Anfang der Woche ging das neue Online-Rollenspiel der Genre-Veteranen von Funcom („Anarchy Online“, „Age of Conan“) an den Start, getauft „The Secret World“. Das siedelt sich mal weder im SciFi- noch im Fantasy-Szenario an. Ihr seid in der Gegenwart unterwegs. Und dass die – zumindest vermischt mit allerlei Mythen – genau so spannend sein kann, verraten die Kollegen in den ersten Tests. So kurz nach dem Release kommen die natürlich noch ohne Wertungen aus.
- „The Secret World“, PC, MMORPG, Test auf GameStar Auszug: »Anspruchsvolle Quests«, hören wir da den ersten Skeptiker verächtlich rufen, »das behaupten Online-Rollenspiele doch dauernd, und am Ende sammle ich dann doch wieder Flauschehasenfelle und Zaunköniglebern!« Zugegeben: Ganz ohne Jäger- und Sammleraufgaben kommt auch Secret World nicht aus – aber die sind schnell erledigt, weil sich das Spiel eine Genre-Unsitte verkneift. Es besitzt nämlich jeder Flauschehase (nun ja, Zombiehasen käme der Sache eigentlich näher, aber dazu gleich mehr) auch ein Flauschehasenfell. Die meiste Zeit allerdings verbringen wir ohnehin mit den mehrstufigen Hauptmissionen, und die erfordern tatsächlich Köpfchen.
- „The Secret World“, PC, MMORPG, Test auf Eurogamer Auszug: Trotzdem muss ich vor Funcom den Hut ziehen. In Sachen Ideenvielfalt macht ihnen keiner was vor. Derart komplexe und abwechslungsreiche Missionen sucht man bei der Konkurrenz vergeblich. Zwar knirschen KI und Wegfindungsroutinen manchmal oder es hakelt während gescripteter Ereignisse, bisweilen zünden auch die Trigger nicht, wie sie sollen. Aber vom Grundgedanken her sind die Quests extrem innovativ und machen reichlich Spaß. Dazu kommt ein erfrischend kruder Humor und einige Anspielungen für Kenner. Spontane Lachsalven nicht ausgeschlossen.
- „The Walking Dead #3“, PC/ PS3/ 360, Adventure, Test auf 4Players Auszug: Der zweite Teil von The Walking Dead ist eine gelungene Fortsetzung, weil er nicht nur inhaltlich an Telltales beindruckenden Vorgänger anschließt. In Starved for Help ist es weniger das schiere Überleben als vielmehr das Weiterleben, das Lee und seine Leute nicht zur Ruhe kommen lässt. Der Zombies kann man sich einigermaßen erwehren, aber nun stellt die Frage, wem man vertrauen kann. Das gilt innerhalb der Gruppe, in der sich Meinungsverschiedenheiten auftun ebenso wie außerhalb, wobei man aufs Wohlwollen anderer Überlebender angewiesen ist, um die um die totale Anarchie wieder in sowas wie Ordnung zu verwandeln. Leider weiß man nicht vorher, wie die anderen ticken, bis man es oft schmerzlich am eigenen Leibe erfahren hat. - 85%
- „Inversion“, PS3/ 360, Shooter, Test auf Gameswelt Auszug: Ich weiß gar nicht, was mich mehr frustriert: die nervtötenden Spieldesign-Fehlentscheidungen oder das verschenkte Potenzial. Inversion hätte eine originelle Alternative vor allem für die Gears-of-War-losen PS3-Spieler sein können. Herausgekommen ist aber nur eine schwache Kopie, die ihr Alleinstellungsmerkmal nur zu Beginn befriedigend zu nutzen weiß. Je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto spaßbefreiter wird es. Der Gravlink ist anfangs durchaus noch toll und die kopfverdrehenden Vektorenwechsel sowie die Zero-G-Zonen sorgen für nette Abwechslung. Leider verschießt Inversion all sein Pulver aber bereits im ersten Drittel und schleppt sich von da an nur noch mühsam voran. - 58%
- Aktuelle Indie- und Download-Spiele im Test, Special auf Onlinewelten Auszug: Quantum Conundrum - Kim Swift gelang vor knapp fünf Jahren mit Portal ein gigantischer Coup, von dem viele Entwickler nur träumen können. Dass sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, sondern mit kreativen Ideen weiter an hervorragenden Puzzlern arbeitet, könnt ihr jetzt in Quantum Conundrum sehen. Ihr schlüpft dabei in die Rolle eines kleinen Jungen, der bei seinem Onkel abgesetzt wird, der wiederum mit immer neuen und verrückten Erfindungen für Chaos sorgt. Eure Aufgabe ist es, dem genialen Tollpatch aus der Klemme zu helfen. Mithilfe eines Handschuhs könnt ihr die Dimensionen verändern, was sich auf das Gewicht der darin befindlichen Gegenstände auswirkt, oder aber alles in Zeitlupe ablaufen lassen [...]


