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  • Enemy Territory: Quake Wars

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Armdrücken mit den Strogg

10.05.2006 | PC | Autor: Heiko

Ersteindruck:
85 - 95%
Selbst gespielt:
Nein

In nicht allzu ferner Zukunft wird’s ungemütlich: Eine der widerlichsten Alien-Spezies überfällt auf der Suche nach Frischfleisch Mutter Erde: die Strogg – nein, das ist kein in Vietnam handgehäkeltes IKEA-Zierdeckchen, dass sind die Alien-Fieslinge aus den „Quake“-Spielen. Wie gut, dass es die GDF, die Global Defense Force, gibt. Mit einem fetten Waffenarsenal setzen die Elite-Soldaten alles daran, die Strogg zu stoppen. Das Ergebnis ist ein action-lastiger Team-Shooter mit Namen „Enemy Territory: Quake Wars“ und dem Erbgut von „Battlefield 2“. Gerade zu Spielbeginn haben „BF2“-Zocker Deja-vu-Erlebnisse, wenn sie auf einer Art Satellitenkarte den Punkt zum Spieleintritt auswählen.

Gut angekommen
Gleich geht’s los: Die GDF-Truppen landen hinter feindlichen Linien.

„Enemy Territory“ die Zweite
Dabei versprechen die beteiligten Entwickler große Taten: auf der einen Seite Splash Damage, die Auoren des Original „Enemy Territory“, auf der anderen Seite id Software. Deren „Quake 3: Arena“ war einer der ersten vollwertigen Mehrspieler-Shooter überhaupt. Mit „Enemy Territory: Quake Wars“ bekommt die kultige Shooter-Serie nun einen zeitgemäßeren Multiplayer-Ableger, der sich mehr an „Battlefield 2“ und Konsorten als an der atemlosen Non-Stop-Action des Klassikers orientiert. Technische Basis ist eine verbesserte Version der „Doom 3“-Engine. Nach eigenen Angaben haben die Enwickkler satte sechs Monate gebraucht, um mit der Engine klarzukommen. Mit dabei ist auch die „Megatexture“-Technologie, eine neue Erfindung von Grafik-Gott John Carmack. Die soll die Engine auch für größere Außen-Areale fit machen. Über der gesamten Oberfläche der Map liegt eine einzige, gewaltige Textur. Dadurch ist es möglich, das ausladende Terrain dennoch extrem detailliert und abwechslungsreich zu halten. Dass dies kein leeres Versprechen ist, bewies die Präsentation des Spiels. Wo „Battlefield 2“ auf weitgehend eintönige Sandflächen und Dreckpisten setzt, punktet „Quake Wars“ mit Abwechslungsreichtum.

Da findet sich Geröll am Straßenrand nahe der Klippen, Bombenkrater hier und Wurzelwerk von Bäumen dort. Was sich anhört wie der sichere Tod für jede Grafikkarte, soll im Gegenteil weniger Grafikkartenleistung fressen und dabei mehr Details ermöglichen. Die Engine „streamt“ nur das ins System, was der Spieler auch wirklich zu sehen bekommt oder wissen muss. Gleiches gilt auch für andere relevante Informationen: Beispielsweise müsst ihr nicht genau wissen, wie viele Granaten ein Kollege am anderen Ende der Map noch durch die Gegend trägt – je näher ihr am Geschehen dran seid, desto mehr Infos bekommt ihr geliefert. Dies kommt übrigens auch der Cheatsicherheit zugute. Was das System gar nicht erst meldet, kann man auch nicht mittels fieser, kleiner Exe-Dateien sichtbar machen.

Menschenskinder
Die auf der E3 2006 vorgestellte Version machte bereits einen relativ ausgereiften Eindruck. Ihr tretet entweder auf Seiten der GDF oder für die Strogg an. Eine erste Besonderheit gegenüber beispielsweise „Battlefield 2“ ergibt sich daraus logisch: Die beiden Parteien verfügen über sehr unterschiedliche Technologien. Und ähnlich unterschiedlich sind auch die Strategien, die zum Erfolg führen. Das Geschehen spielt im Jahr 2065, kurz vor der ersten Strogg-Invasion von „Quake 2“. Die Technik der Menschen basiert also grob auf aktuellem Kriegsgerät – mit den bis dahin zu erwartenden Verbesserungen natürlich. Die Strogg haben dagegen schicke High-Tech-Fahrzeuge, beispielsweise Schwebegleiter und Walker, im Angebot. Außerdem pappen sie – wie die ebenfalls aus Schweden stammenden Alien-Kollegen Borg – gerne zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört: Fleisch und Metal beispielsweise.

Zappenduster
Abwechslung garantiert. Hier kämpfen wir in einer leergefegten Geisterstadt.

Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen Strogg und Menschen beim jeweiligen Medizinmann sichtbar. Während der menschliche Medic wie gewohnt Healthpacks verteilt und die Kollegen verarztet, nimmt sein Strogg-Gegenüber den Hippokratischen Eid nicht ganz so wörtlich. Neue Energie gewinnt er, indem er gefallene GDF-Kämpfer aussaugt und das Ergebnis seinen Kameraden injiziert. Zusätzlich kann er Menschen-Leichen zu Energie-Tankstationen umrüsten – ebenso praktisch wie ekelhaft.

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