- Need for Speed Underground 2
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- Publisher: Electronic Arts
- Entwickler: Electronic Arts
- Genre: Rennspiel
- Release: 17.11.2004
Die Freiheit nehm’ ich mir
30.07.2004 |
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Autor: Gleb
Die „Need for Speed“-Serie verkauft sich seit Ihrer Geburt 1994 wie Geschnitten Brot. Doch „Underground“ (Krawall-Wertung: 86%) setzte im vergangenen Herbst die Sahnehaube auf: Über 500.000 verkaufte Exemplare in Deutschland, weltweit über fünf Millionen - neuer Rekord! Und da die von „The Fast and The Furios“ losgetretene Tuningwelle noch immer anhält, legt Electronic Arts im November eine Schippe drauf. Die Entwicklung von „Need for Speed Underground 2“ begann, als der erste Teil noch nicht mal im Handel stand.
Brooke, das Autoluder!
Augen auf im Straßenverkehr: Rechts ist die Echte, die gerne voll Motoröl am Wagen rumschrabt. Links die aus dem Spiel.
Dessen Grundgedanke von illegalen Straßenrennen in Großstädten hatte einen Haken: Irgendwie hat die gewöhnliche Metropole mehr als eine Hauptstraße mit drei Abkürzungen. Mehr Freiheit muss her, schließlich ist sie treibendes Verkaufsargument von Spielen wie „Grand Theft Auto“. Damit landet auch das Streckenkonzept auf dem Schrottplatz. Vielmehr gibt es nun fünf große, zusammenhängende Level mit insgesamt 200 Straßenkilometer. Unzählige Abkürzungen, Nebenstraßen und Tuningshops direkt am Fahrbandrand gaukeln nun tatsächlich eine frei befahrbare Metropole ohne vorgegebene Wege vor. Einen ähnlichen Ansatz hegte schon „Midnight Club 2“, jedoch in deutlich bescheideneren Dimensionen. Ebenso verabschiedet sich Entwickler EA Kanada vom Tuningmenü, dass durch Werkstätten direkt in der Spielewelt ersetzt wird. Das fordert den Erkundungsdrang, da nicht jeder der rund 20 Shops das beste Preis-/Leistungsverhältnis bieten wird. Während der Frei Schnauze-Odyssee bei Nacht trifft der Spieler auf rivalisierende Bleifüsse, mit denen ganz unbürokratisch an Ort und Stelle ein Rennen gefahren werden kann – ohne Rumgeklicke, ohne Startphase mit Countdown, sondern einfach nur so.
Das Preisgeld kann wieder in ein Sammelsurium lizenzierter Ersatzteile oder die eigene Garage investiert werden, wo – je nach Budget – durchaus ein Zweitwagen geparkt werden kann.
Einfach Hummer!
Drei neue, nicht näher benannte Spielmodi stehen auf der Featureliste. Auch für den bereits bekannten Karrieremodus hat sich EA etwas besonderes einfallen lassen: Brooke Burke - eine schnittige US-Moderatorin, die hierzulande keine Sau kennt – übernimmt die Rolle eines beratenden Boxenluders. Geplant ist sogar so etwas wie eine Story mit Charakteren, etwa wie in „DTM Race Driver“. „Ich bin ein absoluter Adrenalinjunkie und ein echter Autofreak“, so Burke in der Pressemitteilung. Genau, und ich bin Unterwäschemodell. Viel bodenständiger ist der Fuhrpark: Zu den zwanzig Boliden des Vorgängers gesellen sich etwa zehn neue dazu, u.a. der aus Filmen wie „Bad Boys 2“ bekannte Hummer-Jeep. Fest steht, dass es aus lizenztechnischen Gründen weiterhin kein ernstzunehmendes Schadensmodell gibt. Dem Spielspass hat das aber schon bei „Underground“ keinen Abbruch getan. Obwohl die aktuellen Screenshots grafisch keine Quantensprünge versprechen, wird die Grafikengine ein Stück aufgemotzt.
Nachtaktiv
In der Dunkelheit verstecken muss sich die Grafik sicherlich nicht. Dennoch gibt es wieder nur Nachtrennen.
Im Klartext: Noch mehr Neonlichter und reflektierende Pfützen für ein ausgiebiges Geschwindigkeitsgefühl wie auf einer Überdosis LSD. Das Aufmotzen des Autos wollen die Entwickler noch detailgetreurer visualisieren, so dass man jedes teuer bezahlte Einzelteil auch wirklich erkennen kann. Nun, was will man mehr als Rennspieler? Wohl nur Urlaub, einen schnellen Rechner und einen Sprung in den November. Vorab wird der Titel auf der Games Convention 2004 in Leipzig zu sehen sein.



