Wie wir bereits berichteten, plant Electronic Arts sich nächstes Jahr in die ungewohnte Rolle des Underdogs zu begeben um ein eigenes Mixed-Martial-Arts-Spiel zu veröffentlichen. Während EA in anderen Genres meist die zugkräftigsten Lizenzen im Gürtel stecken hat, müssen sie im Bereich der Käfigkämpfer aber sehen wo sie bleiben. Denn Konkurrent THQ hat mit der UFC den mit weitem Abstand wichtigsten Veranstalter unter Vertrag. Entsprechend erfreut sind die Herren nun, wenigstens zwei Ikonen des Sports in ihrem Spiel begrüßen zu dürfen: Sowohl UFC-Held Randy Cotoure als auch der weltweit beste Schwergewichtler, Fedor Emilianenko, sind bei „EA Sports: MMA“ mit dabei.
Das dürfe UFC Präsident Dana White nur noch mehr auf die Palme bringen. Der hatte vor einigen Wochen bereits in der für ihn typischen „bist du nicht mein Freund, bist du mein Feind“-Manier gedroht, jeden Kämpfer vor die Tür zu setzen, der sich für das EA-Spiel digitalisieren lässt.
Kürzlich breitete White nun auch noch aus, warum er so stinkig ist. Seinerzeit, so White, habe er nämlich auch mit EA verhandelt. Dort haben man ihn aber mehr oder minder ausgelacht und ihm gesagt, Mixed Martial Arts „sei gar kein Sport“. Wer White kennt der weiß: Das war genau die falsche Ansage. Denn der UFC Präsident und ehemalige Türsteher ist mindestens so sehr Kampfsport-Fan und Prolet wie cleverer Geschäftsmann. Entsprechend hart schlägt er EA die Tür nun ins Gesicht, nachdem man auch dort das Potential des schnell wachsenden Sports entdeckt hat. Nach eigener Aussage, befindet sich White im Krieg mit EA und hält seine Drohung aufrecht, dass jeder der bei EAs Kampfspiel unterschreibt automatisch auf weitere echte Kämpfe in der UFC verzichtet. Auch schon während der Produktion von „UFC Undisputed 2009“ von THQ machte White Schlagzeilen, als er drohte alle Kämpfer zu feuern, die sich nicht kostenlos für das Spiel einscannen ließen – ob das ihr Vertrag nun vorsah oder nicht.
Eine Kröte musste White allerdings schon schlucken, denn Randy Cotoure, traditionell auf Unabhängigkeit aus, unterschrieb schon vor Whites Wutausbruch bei EA. Da der aber ein Veteran und ein echtes Zugpferd ist, darf er sich zur UFC 104 trotzdem von Antonio Noguera auf die Mappe hauen lassen.
Entwickelt wird das EA-Spiel von den betriebseigenen Tiburon-Studios. Die waren zuvor unter anderem für „Tiger Woods 09“ verantwortlich.



