KOINS
Krawall
K-Play
K-Files
K-Foren
Kwiz
K-Syndicates Anstoss K-Syndicates

KGN – Krawall Gaming NetworkKGN – Krawall Gaming NetworkKGN – Krawall Gaming Network

PC PC (inaktiv)
Xbox Xbox (inaktiv)
Xbox 360 Xbox 360 (inaktiv)
Playstation 2 Playstation 2 (inaktiv)
Playstation 3 Playstation 3 (inaktiv)
GameCube GameCube (inaktiv)
Wii Wii (inaktiv)
alles
nur PC
nur Konsolen
eigene Auswahl
Tipp: Du kannst unsere Inhalte nach deinen Wünschen filtern. Klicke dazu auf eine der Schaltflächen oder pass den Filter individuell an.
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
Achtung! Alle Inhalte zu nicht ausgewählten Plattformen werden dir nicht mehr angezeigt. Du kannst die Einstellung jederzeit ändern.
übernehmen
anpassen

Deine gewählten Einstellungen werden gespeichert...


  • Rainbow Six: Vegas 2
  • PC
  • Xbox 360
  • Playstation 3
Artikelbewertung: (Bewerten weiter unten)

Etwas mehr Einsatz bitte!

31.03.2008 | PC | Autor: André

Ersteindruck:
75 - 84%
Selbst gespielt:
Nein

In Zeiten, in denen die Terrorwarnstufen der Amerikaner im Grunde nur zwischen „Könnte jederzeit passieren“ und „Anschlag steht unmittelbar bevor“ variieren, muss man bekanntlich an jeder Straßenecke mit Terroristen rechnen. Selbst hier in Idstein nehmen wir nicht mehr jeden unbewachten Koffer an einer Bushaltestelle unbesehen mit. Auch Las Vegas leidet seit dem vergangenen Jahr unter brandschatzenden Terroristen mit Ambitionen zum Chemieangriff. Aber die Welt kann bekanntlich ruhig schlafen, solange nur eifrige PC-Spieler mit Maus und Tastatur über die Sicherheit ihrer Bürger wachen. Im Egoshooter „Rainbow Six Vegas“ beseitigten wir als virtuelle Sondereinsatzkommandos nicht nur die nagenden Zweifel an der „Rainbow Six“-Reihe, die sich seit dem mäßigen „Lockdown“ festgesetzt hatten. Nein, wir säuberten die Stadt der Sünde auch von zumindest dieser einen Sorte kriminellen Gesocks. Nun, ein Jahr später, stehen aber die gleichen Terroristen wieder auf der Matte? Ach ja, da war doch noch was … so ganz fertig geworden waren wir ja eigentlich gar nicht. Die Katastrophe hatten wir abgewendet, aber Verräter Gabriel Nowak verblieb in Freiheit. Ein unhaltbarer Zustand, dessen wir uns nun im zweiten Teil annehmen.

Raus aus dem Keller
Statt Logan Keller spielen wir diesmal den „Rainbow“-Veteranen Bishop. Dessen Abenteuer beginnt rund ein Jahr vor den Ereignissen aus dem ersten Teil, bringt die Vegas-Story aber im Laufe von rund acht Spielstunden zu ihrem Ende. Das Spielprinzip und die Grafik haben die Entwickler dabei praktisch gar nicht angefasst. Ersteres ist völlig okay, denn die Mischung aus Action und Taktik hatte „Vegas“ absolut hervorragend hinbekommen. Das liegt vor allem am sehr gut gelösten Deckungssystem, das einen während der Schießereien enorm flüssig in Deckung gehen und von dort aus zielen, schießen und beobachten lässt. Vergleicht man „Vegas 2“ hier mit Spielen wie „Kane & Lynch“ oder sogar „Gears of War“, zeigt sich umso deutlicher, was die Ubisoft-Entwickler hier vollbracht haben. ]Während andere Titel den Spieler nur störrisch in Deckung gehen lassen oder ihm nur an strikt vordefinierten Punkten erlauben, den Kopf einzuziehen, taugt in „Vegas 2“ jeder Mülleimer als Versteck. Nur an wenigen Stellen funktioniert die Erkennung nicht richtig oder macht das Leveldesign einem einen Strich durch die Rechnung.

Hauptsache eine gute Stellung
Die richtige Positionierung während der Kämpfe ist denn auch im zweiten Teil das wichtigste taktische Element. Zwar kann man seine Teamkameraden auch diesmal sehr unkompliziert umherdirigieren und sich so das Leben erleichtern.

Der Ausflug auf die Las Vegas Expo ist das Highlight unter den Leveln und trumpft mit irren Shootouts in origineller Umgebung auf.

Ein Muss ist das aber auch diesmal nicht. Ein einfacher Befehl zu folgen reicht, und die Mannschaft geht von allein ordentlich in Stellung. Was natürlich nichts daran ändert, dass es einfach cooler ist, einen Raum von zwei Seiten gleichzeitig zu stürmen und zu erleben, wie die eigenen Jungs die Terroristen durchsieben. Genervt werden hingegen diejenigen, die auf Teamarbeit pfeifen und alleine losziehen wollen. Immer wieder erreicht ihr nämlich Stellen im Level, an denen ihr ohne eure Kollegen nicht weiter kommt. Dann heißt es warten, bis die Herrschaften durch den gesäuberten Level angetrabt kommen, um eine Bombe zu entschärfen, einen Rechner zu hacken und so weiter. Alles in allem ist aber der Taktik-Teil nach wie vor sehr gut gelungen.

