KOINS
Krawall
K-Play
K-Files
K-Foren
Kwiz
K-Syndicates Anstoss K-Syndicates
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
alles
nur PC
nur Konsolen
eigene Auswahl
Tipp: Du kannst unsere Inhalte nach deinen Wünschen filtern. Klicke dazu auf eine der Schaltflächen oder pass den Filter individuell an.
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
Achtung! Alle Inhalte zu nicht ausgewählten Plattformen werden dir nicht mehr angezeigt. Du kannst die Einstellung jederzeit ändern.
übernehmen
anpassen

Deine gewählten Einstellungen werden gespeichert...


Artikelbewertung: (Bewerten weiter unten)

Alles nur aus reiner Gier

04.11.2009 | PC | Autor: Nils Ehring

Ersteindruck:
68 - 77%
Selbst gespielt:
Ja selbst gespielt

Na, wer von euch kennt noch „Star Quest“? Nein, wir meinen nicht „Starcraft“. Wir reden hier von einem guten alten Brettspiel. „Hä, ein Spiel auf einem Brett, wo gibt es denn so was? Da kann man ja überhaupt keine Tastatur anschließen“, dürften einige geneigte Leser da zurückfragen. Bevor wir uns an dieser Stelle noch weiter in Erklärungen verheddern, kommen wir doch lieber zur Sache: „Star Quest“ war eine Science-Fiction-Version des erfolgreichen Fantasy-Brettspiels „Hero Quest“ – nur schlechter. Halt so wie bei Chris Taylors „Space Siege“, der mieseren Variante von „Dungeon Siege“. Deutlich besser will es nun der deutsche Publisher Headup Games mit seinem von ClockStone („Avencast“) entwickelten Sci-Fi-Titel „Greed: Black Border“ machen.

Wir durften schon vor dem bald anstehenden Release in die Tiefen des Weltraums eintauchen und das Action-Rollenspiel unter die Lupe nehmen. Von der Story des Spiels bekamen wir nichts zu Gesicht. Derzeit wird nämlich noch an den Zwischensequenzen und den Dialogen gefeilt. Dafür erzählte uns Dieter Schoeller, Managing Director von Headup Games, etwas zum Hintergrund der Geschichte: In weit entfernter Zukunft besiedeln die Menschen zahlreiche Planeten in den Galaxien.

Mit der Entdeckung eines neuen Rohstoffs namens Ikarium kommt eine Art Goldrausch auf, der die Gier in den Siedlern weckt und Konflikte heraufbeschwört. Ihr seid mittendrin in diesem Kuddelmuddel und erlebt zahlreiche Abenteuer.

Im ersten Akt macht ihr nicht nur Bekanntschaft mit Robotern, sondern auch mit der untoten Besatzung des Raumschiffs.

„Greed“ ist in drei Akte unterteilt, in deren Verlauf man scheinbar verlassene Raumschiffe untersucht, Wüstenplaneten sowie Tempelanlagen erkundet und die Heimat einer Alienrasse erforscht. Diese Strapazen kann man entweder allein oder mit bis zu drei Freunden online sowie offline in Angriff nehmen.

Oldschool-Action
Zu Beginn steht traditionsgemäß die Charakterwahl an. Ihr habt die Qual der Wahl zwischen einem Marine mit Chaingun, einer Pyroklasse samt Flammenwerfer und einer Plasma-Ingenieurin, die auf Technik und Forschung spezialisiert ist. In der Preview-Fassung stand uns nur der Marine zur Verfügung. Nicht unbedingt ein Nachteil, da uns sowieso stets die Charaktere mit den übergroßen Wummen vertraut sind.

Wohlbekannt erschien auch die Steuerung von „Greed“, die erfahrenen Action-Rollenspiel-Veteranen in Millisekunden in Fleisch und Blut übergehen dürfte. Die Grundbefehle, also den Helden von einem Punkt zum nächsten zu bewegen und Feinde anzugreifen, lassen sich allesamt mit der linken Maustaste erledigen. Mit den WASD-Tasten könnt ihr jederzeit aus der gegnerischen Schusslinie hechten. So ballerten wir uns im Verlauf des ersten Aktes durch ein gigantisches Raumschiff und schalteten Droiden, Minen legende Spinnenroboter sowie zombieartige Crewmitglieder aus. Für Kills gab es natürlich Erfahrungspunkte, die wir nach dem obligatorischen Levelaufstieg umgehend in offensive, defensive und passive Fähigkeiten investierten. Über das übersichtliche Skilltree-Menü rüsteten wir den Marine mit explosiver Munition aus, die für Flächenschaden sorgte. Danach steckten wir die Punkte in defensive Eigenschaften und beschleunigten die Schildregeneration des Helden. Gefallene Feinde hinterließen Ikarium, mit dem wir prompt zum nächstbesten Händler eilten.

„Greed“ lebt nicht nur von seiner Balleraction. Es gibt durchaus aus ruhige und stimmungsvolle Momente.

Doch in der Preview-Fassung von „Greed“ war das Angebot der Verkäufer noch sehr beschränkt. Wir bekamen lediglich ein paar Items zu Gesicht, die uns nicht gerade zum Geldausgeben verleiteten. Im fertigen Spiel sollen es dann immerhin rund 250 Gegenstände sein, die man finden beziehungsweise kaufen kann. Neben den eher mageren Shoppingtouren und den durchaus bombastischen Gefechten standen zuweilen auch kleinere Schalterrätsel und Geschicklichkeitspassagen auf dem Programm. Zum Beispiel mussten wir den Marine an feurigen Antriebsstrahlen vorbeidirigieren und durch windige Ventilationsschächte lenken. Am Ende des ersten Aktes stellte sich uns natürlich noch der obligatorische Endgegner, ein kreisrunder Kampf-Mech, in den Weg. Mit genau getimten Hechtrollen wichen wir dem Laserbeschuss des Roboters aus und bezwangen ihn mit zig Bleisalven. Doch es ging nicht durchweg so actionlastig zu in „Greed“. An Bord des großen Raumfrachters konnten wir auch einige stille und dennoch bedrohliche Momente genießen. Der Marine-Soldat spazierte durch spärlich beleuchtete Areale. Voluminöser Nebel schwebte seicht über dem Boden, und hier und da lagen ausgeweidete Besatzungsmitglieder herum. Auch der Rest von „Greed“ konnte sich sehen lassen. Auf dem Wüstenplaneten wehte ein Sandsturm übers Land, und in der Alien-Heimat wuchsen fluoreszierende Pilze aus dem Boden.

Alles in allem machte das Sci-Fi-Action-RPG einen soliden Eindruck. „Greed“ erfindet das Genre zwar nicht neu, aber die Entwickler scheinen sehr genau zu wissen, mit welchen Mechanismen man Fans für sich gewinnen kann – auch wenn das Spiel seinem Namen nicht ganz gerecht wird und lootgeile Zocker mit der etwas mageren Anzahl an Items nicht vollends befriedigen dürfte. Als Beschäftigungstherapie bis zum Release von „Diablo III“ taugt „Greed“ aber allemal.