die Spezies gedeihen soll wählt man aus, in welcher Phase man starten möchte, falls man schon andere Phasen als die Erste freigeschaltet hat. Danach legt man fest, ob der Einzeller Fleischfresser oder Pflanzenfresser sein soll, welchen Schwierigkeitsgrad man spielen möchte und zum Schluss wie denn der Heimatplanet heißen soll. Nun fängt Spore an. Ein Meteorit rast an einer Sonne vorbei mit langen Schweif auf den von uns gewählten Planeten zu und schlägt dort mit enormer Wucht ein, so dass Meteoritbrocken durch die Luft geschleudert werden und unter anderem im Meer landen, wo die Kamera einen dieser Brocken in die Tiefe des Meeres verfolgt. Es wird immer dunkler, bis die Sequenz schließlich ausgeblendet wird. Stattdessen erscheint nun die 2D-Oberfläche der ersten Phase. Ein paar einführende Sätze erläutern kurz die zu sehenden Elemente der Oberfläche und dann geht es los. Man kann wahlweise mit der Maus, oder mit den Pfeiltasten (WASD) seine Zelle steuern. Nach und nach werden neue Dinge, wie beispielsweise das Suchen neuer Teile für den Zelldesigner erläutert. Doch die erste Phase bietet nicht viel mehr als Pflanzen- und Fleischbrocken, die DNA-Punkte geben, einen Haufen anderer Einzeller, die entweder gefressen werden können, oder zu stark sind, sowie den dazugehörenden Einzeller-Designer. Um diesen zu öffnen muss man auf ein Icon zum Rufen eines Partners klicken und den Wellen folgen, die dann an einer Ecke des Bildschirms auftauchen. Beim Partner angekommen wird nicht viel mehr gemacht als ein paar Bewegungen und Laute. Dann legt der eigene Einzeller ein Ei und damit öffnet sich schließlich auch der Designer.

Im Designer legt man das Aussehen seiner Kreatur fest, indem man sich, von den gesammelten DNA-Punkten neue Teile für die Kreatur kauft, die Statur der Kreatur verändert und ihr im Bemalen-Modus eine neue Körperfarbe samt Muster hinzufügt.

Ausführliche Anleitung
Toc Toc geht detailliert auf den Editor ein und beschreibt sehr genau, welche Attribute wichtig sind.

Wichtig hierbei ist, dass bestimmte Teile unterschiedliche Funktionen haben, so kann man beispielsweise mit „Strom“ Stromschläge austeilen, mit dem „Stachel“ attackieren und sich verteidigen und sich mit „Gift“ verfolgende Gegner vom Leib halten. Die Eigenschaften der einzelnen Elemente des Designers ändern sich jedoch von der ersten Phase zur zweiten Phase. „Strom“ übernimmt beispielsweise den sozialen Aspekt „Bezaubern“ und man kann mit dem „Stachel“ andere Kreaturen in der zweiten Phase rammen.

Ist man zufrieden mit seiner neuen Evolution speichert man ab und geht zurück zur 2D-Oberfläche, wo das selbe Spiel wieder von vorne Anfängt. Man sammelt DNA-Punkte, indem man andere Tiere frisst, oder Pflanzen isst, sucht nach neuen Bauteilen für den Designer und entwickelt seine Kreatur weiter. Nach ungefähr 20 Minuten Spielzeit hat man alle sechs Bauteile für den Designer gefunden und genug DNA-Punkte gesammelt, so dass der kreierte Mikroorganismus in einer Zwischensequenz ein Bewusstsein entwickelt und man in die zweite Phase übergehen kann.
Bevor man endgültig in die zweite Phase übergeht wird einem der bisherige Weg der Evolution gezeigt und man erlangt eine von drei Eigenschaften: Pflanzenfresser, Allesfresser oder Fleischfresser.
Danach kann man ein letztes Mal vor der zweiten Phase das Aussehen seiner Kreatur im Designer verändern und dann hebt die Kreatur auch schon ab und geht an Land.

Phase 2
Noch lange nicht die Krone der virtuellen Schöpfung: Die Wesen der zweiten Evolutionsphase.


