Und da haben wir nicht mal Herbst: Jetzt hat auch 4Players „Mass Effect 3“ getestet. Dort gibt’s magere 75 Prozent für das Action-Rollenspiel, das wirklich überall ansonsten richtig abstaubt. Laut der Wertungstabelle der Kollegen ist das gerade noch so ein „gut“. Dort wird unter anderem bemängelt, dass es im dritten Teil des SciFi-Epos zu viel „primitives Geballer“ gibt, und überhaupt fehle es an echten Rollenspiel-Elementen.
- „Mass Effect 3“, PC/ PS3/ 360, Action-Rollenspiel, Test auf 4Players Auszug: Unterhaltsam, actionreich, ernüchternd - das ist der konsequente Abschluss einer Saga, deren Qualität mit jedem Teil sank. BioWare gelingt es wieder einmal nicht, so zu begeistern wie in alten Zeiten. Es macht Laune, die Kräfte seines Teams zu bündeln und auf die Feinde loszulassen. Es macht Spaß, mit seiner Crew zu sprechen und Beziehungen zu pflegen. Und über all dem liegt der Reiz der freien Entscheidung: Man muss mit tragischen Konsequenzen leben, es kommt zu bewegenden Situationen. Man trifft alte Bekannte und fühlt sich auf der Normandy fast wie Zuhause. Für all das schätze ich diese Saga. Aber das ist der inhaltlich schwächste, weil eintönigste Teil eines futuristischen Abenteuers, das sich in die falsche Richtung entwickelt hat.
- „I Am Alive“, PS3/ 360, Action, Test auf Eurogamer Auszug: Natürlich wird in der etwas zu spärlich gestützten Handlung von I Am Alive zu keiner Sekunde die poetische Macht entfaltet, wie sie einem in der geistigen Buchvorlage McCarthys alle zwanzig Seiten die Tränen in die Augen trieb. Dafür lässt Ubisoft Shanghai seine Spielumgebung aber eine umso grausigere Sprache sprechen: Hier ein Bürostuhl, an dem noch die Fesseln von einer unmenschlichen Befragung - oder Schlimmerem - rühren, dort ein Skelett neben dem links und rechts zwei kleinere Schädel zu erkennen sind, hinter einem Gitter in einem Abwasserkanal eine entsetzliche Entdeckung. Und an einer Stelle bekommen es die Designer sogar hin, allein durch Implikationen und ohne es einem unter die Nase zu reiben, höllische Angst vor einem Inventar-Gegenstand zu verbreiten. - 7/10
- „Binary Domain“, PS3/ 360, Shooter, Test auf Gameswelt Auszug: Im Grunde macht Binary Domain nicht viel falsch. Die Mischung aus actionreichen Ballereinlagen und spannender Geschichte zieht einen schnell ins Spiel und man möchte trotz gelegentlicher Monotonie den Controller nicht so schnell aus der Hand legen. Dafür sorgen nicht zuletzt die teils übertrieben protzigen Bossgegner. Letztlich ist das angepriesene Vertrauenssystem aber nur Makulatur, denn spielerische Auswirkungen sucht man mit der Lupe. Wieso kann ich nicht mit allen Mädels flirten und vielleicht sogar eine Beziehung anfangen? Warum geht das nicht auch bei Männern? Und den geschmacklosen Humor hätte man sich auch sparen können. So verschenkt Binary Domain viel Potenzial [...] - 78%
- „Asura’s Wrath“, PS3/ 360, Action, Test auf GameCaptain Auszug: So stark die Aufmachung, so schwach ist leider das Gameplay. Einen Großteil der Zeit verbringen wir damit diverse Quicktime-Events in den selbst ablaufenden Videos zu absolvieren. Einige davon wirken arg deplatziert, andere nehmen die Sicht auf die eigentliche Action. Der andere Teil des Gameplays setzt sich aus Wellen an kleinen und größeren Gegnern zusammen, die wir in God of War-Manier niederstrecken. Leider bedient sich unser sechsarmiger Supersayajin dabei aber weit weniger abwechslungsreicher Möglichkeiten als sein antiker Kollege. Meist reicht es, sich von Gegner zu Gegner zu buttonmashen um schließlich unsere Rage-Anzeige zu füllen und dann zu aktivieren, um in den nächsten Bereich zu gelangen. - 72%
- P(roduzenten)vE(inkäufer), Glosse auf gamona Auszug: Wer den heutigen Spielemarkt betrachtet, kann den Eindruck gewinnen, die wahren Schwarzkopierer säßen nicht in irgendwelchen Kinderzimmern, sondern in den Chefetagen der Großkonzerne. Prozesse um Markennamen und abgeworbenes Personal sind so selbstverständlich geworden wie eine Versandabteilung. Es würde nicht verwundern, wenn das Budget für Rechtsanwälte inzwischen der wichtigste Etatposten bei der Spielentwicklung wäre. Richtig bizarr wird es in Fällen, in denen das Produkt des Klägers in seiner Qualität Welten hinter dem des angeblichen Plagiats liegt.


