- Rainbow Six: Raven Shield
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- Publisher: Ubisoft
- Entwickler: Ubisoft
- Genre: Taktik-Shooter
- Release: unbekannt
Allianz gegen den Terror
22.01.2003 |
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Autor: André
Auf ein Neues. Aktueller denn je zieht ihr zum dritten Mal gegen bösartige Terroristen zu Felde. Auf der Spur des mysteriösen Industriellen Mr. Gospic beendet ihr zahlreiche Geiselnahmen und pustet dutzenden finsterer Gestalten das Licht aus. Auch wenn die Zusammenhänge zunächst unklar bleiben, so sind doch alle Einsätze Teil eines großen Ganzen. Die Story wird euch von drei Berater vermittelt, die auch Tipps zum kommenden Einsatz bereit haben. Interessant ist die Handlung, spannend jedoch nicht. Macht nichts, denn umso spannender gibt sich das Gameplay. Vor jedem Level könnt ihr wie gewohnt bestimmen, wie viele Spezialisten am Einsatz teilnehmen und mit welcher Ausrüstung.
Mit Kanonen auf Raben
Der mit über 50 Knarren gut gefüllte „Rainbow Six“-Waffenschrank sorgt dafür, dass ihr stets das passende Gerät im Anschlag habt.
Sechs. Setzen.
Die in der Unreal-Technologie enthaltene Physik-Engine namens 'Karma' sorgt dafür, dass getroffene Gegner lebensnah zusammensacken.
Ist euer Wunschteam bereit, geht es an die Einsatzplanung. Diese ist im Vergleich zu den Vorgängertiteln nochmals komfortabler geworden und bietet jetzt eine zuschaltbare 3D-Ansicht des Levels. In dem kleinen Fenster seht ihr den genauen Weg, den euer Trupp zurücklegen wird. Das extrem nützliche Feature macht die Planung genauer denn je und lässt euch dabei die Umgebung vorab erkunden. Dennoch: Nach wie vor ist diese Planung eine diffizile Angelegenheit, mit der man eine Menge Zeit zubringen kann. Das Erfolgserlebnis, wenn dann alles klappt, entschädigt dafür jedoch vollkommen. Für alle, die lieber gleich zur Tat schreiten, wurden aber auch dieses Mal Standardpläne mitgeliefert. Im Spiel muss dann nur noch im richtigen Moment der Befehl zum Losschlagen gegeben werden. Doch Vorsicht: Von jeher für Fortgeschrittene gedacht, ist auch der dritte „Rainbow Six“-Teil eine harte Nuss. Die Gegner sind clever in den Leveln verteilt und schießen aus allen Rohren.
Nur wenige Treffer, und ihr löst euer Ticket für ein Staatsbegräbnis erster Klasse. Noch schwieriger als euer eigenes Leben zu schützen ist es jedoch, das der zahlreichen Geiseln zu erhalten. Von denen gibt es fast in jeder der ohnehin nicht allzu abwechslungsreichen Missionen mindestens eine zu retten.
Grüß mir die Sonne
Am späten Nachmittag geht es in einer Villa auf Terroristenjagd. Leider hat man nur selten Zeit, die schönen Gegenlichteffekte zu bewundern.
Das Schema ist dabei immer das gleiche: Neben der Geisel steht ein Terrorist, die Waffe im Anschlag. Weht auch nur der Hauch eures Aftershaves um die Ecke, drückt er ab. Mit dem Tod der Geisel heißt es für euch: Neustart. In einem Spiel, das kein Abspeichern während der Missionen zulässt, auf Dauer wahrlich keine Freude. Vorsichtiges, planvolles Vorgehen ist daher erste Spielerpflicht. Nicht zuletzt gilt es außerdem ein Händchen für die eigene Mannschaft zu entwickeln. Je nach Einsatz traben zwei bis drei weitere Agenten hinter euch her. Auf Befehl öffnen sie für euch Türen, stürmen voran oder warten artig an einer bestimmten Stelle. Nur vor gar zu schnellem Voranspurten in verwinkelten Gängen solltet ihr absehen. Dann kommt die Wegfindung der Kollegen nämlich nicht mehr hinterher und ihr steht auf einmal allein vor den Gewehrläufen der Terroristen.
Klassik und Kalaschnikov
Eher staunend steht der Spieler zuweilen vor der hübschen Grafik des Spiels. Zwar holt „Raven Shield“ nicht das Letzte aus der aktuellen „Unreal“-Engine heraus, bietet dafür aber detailreiche Locations, sehr gute Spielermodelle und mitunter tolle Atmosphäre. Das Highlight in unserer Betaversion war dabei die Erstürmung einer Villa. Während im Hintergrund „Ave Maria“ durch die Räume hallt, schleicht ihr zwischen Sofa und Kleiderständer durchs Wohnzimmer. Vorbei an riesigen Panoramafenstern, durch die eine versinkende Abendsonne das Haus flutet, bis hinaus an den Swimmingpool jagt ihr eure Gegner. Die durchweg gelungenen Soundeffekte der Waffen tun ein übriges, diese Mission zu einem einmaligen Erlebnis zu machen. Alles in allem sieht „Raven Shield“ klasse aus und verspricht ein würdiger dritter Teil zu werden. Wir warten gespannt auf die fertige Version.



