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Klebriger Nektar

10.04.2008 | Playstation 3 | Autor: Frank

Ersteindruck:
75 - 84%
Selbst gespielt:
Nein

David Bloomfield, der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Mantel Global Industries, hat sich sicher einen besseren Start für seine Wunderdroge erhofft. Doch auf Befehl von Ubisoft und Free Radical Design wanderte das als Nektar bekannte Nova-Keto-Thyrazin noch mal für einige Monate ins Versuchslabor. Nachdem die Ausgewogenheit der Komponenten und das generelle Erscheinungsbild überarbeitet wurden, steht der Markteinführung jetzt aber nichts mehr im Wege. Als Beweis für den aktuellen Leistungsstand wurde uns eine kleine Probedosis zugespielt, die wir uns direkt reingejagt haben. Nach dem langen und bangen Warten auf „Haze“ trat jedoch schnell Ernüchterung ein, besonders da unser Einblick in das fast fertige Spiel stark begrenzt war. Über den Mulitplayer-Modus, bei dem man auf Seiten der Mantel Truppen oder Rebellen in die Schlacht ziehen darf, können wir noch keine Einschätzung abgeben, und die uns zur Verfügung gestellten Karten der Kampagne bringen kaum Licht in die Handlung.

Die wundersame Nektar-Droge hält fit. Eine Überdosis hingegen bewirkt, dass sich Teammitglieder untereinander über den Haufen knallen.

Ob der Krieg und die ethnischen Säuberungen in Südamerika die Spieler schockieren oder begeistern können, bleibt erst mal unklar. Genauso ungewiss ist noch, wie und wann wir als Jack Carpenter den Drogenentzug hinter uns bringen, um anschließend auf die Seite der Rebellen der „Promise Hand“ zu desertieren. Vergeuden wir also keine Zeit mit unklaren Hintergründen oder sonstigem Dunst, denn es gibt noch genug andere Stellen, an denen man ein Messer ansetzen kann.

Die Rebellen
Als abtrünniger Mantel-Trooper verzichtet man zwar auf die Wunderdroge und das soziale Sicherungsgefüge, welches der tyrannische Weltkonzern bietet, aber dafür bekommt man wenigstens eine Packung mit Kampfmessern in die Hand gedrückt. Wirklich motivierend ist dies auf den ersten Blick nicht, besonders wenn man mit dem Messer in der Hand auf einen ehemaligen Arbeitskollegen trifft, der ein vollautomatisches Sturmgewehr in den Pfoten hält.

Natürlich könnte man die Klinge im Nahkampf einsetzen, was für den Feind tödlich wäre. Doch wieso sollte man erst mühevoll zum Gegner hinlaufen, wenn man doch einen guten Wurfarm hat?

Als Jack Carpenter, Mitarbeiter des tyrannischen Mantel-Konzerns, geht es zunächst zur Rebellenjagd nach Südamerika.

Also zielen, werfen, Feind stirbt, Messer einsammeln und weiter! Da aber Mantel seine Soldaten immer auf einer hohen Drogendosis hält und die bienenähnlichen Kampfanzüge voller Nektar sind, dürfen wir den Feind auch mit seinen eigenen Waffen schlagen. Also schnell zurück zur Leiche und den Drogeninjektor einsammeln. Ein mit Nektar beschmiertes Kampfmesser kann nämlich eine ganze Feindtruppe auslöschen, wenn wir clever und taktisch vorgehen. Versetzen wir einem Trooper eine Überdosis, so verfärbt sich das neongelbe Gel in seinem Anzug rot und er kann nicht mehr Freund von Feind unterscheiden.

Im Drogenrausch schießt der ehemals loyale Soldat dann die eigenen Kameraden nieder, bevor er zuckend hinfällt und nach einem kurzen Todeskampf das Zeitliche segnet. Einen ähnlichen Effekt erzeugt eine mit Nektar präparierte Granate, doch in weiträumigen Arealen sorgt die künstliche Intelligenz oft für einen eindrucksvollen Rettungssprung, der den Feind vor der Gaswolke schützt. Notfalls klauen wir dem Feind eben halt sein Sturmgewehr, wobei das in jeder Waffe eingebaute Display uns über Munition und verbleibende Magazine informiert.

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