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Reif für die Insel?

15.02.2008 | Xbox 360 Playstation 3 | Autor: Olaf

Ersteindruck:
75 - 84%
Selbst gespielt:
Nein

Serien und Videospiele? Das passt meistens nicht richtig zusammen. Wir erinnern uns an ein grausiges „Alias“ und viele eher mittelmäßige „Simpsons“-Adaptionen. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass mal ein gutes Spiel bei einer solchen Lizenzmauschelei herausspringt. Die Mystery-Serie „LOST“ gehört zu den erfolgreichsten Wochenshows der letzten Jahre. Mit einer packenden und undurchschaubaren Hintergrundgeschichte und tiefgründigen Charakteren fesselte die Reihe jede Woche Millionen Zuschauer vor den Fernseher. Glücklicherweise mussten wir nicht gleich auf einer abgelegenen Südseeinsel notwassern, um das bereits vor 18 Monaten angekündigte Videospiel zu „LOST“ anzuzocken.

2004 startete „Lost“ erstmals im US-Fernsehen. Knapp vier Jahre später folgt nun die Versoftung.

Bei einer ausgiebigen Spielsession in Düsseldorf sammelten wir nicht nur jede Menge Kokosnüsse, sondern auch einige erste Eindrücke.

Abgestürzt und ahnungslos
Das Spiel beginnt mysteriös und actionreich wie die Pilotfolgen der Serie. Wir stürzen mit dem berüchtigten Flug 815 irgendwo über dem offenen Meer ab. Mitsamt unserem Kabinenplatz werden wir mitten in den Dschungel geschleudert.

Als unsere Spielfigur zu sich kommt, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Weder an die Vorkommnisse an Bord des Katastrophenflugs, noch an seine eigene Identität. Wir wandern also kurz umher, schauen uns einige Wrackteile an und freuen uns, dass wir mit heiler Haut gelandet sind. Andere Passagiere hatten weniger Glück: Als wir die engen Dschungelpfade entlang schleichen, treffen wir auf einen riesigen Baum, in dessen Ästen ein toter Fluggast hängt – gruselig.

In der Rolle des Fotografen Elliott durchkämmt ihr die einsame Insel. In der Serie trat der Spielcharakter nicht in Erscheinung.

Unseren Überlebenden verfolgen schon jetzt erste Flashbacks. So taucht plötzlich eine blonde Frau vor uns auf. Doch als wir uns ihr nähern, verschwindet sie.

Schließlich treffen wir auf den ersten echten Menschen: Kate Austen. Doch sie reagiert eher abweisend, bis ein weiterer Flashback einsetzt. Wir befinden uns wieder im Flugzeug und beobachten, wie Kate in Handschellen zu ihrem Platz geführt wird. Kurz bevor sie sich setzt, bekommt sie von der Flugbegleiterin eine Wasserflasche ausgehändigt. Damit haben wir das erste Teil unseres Puzzles entdeckt: Wir übernehmen jetzt erneut die Kontrolle. Unsere Spielfigur blickt durch eine Kamera. Unsere Aufgabe ist es nun, ein Foto von der Szene zu schießen.

Mit den Schultertasten stellen wir das Bild scharf, zoomen rein und raus. Wir knipsen das Szenario und hören ein „Jetzt kann ich mich wieder dran erinnern“ von unserem Helden. Die Flashbacks bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Spielverlauf und bestimmen – ganz ähnlich wie in der Serie – das Geschehen. Es wird klar: Wir steuern den Fotografen Elliott, der offensichtlich allzu gerne Bilder von fremden Menschen schießt.

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