- Nexus - The Jupiter Incident
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- Publisher: HD Interactive
- Entwickler: Most Wanted Entertainment
- Genre: Echtzeitstrategie
- Release: unbekannt
Master & Commander
13.07.2004 |
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Autor: André
Dereinst vor ein paar Jahren dachte sich der ungarische Entwickler Mithis: „Hey, wir entwickeln ein Spiel, das hat was mit Weltraum zu tun. Kaufen wir doch die „Imperium Galactica“-Lizenz! Gesagt, getan. Als nächstes suchte man einen Publisher für das Spiel. Fündig wurde man in Deutschland, bei CDV. Denen gefiel aber die Richtung, in die sich das Spiel bewegte, nicht so richtig. Die „Imperium Galactica“-Reihe legte ihren Schwerpunkt nämlich eher auf die Erforschung fremder Welten, während das Mithis Projekt sich immer mehr zu einer taktischen Simulation entwickelte. Als dann bei CDV auch noch das Geld ein wenig klamm wurde, schoss man das Projekt auf den Mond. So viel Weltraum hatte man sich bei Mithis dann doch nicht gewünscht. Zu ihrem Glück fand aber der holländische Publisher HD Interactive Gefallen an dem Spiel. Die „Imperium Galactica“-Lizenz lies man beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrennen und nannte das Spiel nun „Nexus – The Jupiter Incident“. Besagten Titel konnten wir nun erstmals anspielen. Auch wenn „Nexus“ zunächst dem Spiel „Homeworld“ frappierend ähnlich sieht, ist das Ganze eine Geschichte für sich.
Weniger ist mehr
Wo Relics „Homeworld“ ein frei schwebendes Echtzeit-Strategiespiel im Weltraum war, verschreibt sich „Nexus“ ganz der Simulation des Raumkampfes zwischen Flottenverbänden. Kein Ressourcensammeln, kein Einheiten bauen – dafür aber basteln an den Schiffskonfigurationen und taktische Winkelzüge en masse. Damit das Spiel nicht zu trockener Taktikkost verkommt, soll eine spannende Story durch die 26 Missionen führen. Nachdem der Funkkontakt zur Erde abgerissen ist und hinter dem Mond ein merkwürdiges, sphärenförmiges Raumschiff auftaucht, riecht es nach Ärger.
Schilde hoch!
Netter Effekt: Bei Treffern leuchten die Schutzschilde auf. Außerdem zu sehen, das Interface. Auf der linken Seite sind alle Schiffe des Spielers, rechts die Gegner.
Die Mechanoiden, eine ebenso hoch entwickelte wie kriegerische Lebensform sind auf Eroberungstour unterwegs. Natürlich fällt es dem Spieler zu, sich der Bedrohung anzunehmen. Zu Beginn befindet sich nur ein Schiff unter eurem Kommando. Der Raumkreuzer „Stiletto“ verfügt über ein kleines Kampfgeschwader von drei Jägern. Außerdem sind etliche Geschütze auf das massive Schiff montiert. Besonders interessant sind die beiden sogenannten „Breaching Pods“. Mit diesen Raumsonden könnt ihr treibende Fracht untersuchen und gar ganze Raumschiffe kapern.
Dazu müsst ihr sie meist aber erst sturmreif schießen. Mittels dreizehn unterschiedlicher Kommandos, die bis auf eines bequem auf die F-Tasten verteilt wurden, befehligt ihr das Schiff. Allein vier verschiedene Angriffsarten zählen dazu. So könnt ihr beispielsweise dem Schild des Gegners Energie entziehen. Oder aber ihr versucht direkt die Außenhülle zu zerstören. Gelingt euch dies, ist euer Widersacher nur noch Weltraumschrott - das lohnt allein schon wegen der spektakulären Explosionen. Die müsst ihr euch mitunter aber hart verdienen. Schiffe mit starken Schildgeneratoren laden zum Beispiel ihren elektrischen Schutzwall zu schnell wieder auf. Da hilft es mitunter auch nicht mehr, wenn ihr bei der einstellbaren Energieverteilung eures Kreuzers mehr Saft auf die Laser gebt.
Unendliche Weiten
Der Weltraum ist nicht gerade dafür bekannt das an jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit aufgestellt wurde. Dennoch bemüht sich das Spiel um Abwechslung.
Stattdessen müsst ihr den Gegner scannen. Erst dadurch werden einzelne Komponenten wie der Schildgenerator identifiziert, die ihr danach gezielt zerstören könnt. Der Haken an der Sache: Zum Scannen müsst ihr euer eigenes Schild kurzzeitig deaktivieren. Später, wenn ihr mehr als ein Schiff kommandiert, kommen auch Formationen ins Spiel. Mittels geschickter Kombination von Waffengattungen könnt ihr so richtig die Sau rauslassen. Es soll sogar möglich sein, in der Formation die Laser euerer Raumschiffe zu einem einzigen Schuss zu bündeln – der Todesstern lässt grüßen. Damit das Ganze nicht zu hektisch wird, lässt sich das Spiel jederzeit pausieren. Dann könnt ihr in Ruhe eure Order erteilen und weiter geht’s. Nach erfolgreichem Abschluss eurer Missionen könnt ihr unter anderem die Fähigkeiten des Kapitäns verbessern. Auch die Mannschaft der Raumschiffe gewinnt mit der Zeit an Erfahrung. Obendrauf gibt’s auch noch Geld, dass ihr in die Ausrüstung stecken könnt. Wer in der vorangehenden Mission nicht nur die Hauptaufgabe sondern auch Nebenziele erfüllt hat, bekommt ein paar Scheinchen extra aufs Konto. Technisch sieht „Nexus“ für ein Spiel seiner Gattung gut aus. Die Raumschiffe sind detailliert – beim Starten der Raumgleiter könnt ihr gar das Öffnen der Hangartore beobachten – und die Texturen ordentlich. Grafikfetischisten müssen die Kerzen auf ihrem „Far Cry“-Altar jedoch nicht umgruppieren. Nachdem unser erstes Probespiel recht vielversprechend ausgefallen ist, warten wir gespannt auf die Veröffentlichung im Oktober. Besonders die nett inszenierten Missionen, die einfache Steuerung und die abwechslungsreichen Spielumgebungen vom Asteroidenfeld bis zu belagerten Planeten haben uns gefallen. Bis dahin sollen noch professionelle Sprecher hinzukommen und letztes Feintuning betrieben werden. Außerdem ist ein Mehrspielermodus geplant. Besonders schön daran: Ein kooperativer Spielmodus soll auch dabei sein.



