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Ich geb mir die Kugel!

27.02.2008 | Playstation 2 | Autor: Olaf

Was erwartet ihr von einem Rollenspiel? Eine epochale Hintergrundgeschichte, gewitzte Helden und rundenbasierte Kämpfe. So sieht zumindest der gängige RPG-Standard aus. „Final Fantasy“ und „Dragon Quest“ haben in den vergangenen Jahren gerade auf der Playstation 2 für Furore gesorgt, ohne dabei aber grundlegend etwas am Spielprinzip zu verändern.

„Puzzle Quest“ geht da ganz andere Wege. Denn wo ihr euch ansonsten in Rundenschlachten mit toll inszenierten Monstern und Dämonen herumschlagt, geht es in dem bunten Rollenspiel recht beschaulich zu. Statt mit Streitäxten, Breitschilden und Langschwertern bekämpft man das Böse hier im Stile von „Tetris“ oder „Bejeweled“ - Süchtig macht es aber trotzdem.

Dünne Story, dichtes Gameplay
Erwartet von „Puzzle Quest“ bitte keine Hochglanz-Zwischensequenzen, monumentale Grafiken oder eine packende Hintergrundgeschichte wie bei „Final Fantasy“ und Konsorten.

Eine originelle Story erwartet euch in „Puzzle Quest“ nicht. Trotzdem sorgt das Gameplay für reichlich Tiefgang. (Bild: PSP-Version)

Ganz im Gegenteil: Das RPG wirkt auf der ersten Blick recht spröde und äußerst unspektakulär. Die Story rund um den fiesen Bane, der das Fantasieland Etheria erobern möchte, gehört eher in die Standard-Abenteuer-Schublade – nicht aufregend, aber auch nicht so richtig nervig.

Die Dialoge werden dabei in kurzen Standbildsequenzen im netten Anime-Look erzählt. Immerhin wurden die Plaudereien ordentlich übersetzt: So wirken sie zumeist natürlich und nur selten ein wenig gestelzt. Wir gestalten zunächst unseren Helden nach eigenen Maßstäbe – Aussehen, Charakterklasse und was sonst noch alles für eine zünftige Aventuire dazugehört. Schade nur, dass man lediglich aus vier verschiedenen Figuren (Druide, Krieger, Ritter, Magier) auswählt.

Der Mix aus Rollenspiel und Rätselspaß ist genial. Unzählige Möglichkeiten sorgen für lang anhaltende Motivation. (Bild: PSP-Version)

Anschließend blickt ihr auf eine Karte von Etheria, mitsamt kleinen Schlösser und Häuschen. Mit Hilfe des Digitalkreuzes könnt ihr die einzelnen Orte anlaufen. Unser erstes Ziel ist eine Burg! Hier angelangt, bekommen wir die ersten kleineren Aufträge und machen uns mit dem Kampfsystem vertraut. Das Prinzip hinter „Puzzle Quest“ ist eigentlich denkbar simpel und ist eine Mischung aus „Tetris“ und „Vier-Gewinnt“. Auf einem acht mal acht Felder großen Spielbrett könnt ihr in jedem Zug zwei Kugeln miteinander tauschen. Ziel ist es drei gleiche Symbole in einer Reihe zu sortieren. Alles in allem gibt es vier verschiedene Kugelfarben, Totenköpfe, Münzen, Joker und noch so einige Icons mehr. Ihre Auswirkungen sind ebenso vielfältig: Drei Golddublonen nebeneinander sorgen für einen warmen Geldregen, drei blaue Bälle für Mana. Vierfarbige Joker übernehmen die Farbe ihrer Nachbarsymbole. Gelingt es euch eine Viererreihe aufzubauen dürft ihr gleich noch einmal.

Totenschädel sind dabei so etwas wie Angriffskarten. Denn Ziel es natürlich, eurem Gegenüber – meist Spinnen, Soldaten, Drachen oder anderen klischeehaften Fantasyfiguren – sämtlicher Lebenspunkte zu berauben. Packt ihr drei Schädel nebeneinander, verpasst ihr eurem Gegner einen deftigen Energiestoß.

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