- Real Heroes: Firefighter
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- Publisher: rondomedia
- Entwickler: Epicenter Studios
- Genre: 3D-Shooter
- Release: 27.01.2009
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(Wasser-)Schuss in den Ofen?
13.01.2010 |
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Autor: Redaktion
Wenn man Heutzutage von „den Brand löschen“ redet, denken die meisten Jugendlichen nur an einen Kater und die rettende Flasche Wasser. Doch auch abseits von diesen Eskapaden gibt es noch echte Helden da draußen, die tagtäglich Leben retten: Feuerwehrmänner. Um diese Erfahrung nun mit der unwissenden Zielgruppe zu teilen, zeigt euch der First-Person-Shooter „Real Heroes: Firefighter“, wie so was in der Praxis aussieht.
Ihr schlüpft in die Rolle eines angehenden Feuerwehrmannes, der als erste Aufgabe seine Abschlussprüfung absolvieren muss. In diesem Tutorial wird gezeigt, wie ihr mit Schlauch, Feuerlöscher, Stemmeisen und Axt als Grundausrüstung im Ernstfall über die Runden kommt. Der Feuerlöscher, eure mobile Löschwaffe, ist zwar effektiv, aber auch schnell verbraucht. Zum Glück sind sie in fairen Abständen verteilt, sodass ihr jederzeit die Möglichkeit habt, Brände in eurer näheren Umgebung zu löschen. Die Alternative dazu bildet der Feuerwehrschlauch. Dieser ist ortsgebunden und kann nur bis zu einer gewissen Reichweite mitgenommen werden. Dafür ist er aber um einiges leistungsstärker als der Feuerlöscher und kann sowohl einen schmalen Strahl mit enormer Reichweite als auch einen breiten, aber kurzen Strahl abfeuern. Mit der Axt könnt ihr Hindernisse wie brennende Holzbalken, versperrte Türen oder Kisten aus dem Weg schaffen. Das Stemmeisen hilft euch durch abgeschlossene Türen zu gelangen, gegen die auch die Axt nichts auszurichten vermag. Dazu hebelt ihr euch durch das Türschloss, und weiter geht die Reise durch die Hitze.
Im Tutorial lernt ihr außerdem mit Gerätschaften umzugehen, die euch nicht jederzeit zur Verfügung stehen, wie etwa der Kreissäge, mit der ihr euch durch Wände schnitzen könnt. Abgesehen von euren üblichen Aufgaben wie dem Feuerlöschen warten natürlich auch noch andere Missionen auf euch. Zumeist müsst ihr das Feuer erst am Ende der Mission unter Kontrolle bringen, vorher gilt es Überlebende zu evakuieren. Falls ihr diese nicht sofort seht, könnt ihr per Knopfdruck ein entsetzlich emotionsloses „Hallo?“ aus dem Helden herauspressen, um ungefähr in Erfahrung zu bringen, wo sich noch Zivilisten befinden.
Auf dem Weg in die Freiheit läuft natürlich auch nicht immer alles glatt, denn das Gebäude wird durch die Hitze immer brüchiger, und so ist man schnell von tödlichen Feuerfallen umzingelt.
Da sehe ich rot
Leider hat man ab hier schon fast alles gesehen – abgesehen von geskripteten Ereignissen, die den kargen Spielverlauf durchaus aufwerten, und einigen netten anderen Spielereien. Lediglich die Umgebung ändert sich, ist jedoch alles andere als zeitgemäß.
Abgesehen von wenigen geskripteten Ereignissen läuft alles immer nach dem gleichen Schema ab. Immerhin stimmt das Mittendrin-Gefühl.
Haben die Entwickler sich beim Feuer noch merklich um eine realistische Optik bemüht, sieht die Umgebung meist karg, langweilig und viel zu eckig aus. Die Texturen sind größtenteils verwaschen und generell in Braun- oder Grautönen gehalten. Auch die Wassereffekte sehen nicht besonders hübsch aus, was schade ist, da man doch so viel davon im Spiel verschießt.
Den Wasserstrahl auf den Brandherd zu richten gestaltet sich auch sehr knifflig, da die Wiimote aufgrund ihrer hohen Sensitivität bei der kleinsten Bewegung zum Bildschirmrand schießt und ihr euch im Kreis dreht. Zwar kann man die Steuerung im Optionsmenü kalibrieren, doch alle Probleme löst dies nicht. Des Weiteren sind die Tasten des Steuerkreuzes nur erreichen, indem man die Wiimote bewegt und so unweigerlich wieder am Bildschirmrand landet. Die restlichen Bewegungen mit der Wiimote sind durchaus nachvollziehbar. Beim Aufbrechen einer Tür, dem klassischen Axtschwung oder dem Schneiden mit der Kreissäge muss man den Controller immer genau in Schnittrichtung halten. Selbstverständlich wird auch der Wasserschlauch mit der Wiimote bedient, außer bei Fahrten mit der Hebebühne. In diesen Augenblicken wird der Schlauch mit dem Analog-Stick gelenkt – zwar ohne ersichtlichen Grund, doch dafür stimmt die Atmosphäre bei der Arbeit in luftigen Höhen. Da explodieren Häuserteile, Helikopter kreisen umher und die Teamkameraden schreien über Funk um die Wette.
Stimmen aus der Dose
Die meisten Dialoge tönen blechern aus dem Lautsprecher der Wiimote. Dies sorgt zwar für das Gefühl, tatsächlich durch ein Walkie-Talkie mit den anderen zu reden, doch leider ist die Soundqualität mehr als schlecht und strapaziert die Nerven. Abgesehen davon sind die Synchronsprecher nicht gerade erstklassig. Die Soundeffekte sind hingegen gut gelungen: Die prasselnden Feuer knistern lautstark vor sich hin, Glas zerspringt und Holzbalken stürzen ohrenbetäubend zu Boden. Der Soundtrack wechselt dezent zwischen Elektro und kraftvoller Rockmusik.
von Dominik Deußen



