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Artikelbewertung: (Bewerten weiter unten)

Sind alle guten Dinge drei ?

15.10.2001 | PC | Autor: Zafiris

Ersteindruck:
75 - 84%
Selbst gespielt:
Nein

Zweifelsohne ist Imperium Galactica 3 für viele ein neues Kultspiel, selbst für Leute die keine große Affinität zu Weltraumschlachten vorweisen können, werden doch überrascht sein was IG3 so alles aus der Grafikkarte herausholt. Besonders Licht- und Schatteneffekte fallen sehr positiv auf, und stellen das doch sehr betagte Homeworld auf's Abstellgleis. Bei der einen oder anderen Explosion bekommt man vom Monitor eine exzellente Bräune verpasst, und kann sich den Weg zum Solarium somit sparen. Über die Story im Spiel lässt sich leider nicht viel sagen, da man sich da noch schwer bedeckt hält. Bekannt ist lediglich das Mutter Erde mal wieder in Gefahr ist, und wer - außer man selbst - ist schon in der Lage, diese Bedrohung abzuwenden ? Hier stört ein wenig die Tatsache, das man lediglich das Jahr 2100 schreibt. Entweder ist die Entwicklung an mir vorbeigezogen, oder das Spiel bedient sich nicht so ganz der Realität . Sieht man jedoch davon ab, könnten die 10 Missionen sowie weitere 25 Zufallsaufträge eine lange Unterhaltung garantieren. Laut CDV bietet IG3 immerhin 6 parallele Storylines neben (!) der Hauptstory. So lohnt sich sicherlich auch ein wiederholtes Durchspielen und die Suche nach versteckten Details. Für die Langzeitmotivation ist damit gesorgt, jedoch nicht in dem Maße, wie man es sich wünschen würde: leider müssen wir auf einen Multiplayerpart komplett verzichten.

Prachtvoll
Bei den Effekten hat sich Philos viel Mühe gegeben: Explosionen erhellen den dunklen Weltraum, während im Hintergrund ein Schiff im Lasergewitter zerfetzt wird.


Wenn man bedenkt, dass IG3 im Grunde ein Echtzeitstrategiespiel ist, in dem man selbst die Zeit stoppen kann oder gar muss, um taktische Kommandos effektiver an seine Einheiten zu verteilen, wird schnell klar, das so etwas in einer Mehrspielerrunde nicht gut funktionieren würde. Um dennoch lohnenswert zu bleiben, vertieft sich IG3 ungemein ins Singleplayer-Gameplay: ein nennenswerter Part wäre da z.B. die Forschung, um Einheiten immer effektiver auszustatten.

Ebenso – und passend dazu – gehört auch das modulare Zusammenstellen von Einheiten, welche dem Spiel nicht nur ein komplexeres Grundgerüst spendieren, sondern auch die taktischen Möglichkeiten um ein vielfaches erweitern. Um weiterhin den Überblick zu bewahren sollen auch einige intelligente Assistenten unseren Eroberungsdrang unterstützen. Aber auch in der Forschung sowie der Herstellung von Einheiten werden sie zum Einsatz kommen, um dem Spieler ein wenig zur Hand zu gehen. Sehr Interessant dürften auch die Waffensysteme werden, welche mit imposantem Getöse größere und kleine Schiffe in ihre Einzelteile zerlegen. Immerhin werden hier rund 50 Wummen zur Auswahl stehen. Zu zerstören wird es sicherlich auch viel geben - Philos Laboratories nennt vorab eine Anzahl von rund 30 Feindesraumschiffen, wobei die eigenen Prachtstücke schon alleine wegen ihrer Modularität weit aus vielfältiger ausfallen dürften. Philos spricht weiterhin von sechs verschiedenen Alienrassen, welche jeweils von verschiedenen CPU-KI’s gesteuert werden.

Feindesschar
Rund 30 Gegnerschiffe soll die finale Version unter den 6 Alienrassen aufteilen. In der Beta machten die Kollegen vor allem in Sachen KI Eindruck.

Alles in allem mangelt es also kaum an Auswahl und Möglichkeiten, was wieder für die besagte Langzeitmotivationskurve spricht. Als geplanter Erscheinungstermin 3 war zuerst das 4. Quartal 2001 anvisiert. Dieser Termin wurde jedoch schnell verforfen und auf 2002 datiert. Nun spricht man vom 1.Quartal 2002. Um Fans der Serie jedoch ein wenig zu trösten, sei noch erwähnt, das momentan der 15.Januar 2002 - wenn auch nicht offiziell - kommuniziert wird. Verständlich sind die Verzögerungen jedoch schon, da die Preview-Beta weit nicht die volle Pracht des Spieles bieten konnte. Wie es scheint, wird mindestens noch an der Steuerung sowie an den Missionen ordentlich gewerkelt, von daher lässt sich diesbezüglich noch nicht viel aussagen. Wenn diese Bereiche jedoch nur halb so gut gelingen, wie die schmucke Optik, können wir uns tatsächlich auf die erfolgreiche Neugeburt eines Klassikers freuen. Die Beta verspricht viel und macht schon mal sehr neugierig - Vorabeindruck "Gut" ist daher voll und ganz verdient.