Die zweite Phase (Kreaturenphase: die erste Phase, die komplett in 3D ist) startet mit einer kleinen Gruppe der eigenen Spezies und einem Nest, in dem man wiedergeboren wird, wenn man gestorben ist. Auch diesmal erklären ein paar einleitende Sätze die Änderungen zur ersten Phase. Dann sucht man nach anderen Rassen und freundet sich mit diesen an, indem man tanzt, wenn die andere Kreatur tanzt, oder seine Kreatur singen lässt, wenn die andere Kreatur singt. Aber man kann die andere Spezies natürlich auch auffressen. Bei allen Elementen im Designer, die Funktionen haben gibt es verschiedene Stufen, zum Beispiel Singen Stufe 1,2,3,4 oder 5 und davon hängt ab, ob man sich mit einer Kreatur anfreunden kann oder nicht. Egal, ob man sein Gegenüber auffrisst oder zum Freund macht, beides bringt DNA-Punkte die im Designer verwendet werden können und bringt einen weiter in Richtung Phase 3.

Nebenbei kümmert man sich noch um die Bedürfnisse (Nahrung, Lebenspunkte) der eigenen Kreatur. Entscheidend in der zweiten Phase ist, was man am Ende der ersten Phase geworden ist. Wenn man ein Fleischfresser geworden ist wird man in der zweiten Phase manche Teile, beispielsweise die Köpfe von Allesfressern oder Pflanzenfressern nicht finden. Gleiches gilt auch für die Allesfresser und Pflanzenfresser: Man findet manche Teile nur Typenspezifisch, ebenso kann man manche Fähigkeiten im späteren Verlauf nur Typenspezifisch bekommen.
Neue Teile findet man, indem man nach Skeletten sucht, oder zum Teil auch, wenn man bestimmte Ziele erreicht. Der Designer ist in der
Kreaturenphase sehr umfangreich und dem Benutzer ist hier so gut wie keine Grenze gesetzt, man kann sogar annähernd fliegende Kreaturen erschaffen. Das einzige was ein wenig störend ist, ist die geringe oder nicht vorhandene physikalische Auswirkung von Anordnung, Größe und Form, beispielsweise bei den Flügeln. So kann sogar ein riesiges Ungetüm mit winzig kleinen Flügeln große Strecken fliegend zurücklegen. Hat man genug Kreaturen als Verbündete, oder Feinde entwickelt sich das Bewusstsein weiter und man kann nach und nach mehrere Kreaturen der eigenen Rasse in seine Gruppe aufnehmen. In einer Zwischensequenz sieht man wie das Hirn der Kreatur wächst. Ist schließlich ein Höchstmaß an Intelligenz erreicht kann man in Phase 3 übergehen.

In der dritten Phase (Stammesphase) baut man einen eigenen kleinen Stamm auf und fängt langsam an die Welt zu kolonisieren. Ab jetzt sammelt man keine DNA-Punkte mehr, sondern Nahrung.
Was für Nahrung man sammelt hängt jedoch davon ab, ob man Fleisch-,Pflanzen-, oder Allesfresser ist. Die größte Änderung gegenüber den ersten beiden Phasen, wo man noch seine Kreatur mit den Pfeiltasten durch die Welt schickte, ist, dass Spore sich nun zunehmend in ein Strategiespiel verwandelt. Man muss nun eine kleine Herde befehligen, allen voran den Stammeshäuptling. Dieser hat zwei besondere Fähigkeiten die, je nachdem was man am Ende von Phase 1 und 2 geworden ist
(Ende Phase1: Fleischfresser, Pflanzenfresser, Allesfresser und Ende Phase 2: Raubtier, Sozial, Anpassungsfähig) Feuerbomben, Feuerwerk, Herr der Tiere, Fallen, Sturm der Erneuerung und Fliegender Fisch sein können. Und auch in dieser Phase kann man andere Stämme zu Verbündeten machen, oder aber zu Feinden. Aus dem Nest wird nun ein kleines Dorf mit freien Bauplätzen, auf die man vorgefertigte Häuser stellen kann, wie zum Beispiel „Wurfspeere“, „Angelspeere“ oder „Holzhörner“.

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