- Prince of Persia
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- Publisher: Ubisoft
- Entwickler: Ubisoft
- Genre: Action-Adventure
- Release: 05.12.2008
Traumpaar mit grünem Daumen
15.12.2008 |
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Autor: Nils Ehring
Schwarz und Weiß, Dunkelheit und Licht. Begriffe, die seit Jahrtausenden das Gute und das Böse in Mythen, Märchen und Legenden umschreiben. Und natürlich in der Spielewelt. Ständig muss man den Globus vor einem finsteren Schurken retten. Begriffe wie Dark oder Black tauchen nahezu in jedem Titel irgendwo auf. Der Spieler übernimmt fast immer die Rolle des Heils- und Lichtbringers. Das ist auch beim neuen „Prince of Persia“ der Fall. Doch diesmal zieht der persische Adlige nicht allein in den Kampf, denn an seiner Seite steht die bezaubernde Elika. Ob die Dame neben ihrem Aussehen noch mehr zu bieten hat und wie der Cel-Shading-Look dem neuen „Prince“-Abenteuer steht, haben wir bei unserem Test herausgefunden.
Der weibliche Sidekick betritt bereits zu Beginn des Spiels die Szenerie und weicht von da an nur noch höchst selten von der Seite des Kletter-Akrobaten. Dieser trifft eher per Zufall auf seine neue Herzensdame und beschützt sie vor einigen finster dreinblickenden Kerlen, die ihr Vater auf sie gehetzt hat. Das neue Traumpaar gelangt bei seiner Flucht in einen Tempel, in dessen Zentrum der sagenumwobene Baum des Lebens steht. Bei einer darauf folgenden Auseinandersetzung zwischen dem Prinzen und Elikas Erzeuger wird der böse Gott Ahriman aus dem kahlen Gewächs befreit. Als wäre das noch nicht genug, wird auch noch die gesamte Tempelanlage von einer schleimigen Substanz überzogen. Das passt der Zauberin Elika nicht so recht ins Fengshui-Konzept, weshalb der Prinz ihr dabei helfen muss, das Land vom hässlichen Sekret und dem grimmigen Gott zu befreien.
Soziologen würden die Partnerschaft der beiden wohl als Nutznießer-Beziehung bezeichnen. Denn jeder Partner macht sich die Fähigkeiten des anderen zu Nutze.
Passende Optik
Der neue Comic-Look ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, passt allerdings perfekt zum Orient-Ambiente des Titels.
Der junge Parkour-Sportler bringt die nötige Muskelkraft für halsbrecherische Klettereinlagen und Schwertkämpfe mit. Die zierliche Araberin liefert die Zauberkraft, um den Blaublütigen aus dem Schlammassel zu ziehen und das verdorbene Land wieder mit Blüten zu überziehen.
Außerdem steht sie ihm mit Rat und Tat in den Gefechten zur Seite. Durch einen Abschnitt nach dem anderen dirigiert der Spieler dieses heroische Gespann und verwandelt die schleimige Welt in blühende Landschaften. Ausgangspunkt des Abenteuers ist zu Beginn der Tempeleingang. Von dort aus gelangt ihr in die von der Dunkelheit verpesteten Gebiete. Dort klettert, krabbelt und kämpft der Spieler sich durch bis zum so genannten fruchtbaren Gebiet, wo ihr zumeist einen Endboss bezwingen müsst, bevor Elika die Gegend in einen romantischen Landstrich verzaubert.
Frauenpower
Elika hilft dem Prinzen, wo sie kann. Der Spieler kann die Dame per Knopfdruck sogar mit in den Kampf einbeziehen.
Dann tauchen prompt Lichtkeime auf, fluoreszierende Kugeln, die ihr einsammeln solltet, um im Spiel voran zu kommen. Denn mit einer bestimmten Anzahl der Samen schaltet ihr neue erkundbare Bereiche in der Tempelanlage frei und aktiviert Kraftplatten, mit denen das Traumpaar weitere Gebiete erreicht. Mit dem Einsammeln der Lichtkeime ist ein eintöniges Backtracking verbunden, welches das Spiel künstlich in die Länge zieht. Immer wieder muss man zurück durch den gerade gemeisterten Abschnitt hüpfen, um an die wertvollen Kugeln zu gelangen.
No Game Over
All diese Aktivitäten gehen locker flockig von der Hand. Der Prinz reagiert rasant auf jeden Tastendruck, hüpft von einer Plattform zur nächsten, hangelt sich mit Elika im Schlepptau an schmalen Vorsprüngen entlang, krabbelt wie ein Affe an Decken und gleitet mit seinem neuen Krallenhandschuh Wände runter.
Ist die Distanz zwischen zwei Plattformen zu groß, ruft ihr einfach per Knopfdruck die Zauberin herbei, die den Prinzen mitten in der Luft an die Hand nimmt wie ein Schulkind und zum nächsten Vorsprung schleudert. Im späteren Verlauf des Spiels wird die Rolle der holden Maid immer bedeutender, denn nur dank ihrer Fähigkeiten gelangt der Prinz an schwer erreichbare Orte. Ihr schaltet nämlich Schritt für Schritt neue Kraftplatten frei, von denen aus Elika den Helden auf unterschiedliche Weisen in neue Höhen katapultiert. Von grünen Platten stößt sie ihn zum Beispiel Wände und Decken entlang. Dann muss der Spieler den Akrobaten in „Sonic“-Manier an zahlreichen Hindernissen vorbei manövrieren. Von anderen Kraftplatten aus fliegt das agile Doppelpack später sogar von einem Punkt zum nächsten.



