Von Koch Media trudelte heute eine etwas merkwürdige Meldung in unsere Redaktion. Darin droht der Hersteller all jenen mit einer Strafanzeige, die irgendwo behaupten, das Spiel sei absturzgefährdet oder fehlerhaft. Denn, so schreibt der Hersteller, wer so was behauptet kann nur eine Raubkopie spielen. Die legale Verkaufsversion von „Perry Rhodan“ sei auf jeden Fall fehlerfrei.
Nun mag Koch Media damit Recht haben, dass viele der Beschwerdeführer in Wirklichkeit eine mangelhafte Version aus den P2P-Netzwerken spielen. Oder aber eben auch nicht. Denn bei Computerspielen von „fehlerfrei“ zu sprechen, dass lehrt uns die Erfahrung, ist ein gewagter Satz. Dass nicht auch „Perry Rhodan“ auf einer der Millionen von verschiedenen Kombinationen von Hardware, Software und ohne Wissen des Benutzers installierten Progrämmchen einfach mal abstürzen kann, erscheint zumindest unwahrscheinlich. Insofern ist die Drohung ein zweischneidiges Schwert. Zwar ist es nur fair, dass es sich Koch verbittet, dass die Trottel die sich eine fehlerhafte Version erschlichen haben, jetzt auch noch das Spiel schlecht reden. Umgekehrt wäre es aber von Koch ziemlich dreist, seinen ehrlichen Kunden, die eben doch ein Problem mit dem Spiel haben einen solchen Maulkorb zu verpassen.
Am Ende der Meldung wird es dann auch schon wieder etwas weniger definitiv. „Probleme bei einer legal erstandenen Version sind derzeit nicht bekannt“, heißt es da. Und das wird wohl auch so bleiben, wenn jeder, der ein solches Problem anmelden möchte, geistig schon die Abmahnung im Briefkasten sieht.



