Die Forderungen aus der Politik gewaltlastige Spiele einfach zu verbieten häufen sich, und viele Zocker wollen sich das samt der oft populistisch geführten Debatte nicht mehr bieten lassen. Direkt aus der Spielergemeinschaft stammt so die Initiative Gegen-Killerspiele-Verbot (GKV). Die wurde von einem Gaming-Clan ins Leben gerufen und soll über eine Petition die Aufmerksamkeit des Bundestages erlangen.
„Wir wollten einfach nicht mehr nur abwarten was passiert und versuchen mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, etwas zu bewirken. Was wir mit der Petition erreichen wollen ist, dass aufgehört wird, alle Spiele in eine Schublade zu stecken, ebenso die Spieler.“ erklärte uns gegenüber Jan Rösler, ein Initiator von GKV.
Schließlich fordern die Betreiber von den Politikern auch, jegliche Pläne für Verbote von Videospielen fallen zu lassen. Spiele seien Kunst und würden deshalb durch den Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt. Verbote kämen einer Zensur gleich.
Einen Freifahrtsschein für die Verbreitung von Gewaltinhalten soll es laut den Betreibern jedoch nicht geben, allerdings reichten die bisherigen Maßnahmen völlig aus: „Wir sind definitiv für Jugendschutz und dass Spiele, die einfach nur sinnloses Gemetzel beinhalten, auch indiziert werden sollen, so, wie es aktuell auch schon passiert.“
Auf der GKV-Website könnt ihr die Petition mit der Angabe eurer Daten selbst unterstützen. Die Betreiber seien zumindest zuversichtlich, dass genügend Stimmen zusammen kommen, damit der Aufruf über den Petitionsausschuss dem Bundestag vorgelegt wird. Und das, „um den Politikern die Augen zu öffnen“.



