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Im Gespräch: Hilmar Veigar Pétursson von CCP

18.08.2009 | Autor: André

Ja, auch Krawall.de kann mal schnell sein: Nach der Ankündigung von „Dust 514“ konnten wir nicht an uns halten und krallten uns CCP-Chef Hilmar Veigar Pétursson zum Interview. Der Mann hat nicht nur den coolsten Namen aller bisherigen Interviewpartner des KGN, sondern auch eine Menge zu erzählen und klarzustellen, was das neue MMO der Machen von „Eve Online“ angeht, wie „Dust 514“ mit „Eve“ zusammenspielt, welche Zukunftspläne die verrückten Isländer (Eigenaussage!) für ihre nun nochmals größere Science-Fiction-Welt haben und einiges mehr.

Krawall.de: Als wir dieses Interview ausgemacht haben, dachten wir noch, wir würden über die Zukunftspläne für „Eve“ sprechen. Nicht ganz verkehrt, aber eure Ankündigung heute war wirklich überraschend und ambitioniert.
Hilmar Veigar Pétursson: Genau so mögen wir es.

Krawall.de: Jetzt müssen wir erstmal einiges nachfragen. Ihr habt gesagt, dass Ereignisse in „Dust 514“ das „Eve“-Universum beeinflussen werden und umgekehrt. Aber wie synchron sind die beiden Welten genau?
Hilmar Veigar Pétursson: Sehr synchron, wirklich. Ein Kampf auf einem Planeten der in „Dust 514“ stattfindet beispielsweise beeinflusst sofort die strategische Kontrolle, die ein „Eve“-Spieler oder eine Gruppe von Spielern über diesen Planeten hat. Und es ist recht einfach, diese Dinge synchron zu halten. Es mag sehr umfangreiche Konsequenzen haben, aber es sind nicht viele Daten, die wir übertragen müssen.

Krawall.de: Das heißt aber, man wird nicht in der Lage sein, die Kämpfe in „Dust“ aus „Eve“ heraus zu beobachten oder umgekehrt?

Während PC-Spieler in „Eve“ Raumschlachten ausfechten, lassen sie in Zukunft Konsolen-Soldaten am Boden für sich kämpfen.

Hilmar Veigar Pétursson: Nein. Im PC-Spiel kann man ein Angebot an die Dust-Marines herausgeben. Dies ist die Gruppe von Söldnern, die im Mittelpunkt von „Dust 514“ steht. Die Marines akzeptieren den Auftrag dann, wenn die Konditionen stimmen, kämpfen und das Ergebnis wird zurück gemeldet und beeinflusst dann den weiteren Verlauf des PC-Spiels. Aber es wird nicht sowas wie eine Spectator-Camera geben oder dergleichen.

Krawall.de: Ein Auftrag, den ein PC-Spieler vergibt ist also im Grunde eine Quest in „Dust 514“.
Hilmar Veigar Pétursson: Wir nennen es nicht „Quest“, aber im Prinzip: Ja.

Krawall.de: Und zwischen dem Auftraggeber in „Eve“ und den Soldaten in „Dust“ fließt nur Geld? Oder gibt es noch mehr, denn es hieß ja, der „Eve“-Spieler könne seine Soldaten unterstützen.
Hilmar Veigar Pétursson: Durch höhere Geldsummen unterstützt der Spieler die Soldaten ja. Und ja, Geld wird das Minimum sein, dass ein „Eve“-Player seinen Soldaten überweisen kann.

Krawall.de: Und umgekehrt bekommt der „Eve“-Spieler den jeweiligen Sektor eines Planeten zugesprochen, wenn seine Soldaten die Schlacht gewinnen. Sobald er die Mehrheit der Sektoren eines Planeten beherrscht, gehört ihm wiederum der Planet. Aber was bringt ihm das, was hat er davon?

Dieses Bild aus „Dust“ sieht ein bisschen so aus, als würde man in einer Raumstation herumlaufen. Auch in „Eve“ soll das bald möglich sein.

Hilmar Veigar Pétursson: Was er mit dem Planeten anstellen kann, werden wir nächstes Jahr verraten, wenn unsere nächste Erweiterung ansteht. Sie erweitert das Spiel um Planetenkontrolle. Sobald ein Spieler übrigens eine bestimmte Anzahl Planeten in einem Sonnensystem besitzt, gehört ihm das ganze Sonnensystem. Das erweitert wiederum unser System von Herrschaftsgebieten und macht die Kriegsführung in „Eve“ transparenter und hebt sie nochmal auf eine ganz neue Ebene.

Krawall.de: Was uns natürlich viele Leser gefragt haben: Warum soll das Spiel nur für Konsole erscheinen und nicht auch für den PC?
Hilmar Veigar Pétursson: Shooter auf Konsole sind anders als Shooter auf dem PC. Wir wollen uns darauf konzentrieren einen guten Konsolenshooter zu machen.

Krawall.de: Das Spiel ist aber kein reiner Shooter, sondern laut Ankündigung auch ein MMO. Wie „Massive“ wird denn euer Multiplayer, wie viele Leute können an einem Gefecht teilnehmen?
Hilmar Veigar Pétursson: Wenn es darum geht, wie viele Leute an einem Gefecht teilnehmen, würde ich es vielleicht nicht als MMO bezeichnen. Wir beziehen uns da eher auf die riesige Welt, die Welt von „Eve Online“, in der das Spiel stattfindet und zu der sehr, sehr viele Menschen beitragen. Wie viele Spieler an einem Gefecht teilnehmen können, kann ich derzeit noch nicht sagen. Das wird einerseits von technischen Limitierungen bestimmt, andererseits aber auch davon, welche Teamgrößen Sinn machen, wie die Maps aussehen werden und so weiter.

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