- Delta Force: Black Hawk Down Team Sab..
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- Publisher: Electronic Arts
- Entwickler: Ritual Entertainment
- Genre: Taktik-Shooter
- Release: unbekannt
Usted habla español?
08.01.2004 |
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Autor: Gleb
Ja! Sergeant N. Logic beordert uns aus dem staubigen Somalia. Endlich Heim, um die nach Tränengas müffelnden Plattfüße bei einem kühlen Schirmchendrink baumeln zulassen? Denkste! Als hätten wir nicht schon genug Staub gefressen, geht’s nun mit dem ersten Flug in die Drogennester Kolumbiens und danach in den Iran. Den Heimaturlaub haben wir uns anders vorgestellt. In der „Black Hawk Down“-Erweiterung „Team Sabre“ gilt es mit der Eliteeinheit Delta Force internationalen Koksbaronen und allerhand Terroristen-Gesocks das Handwerk zu legen. Mal wieder. Wie gewohnt sind sich die Novalogic-Mannen zu fein für ein Add-On – sie lassen machen, und zwar den Branchenaltmeister Ritual Entertainment („Elite Force 2“, „F.A.K.K. 2“). Derweil arbeitet der „Comanche“-Erfinder am Mehrspieler-Spinn-Off „Joint Operations“, das ebenfalls im ersten Quartal erscheinen soll.
Störenfriede
In Kolumbien ist ab 22 Uhr Nachtruhe. Wer da noch Lagerfeuer macht, wird ohne wenn und aber umgenietet.
Vorab hatten wir die Möglichkeit, einige Missionen von „Team Sabre“ anhand einer Beta anzutesten. Viel hat sich seit dem gelungenen Hauptprogram (Krawall-Wertung: 82%) nicht gerührt: Noch immer wird Euer Recke mit drei, vier computergesteurten Gefährten in der Höhle des Löwen abgesetzt. In der ersten Mission kapern wir ein Boot, um unerkannt in ein Schmugglernest einzudringen. Gemäß den Gesetzen guter Actionspiele gelingt das natürlich nicht leisen Schrittes – der Alarm heult auf, und als hätten sie es seit Wochen geahnt, kriechen aus jeder Ecke bis an die Backenzähne bewaffnete Fieslinge. Selbst heranbrausende Jeeps mit Bordgeschütz sind aber zur Zeit noch kein Problem - die Künstliche Intelligenz ist wie beim Hauptprogramm nur Mittelmaß.
Nachdem wir das Dorf sauber geschossen haben, sprengen wir als Sahnehäubchen die Motorboote, um entspannt den Heimweg anzutretten. Geschafft! „Krieg’ ich jetzt ne’ Pause?“, fragen wir den Sergeant. „Wenn du ne' Pause willst, leg' dich in einen Plastiksack!“ schallte es in einem Gemisch aus Sabber und schlechtem Mundwasser entgegen. Schwupps befindet sich unser Team auf hoher See wieder. Mit dem aufmontierten Maschinengewehr sollen diesmal feindliche Patrouillenschiffchen auf dem Meeresgrund befördert werden. Zwar sind diese Passagen so anspruchsvoll wie „Moorhuhn“, doch machen sie trotzdem unheimlich viel Spass.
Zusammen sind wir stark
Von einem Hausdach geben wir unseren CPU-Kollegen Feuerschutz. Schwierig ist das nicht, sind die KI-Gegner doch von durchschnittlicher Intelligenz.
Sir, yes Sir!
Insgesamt wird das Add-On zwei Kampagnen und einige neue Waffen wie Fahrzeuge bieten. Der Technik hingegen wurde kein Haar gekrümmt: Noch immer präsentiert sich das Spiel im ansehnlichen Gewand der aufgepeppten „Comanche 4“-Engine. Die reißt im Vergleich zu aktuellen Shootern keine Bäume aus, kann aber mit schönen Wasserspiegelungen und feurigen Explosionen zufriedenstellen. Da die Hälfte des Spiels nun im kolumbianischen Dschungel stattfindet, darf Ritual im Vergleich zum sandig-kargen Somalia endlich aus dem Vollen schöpfen: Dichte Graslandschaften mit polygonreichen Bäumen hauchen den Gefechten mehr Spannung ein, da der Gegner nicht auf den ersten Blick zu sichten ist. Untermalt wird das Ganze von ordentlichen Soundeffekten und authentischem Funkverkehr. So muss der Kollege kurzerhand auf Spanisch übergehen, um dem verstört dreinblickenden Zivilisten klarzumachen, dass wir seine Brackwasser-Titanic für eine apokalyptische Zerstörungsfahrt brauchen. Apropos Zivilisten: Wer Unbeteiligte erschießt, kann die Mission neu starten oder laden. Je nach Länge kann fünf bis sieben Mal gespeichert werden. Soweit hat Ritual einen guten Job gemacht. Freuen wir uns auf ein spannendes Add-On zu einem gelungenen Shooter, der mit Taktik so viel am Hut hat wie wir mit Heimaturlaub



