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  • Splinter Cell: Double Agent

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Böser Bube wider Willen

19.01.2007 | Xbox 360 Playstation 2 Xbox Wii | Autor: Olaf

Auf ein Neues: Nach den Versionen für Xbox 360, PS2 und Xbox liegt nun auch die Wii-Ausgabe von „Double Agent“ auf unserem Seziertisch. Weil der Wii aber dummerweise etwas anders ist als die anderen, braucht es hier mehr als nur ein Update unserer K-Topsys. Weil in der Not auch das KGN ganz andere Dinge futtert als nur Donuts und Pizza. gibt's hier also einen komplett neuen Text zum Spiel. Unseren alten Testbericht zu den vorigen Versionen des Spiels, findet ihr ab Seite 3. Und ach, auch diesmal ist wieder Kritik vonnöten. Während von Nintendo entwickelte Spiele wie „Wii Sports“, „Wii Play“ oder „Zelda: Twilight Princess“ die Fähigkeiten der Wii erahnen ließen, landeten Titel von Drittherstellern meist in der Kategorie „Gut gedacht, aber schlecht gemacht“.
Wie euch sicher schon aufgefallen ist, haben wir „Splinter Cell: Double Agent“ bereits vor gut einem Monat getestet.

Wird gar nicht weh tun
Die Umsetzung auf den Wii erweist sich dann doch als achmerzhafter als gedacht.

Das knackige Action-Adventure mit einem inzwischen leicht verbitterten Sam Fisher in der Hauptrolle konnte auf allen Plattformen überzeugen. Wie problematisch allerdings die Umsetzung der ohnehin schon komplexen Pad-Steuerung auf die Wii-Mote-Nunchuk-Kombination der Wii ist, konnte niemand ahnen.

Jetzt auch in böse
Ganz kurz noch einmal die Hintergrundgeschichte von „Splinter Cell: Double Agent“: Nach dem Tod seiner Tochter leidet Spezialagent Sam Fisher unter Depressionen. Um ihn wieder aufzubauen, schickt ihn sein Brötchengeber „Third Echolon“ auf einen Routine-Undercover-Einsatz.

So faken die Burschen einen Banküberfall Fishers und schleusen ihn in ein Hochsicherheitsgefängnis ein. Dort angekommen, nimmt Sam Kontakt zu Jamie Washington, einem Mitglied der Terror-Organisation JBA, auf.

Im Siegerverband
Die Wii-Version orientiert sich löblicher Weise an den erzählerisch viel besseren PS2- und Xbox-Fassungen.


Warum wir das Ganze noch einmal aufdröseln? Ganz einfach: Die Wii-Fassung von „Splinter Cell: Double Agent“ gleicht in Sachen Storytelling haargenau der PS2- und Daher erwarten euch hier auch etliche neue Zwischensequenzen und Informationen. Natürlich spielt auch hier erneut das neue Moral-System eine Rolle: In entscheidenden Situationen werdet ihr vor die Wahl gestellt: Handle ich wie ein JBA-Schurke und verärgere damit meine Kollegen von „Third Echolon“? Oder bleibe ich meinen moralischen Grundsätzen treu und bringe dadurch die JBA gegen mich auf? Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine nette Idee, die aber leider nicht konsequent genug durchgesetzt wurde. So halten sich die NSA- und JBA-Aufträge zumeist die Waage, sodass ihr nur in allzu seltenen Fällen in die Klemme geratet. Diese kleine Schwäche kennen wir aber bereits aus den übrigen „SCDA“-Versionen.
Ärgerliches Malheur am Rande: Ihr könnt lediglich einen Spielstand erstellen. Wollt ihr etwa den Solo-Modus durchspielen und kommt irgendwann auf die Idee mit einem Freund zu zocken, wird euer alter Spielstand überschrieben. Was soll das denn? Was sich wie ein Kavaliersdelikt anhört, ist bei „Splinter Cell: Double Agent“ lediglich der Anfang eines langen Vorstrafenregisters von Designfehlern.

Spring Fisher! Spring!
Naja, bislang hört es sich alles nach einer souveränen Portierung des Agentenspektakels an. Aber wie funktioniert die Steuerung mit Wii-Mote und Nunchuk? Kurz gesagt: schlecht! Nintendo hatte seine Wii ja eigentlich als Konsole ausgelegt, mit der jeder schnell loslegen und ohne komplizierte Padbelegung spielen kann. Nicht so „Splinter Cell: Double Agent“: Dabei dient die Wii-Mote-Fernbedienung einerseits zum Anvisieren von Gegnern.

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