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  • Fallout 3 - The Pitt & Operation: Anc..
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Nachschub im Doppelpack

13.08.2009 | PC | Autor: Hauke

„Krieg, Krieg ist immer gleich!“ Traditionell läuteten diese Worte die „Fallout“-Spiele ein und erzeugen dabei ein wohliges Schaudern. Kein Wunder, schließlich glänzt kein anderes Echtzeit-Rollenspiel mit einer derartigen spielerischen Freiheit und einer so lebhaften Welt. Der dritte Teil der Serie konnte im Herbst letzten Jahres Wertungen um die 90% erkämpfen. Doch bleibt Krieg wirklich immer gleich? Nachdem es schon einige herunterladbare Erweiterungen für den PC und die Xbox 360 gibt, steht jetzt erstmals eine DVD mit den Add-Ons „Operation Anchorage“ und „The Pitt“ in den Regalen.

Virtuelles Alaska
In „Operation Anchorage“ verschlägt es uns in den eisigen Norden der Vereinigten Staaten - zumindest virtuell, denn da es bekanntlich keine funktionstüchtigen fahrbaren Untersätze in „Fallout 3“ gibt, wäre der Fußweg von Washington nach Anchorage wohl doch etwas ausufernd. Stattdessen setzen wir uns, wie auch schon in einer Mission der Hauptkampagne, in eine Simulationskapsel. Doch anstatt in der schon bekannten, oberflächlich schönen Welt der virtuellen Tranquility Lane herumzutollen, müssen wir das Gewehr schultern und in Anchorage die kommunistische Bedrohung bekämpfen. Hier gibt es tatsächlich Parallelen zwischen den beiden simulierten Welten, denn die Chinesen spielten auch schon in der erwähnten Mission des Originalspiels eine Rolle. Der Erzfeind des amerikanischen Weltbildes der 50er Jahre ist in Alaska eingefallen, und nun ist es an uns, drei seiner Artilleriestellungen zu sprengen. Das klingt actionreich und spielt sich auch so. Wer möchte, kann diese Mission in bester Egoshooter-Manier erledigen. Natürlich funktioniert das VATS-Zielsystem auch hier. Da man jedoch alle paar Minuten an auffällig rot blinkenden Stationen aufmunitionieren und heilen kann, ist ein besonders taktisches Vorgehen nicht notwendig.

Bei „Operation Anchorage“ hätten wir uns weniger lineare Missionen gewünscht. Für erfahrene Charaktere ist die Erweiterung zu leicht.

Frische Charaktere könnten zwar gelegentlich ins Schwitzen kommen, wer seine Fähigkeiten allerdings bereits ausgebaut hat, wird die meisten Gegner schon aus sicherer Distanz erledigen können. Im weiteren Verlauf von „Operation Anchorage“ kann man sich zudem noch die Bewaffnung und ein Team für einen finalen Angriff gegen die Chinesen zusammenstellen, die Spieltiefe hängt aber nichtsdestotrotz deutlich hinter der der ursprünglichen Missionen zurück, woran nicht zuletzt der lineare Verlauf Schuld ist.

Häschen in der Grube
„The Pitt“ ist weitaus weniger virtuell, aber dafür umso spannender. Wie in „Operation Anchorage“ fangen wir bei dem ersten Spielstart nach der Installation ein Funksignal auf, das uns an den nördlichen Kartenrand lockt. Hier treffen wir Wernher, einen entflohenen Sklaven aus Pittsburgh. Nachdem wir uns entschieden haben zu helfen und neu eingekleidet haben, um weniger aufzufallen, erreichen wir die Stadt durch einen U-Bahn-Schacht. Aus der Stahlmetropole ist ein Ort des Grauens geworden. Ein ehemaliger Soldat der Brotherhood of Steel namens Ashur hat sich zum Herrscher über die ortsansässigen Banditen aufgeschwungen und unterdrückt die aus Sklaven bestehende Stadtbevölkerung. Außerdem leiden die Bewohner unter einer Seuche, in deren Verlauf sie zu blutrünstigen Monstern mutieren.

Das zerstörte Pittsburgh schafft eine tolle, unheimliche Atmosphäre. Auch die neue Ausrüstung überzeugt.

Selbstredend verfügt allein der Tyrann über ein Gegenmittel. Normalerweise wäre es wohl ein Leichtes, den Obermotz mit einem Arsenal an Rüstungen und Waffen aufzumischen, doch unsere Tarnung besteht aus Sklavenkleidung und unsere Waffen werden uns schon nach den ersten Schritten in „The Pitt“ abgenommen. Die leidenden Sklaven produzieren in den höllischen Industrieanlagen Munition für die Gauner, doch wir können einen Weg finden, dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Kämpfer müssen sich in der Arena beweisen, um an Ashur heranzukommen und die Lebensbedingungen zu verbessern. Alternativ kann man natürlich auch die Raider in ihrer Schreckensherrschaft unterstützen.

So oder so zuckt man als Spieler immer wieder wegen geschickt platzierter Schockeffekte zusammen, „The Pitt“ weist eine riesige Portion Gruselatmosphäre auf. Im Gegensatz zu „Operation Anchorage“ werden in der zweiten Erweiterung auch erfahrene Spieler gefordert und die Geschichte bewegt sich auf dem hohen Niveau der besseren Missionen des Hauptspieles.

In meine Rüstkammer packe ich ...
Natürlich haben beide Add-Ons neue Rüstungen und Waffen zu bieten. In Pittsburgh gibt es neben Ashurs Powerrüstung interessante Automatikäxte, die satten Nahkampfschaden anrichten, und ein Scharfschützengewehr. Aus Alaska hingegen kann der Spieler eine chinesische Tarnrüstung mitnehmen, die 15 Bonuspunkte auf die Tarnfähigkeit gibt und zusätzlich ein Tarnfeld erzeugt. Gab es bei der Installation der Erweiterungen in der Download-Version noch häufig Probleme, wurden diese für die DVD-Version erfolgreich ausgemerzt. Optisch und akustisch verändert sich erwartungsgemäß wenig, wobei besonders Pittsburgh beeindruckend unheimlich zum Leben erweckt wird.

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