Die Initiativen Computerspieleberatung.de und Gamers against Rejection haben Gesprächsrunden ins Leben gerufen, die künftig die eSport-Turniere Intel Friday Night Games begleiten sollen. Thematisiert werden die so genannten „Killerspiele“, USK-Freigaben und geschnittene Spielversionen, um die Anliegen der Zocker weiter in die Öffentlichkeit zu rücken und schließlich Besucher und Eltern über die derzeitigen Jugendschutzreglungen aufzuklären Die erste fand letzten Freitag in Dresden statt und gestaltete sich laut den Veranstaltern als voller Erfolg.
Viele Besucher der Intel Friday Night Games hatten die Möglichkeit, mit Pädagogen und Jugendschutzexperten zu debattieren oder sich Fragen beantworten zu lassen. Danach soll schon mal Einigkeit darüber geherrscht haben, dass Spiele nicht zur Steigerung der Gewaltbereitschaft führen. Was die für den deutschen Markt oft geschnittenen Spielversionen betrifft, sah es etwas anders aus. Viele Zocker würden diese als Zensur empfinden, mit der auch Erwachsene bevormundet werden, entgegnet von dem Diplompädagogen Gerald Jörns:
„Zensur grenzt eine politische Meinungsfreiheit ein und unterdrückt die Menschenrechte. Es kann nicht sein, dass Gamer diesen Begriff der Zensur mit ihrer Ansicht verwechseln.“ Zerstückelte Spielversionen seien nämlich eher auf „das Unvermögen der Programmierer“ zurückzuführen, die sich bei den Umsetzungen halt mehr Mühe geben sollten, wenn sie eine USK-18-Freigabe erhalten wollen.
So dürfte noch genug Stoff für die kommenden Gesprächsrunden übrig bleiben, die an den folgenden Orten und Terminen stattfinden sollen:
11.09.09 Bochum – Ruhrcongress
06.11.09 Offenbach – Stadthalle Intel
02.10.09 Berlin – Postbahnhof
16.10.09 Köln – Tanzbrunnen
23.10.09 Essen – Grugahalle
30.10.09 Hamburg – CCH
13.11.09 München – Tonhalle
15 – 12.12. – 13.12.09 Köln – Expo XXI