Echte „Rainbow Six“-Veteranen, die sich noch immer nach einer Rückkehr der Planungsphase sehnen, werden mich für diese Aussage zwar hassen. Aber auch wenn ich da ja im Grunde auf eurer Seite stehe, Brüder, von dem Gedanken können wir uns schlichtweg verabschieden. Willkommen in 2008!

Miss Deutschland 2006
Letzteres möchte man auch den Entwicklern zurufen, die an der Grafik nur wenig geschraubt haben. In Zeiten von „Crysis“ sieht „Vegas 2“ daher älter aus als es müsste. Hübsch ist es aber immer noch. Viel schwerer wiegt da eher die Ideenlosigkeit, unter der weite Teile des Spiels leiden. Nach einem originellen Einstieg auf einer Bergstation leiert „Vegas 2“ erst mal dürftige Variationen langweiliger Abschnitte aus dem Vorgänger herunter. Erst in der zweiten Spielhälfte wird die Lage besser, wenn ihr euch durch ein Penthouse und eine Villa schlagen dürft. Beide Level erinnern allerdings frappierend an die entsprechenden Level aus „Raven Shield“. Völlig neu und super ist allein der Spielabschnitt auf der Messe von Las Vegas. Auch wenn nie gesagt wird, welche Messe da gerade im Aufbau war, als sie von Terroristen besetzt wurde, sieht es frappierend nach der Consumer Electronics Show, kurz CES aus. Bevor die E3 um die Jahrtausendwende zur wichtigsten Veranstaltung der Spieleindustrie aufstieg, lieferte sie sich einen jährlichen Wettstreit mit der CES. Zwischen neuen Fernsehgeräten und Werbung für „Far Cry 2“ ertappt man auf dem Messegelände sogar Terroristen, die sich darüber unterhalten, wie viel Geld mittlerweile mit Computerspielen verdient wird. Sehr cool!

In den Rücken gefallen
Wie gehabt lässt sich das Spiel nicht nur alleine angehen, sondern auch im Koop-Modus. Während die Story-Kampagne nur zwei Spieler zulässt, könnt ihr mit bis zu vier Teilnehmern zur Terroristenjagd auf den rund zwei Dutzend Mehrspielerkarten aufbrechen.

Viel zu oft rennt ihr in der ersten Spielhälfte durch Fabrikhallen wie diese oder graue Betonkeller.

Der Koop-Modus ist dabei eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits macht das Spiel zu Mehreren erheblich mehr Spaß. Das Teamwork und die tollen Shootouts, die sich ergeben, sind nach wie vor großartig. Allerdings nervt „Vegas 2“ noch mehr als sein Vorgänger mit entsetzlich gescripteten Szenen. Das führt dazu, dass viele taktische Möglichkeiten schlicht vom Spiel selbst vereitelt werden. Scharfschützen zum Beispiel müssen immer erst ihr Team als Lockvögel vorschicken, da die entsprechenden Computergegner im Spiel erst dann erscheinen, wenn das Team eine unsichtbare Grenze im Level passiert hat. Teilweise ploppen Terroristen sogar direkt vor oder hinter euch ins Geschehen, und scheinbar leere Räume spucken plötzlich reihenweise Feinde aus. Das ist nicht nur richtig mieses Spieldesign, es frustriert mitunter auch bis kurz vor die „Faust in Monitor“-Grenze. Der Koop-Modus wird dadurch zwar nicht ganz unspielbar – mit guter Teamarbeit oder schnellen Reaktionen lassen sich fast alle noch so unfairen Situationen meistern –, trotzdem ist es extrem schade, dass der an sich so gute Modus hierdurch verschweinigelt wird. Übrig bleiben aber dennoch die sehr guten Modi, in denen man gegeneinander spielt. „Attack & Defend“ ist hiervon noch immer der attraktivste und spannendste Modus. Die Karten im Mehrspieler-Modus sind dabei eine Mixtur aus bereits bekannten Maps wie „Presidio“, „Streets“ und „Killhouse“ und modifizierten Karten aus den Einzelspieler-Modi von „Vegas 1+2“. „Villa“ erinnert dabei stark an die entsprechende Map aus „Raven Shield“, „Oil Rafinery“ ist hingegen eine waschechte Neuauflage des Anfangslevels aus dem dritten Teil der Serie.

Es hätte alles so schön sein können!
Alles in allem macht „Rainbow Six Vegas 2“ somit einen guten Eindruck, verspielt aber massig Credits durch unnötige Schlampereien und endloses Recycling in der Level-Gestaltung. Trotz alldem ist es ein gutes bis sehr gutes Spiel. Das neue Punktesystem, das albernerweise für die deutsche Fassung geschnitten werden muss, ist bedeutend zugänglicher und motivierender als im Vorgänger – vergleichbar mit dem Punktesystem von „Call of Duty 4“. Dafür, dass hier aber im Grunde nur eine sehr umfangreiche Spielerweiterung aufgekocht wurde, ist das Gebotene nicht das, was man nach dem exzellenten ersten Teil erwarten durfte. Wir hoffen auf Änderungen in letzter Minute, bevor das Spiel hierzulande startet. Da aber die Konsolenfassungen weltweit schon im Laden stehen und Ubisoft die PC-Fassung bisher nicht gerade in den Vordergrund gestellt hat, stehen die Chancen nicht allzu gut.