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  • Frontlines: Fuel of War
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16.01.2008 | Xbox 360 | Autor: Frank

Ersteindruck:
75 - 84%
Selbst gespielt:
Nein

Benzin und Diesel werden immer teurer, Energie wird zur Mangelware, die Weltwirtschaft befindet sich in einer Krise, der H5N1-Virus springt auf den Menschen über, und Millionen Menschen sterben an der globalen Grippewelle. Aber kein Grund zur Angst, wir haben uns gegen Grippe impfen lassen, und so schlecht diese Prognose für 2008 auch sein mag, es ist nur der Gipfel des Eisbergs. In wenigen Jahren wird ein Atomkrieg den Nahen Osten verwüsten, zahlreiche osteuropäische Staaten schließen sich der EU und Nato an, und ein neuer Ost-West-Konflikt beginnt. China und Russland schmelzen zur „Red Star Alliance“ zusammen, Europa und Amerika bilden die „Western Coalition“.

Der unausweichliche globale Krieg wird nicht um Glauben, Staatsform oder Wasser geführt, sondern um die letzten Tropfen Öl. Man will ja noch mit seinem Auto zum Bäcker fahren, um paar Brötchen zu kaufen.

In „Frontlines“ wurde ein neues Weltkriegs-Szenario kreiert. Grund für den Konflikt: die zur Neige gehenden Ölreserven.

Grund zur Angst gibt es aber nicht, denn noch ist dies alles nur eine Zukunftsvision von Kaos Studios und THQ, die uns mit „Frontlines: Fuel of War“ an die vorderste Linie des nächsten Weltkriegs schicken. Also werfen wir die prophetische Kristallkugel in den Mülleimer, legen die Preview-Version in die Xbox ein und konfrontieren euch mit dem hitzigen 3D-Shooter.

Fast unwirklich
Statt auf alternative Energien und Atomkraft setzt Kaos voll und ganz auf die Unreal Engine, um den Kampfeinsatz voranzubringen. Auf den ersten Blick geht die Rechnung auch auf, denn uns bieten sich detaillierte Einsatzgebiete, die mit allerhand Staub, Dreck und Trümmern gefüllt sind. Natürlich wären uns Ölraffinerien und Arbeitersiedlungen an einem exotischen Sandstrand lieber gewesen, aber dafür ist Turkmenistan als Kriegsschauplatz noch relativ unverbraucht.

Während die Transporthubschrauber Truppen in die Region fliegen und die ersten Panzer in das Kampfgebiet rollen, bewundern wir die Lichteffekte und stoßen dabei schnell auf die Schattenseiten von „Frontlines“.

Während das Spiel auf den ersten Blick sehr spektakulär aussieht, kommen mit der Zeit einige kleinere Macken zum Vorschein.

Die Performance ist zwar gut, doch unscharfe Texturen, die mitten im Kampf nachgeladen werden, trüben die anfängliche Begeisterung. Der Konsolen-Version verzeihen wir hier und da verpixelte Kanten, denn bei den Effekten wurde nicht gespart. Rauch- und Explosionswolken füllen die Luft, und unsere Feuersalven wirbeln haufenweise Partikeleffekte auf. Ein Grund zum Jubeln ist das aber nicht unbedingt, denn wir fanden diese Effekte fast schon übertrieben, und unsere Adleraugen konnten so manchen Grafikbug erspähen.

Wir dachten zunächst, dass das an der Preview-Version läge, doch auch in der Xbox-Live-Demo sind uns kleine Fehler ins Auge gefallen. Da rotiert schon mal das Kanonenrohr des Panzers munter durch Pfeiler und Wände, oder unsere ferngesteuerte Drohne versinkt halb im Boden und bleibt in der Wand hängen. Aber genug gejammert, wir nehmen uns eine fette Waffe in die Hand und sorgen auf unsere Art für Frieden an der Frontlinie.

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