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Doch kein Überflieger!

18.01.2010 | PC Xbox 360 Playstation 3 | Autor: Olaf

Was braucht man alles für ein zünftiges Actionspiel? Einen charismatischen Helden in Lederkluft – Check. Einen Flugzeugabsturz über dem Bermudadreieck – Check. Außerirdische Invasoren mit fiesen Plänen – Check. Schmucke Shooter-Sequenzen – Check. Und ein innovatives Moment mit halsbrecherischen Jetpack-Düsereien – Check. Damit hätten wir auch schon die wichtigsten Punkte von Capcoms „Dark Void“ abgehakt. Nachdem die Japaner im vergangenen Jahr mit Titeln wie „Resident Evil 5“ und „Street Fighter IV“ große Erfolge auf den Konsolen feierten, beginnen sie das neue Jahrzehnt mit einem soliden, aber nicht überragenden „Dark Void“.

Abgestürzt!
Wir fassen die Geschichte hinter „Dark Void“ kurz zusammen. Ex-Kampfpilot Will Grey überfliegt 1938 mit seiner Propellermaschine und seiner Ex-Flamme Ava an Bord das Bermudadreieck. Wir wissen alles, was nun folgt: Die beiden stürzen über einer Insel ab. Kaum wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, werden sie auch schon von seltsamen Robotern angegriffen.

Die Story ist insgesamt gelungen, kommt aber nur schleppend in Gang. Die Helden sind sympathisch, aber die Nebencharaktere bleiben blass.

Wie sich rausstellt, wurden unsere Helden direkt in eine fremde Parallelwelt – Void (deutsch: Leere) – gezogen. Die besagten Aliens schimpfen sich Beobachter und führen dort einen Kleinkrieg gegen eine menschliche Minderheit namens „die Überlebenden“. Diese Geschichte wird in spannenden Cutscenes, Funksprüchen und aufspürbaren Tagebucheinträgen erzählt.

Leider dauert es eine ganze Weile, bis die Story so richtig in Fahrt kommt. Die ersten Spielstunden tappt ihr fröhlich im Dunklen, bevor ihr auf die Legende der „Prophezeiung“ stoßt. Aber wir wollen nicht zu viel verraten. Fest steht: Die Hauptcharaktere, also Ava und Will, werden klasse eingeführt. Rückblenden verraten mehr über ihre Vergangenheit und bringen die beiden als sympathische Protagonisten rüber. Die übrigen im Spiel auftauchenden Figuren bleiben dagegen blass.

Die Steuerung ist unnötig kompliziert und eher hakelig geraten. Wirklich flüssig spielt sich „Dark Void“ daher nicht.

Der Wissenschaftler Nikola Tesla rüstet Will nach knapp einer Stunde mit dem berühmten Jetpack aus. Was er auf der Insel treibt, wird nur grob angeschnitten. Ein bisschen mehr Liebe für eine logische Spielwelt wäre hier besser gewesen.

Zu Boden solide
Doch kommen wir nun zum Spiel selbst: Wir ihr ja sicherlich in unserer hervorragenden Preview gelesen habt, mischt „Dark Void“ Shooter-Passagen mit Flugeinlagen. Doch ganz so begeistert wie in der Vorschau sind wir beim Langzeittest leider nicht mehr. Das liegt besonders an der unnötig komplizierten und hakeligen Steuerung von „Dark Void“. Die Shooter-Sequenzen funktionieren noch ganz ordentlich. Auf Tastendruck geht Will hinter Barrikaden in Deckung und feuert darüber hinweg – mal blind, mal gezielt. Granaten dürfen wir selbstverständlich auch werfen. Allerdings scheuchen wir den Piloten erst mit einem weiteren Tastendruck wieder aus der Deckung raus. Das sind wir von anderen Titel besser und flüssiger gewöhnt.

Das Verhalten unserer metallenen Gegner lässt ebenfalls zu wünschen übrig. So sind sie zwar in der Lage, uns clever zu umkreisen oder aus der Luft anzugreifen, nutzen diese Möglichkeiten aber allzu selten. Stattdessen hocken sie zumeist hinter ihren Deckungen und feuern recht zaghaft dahinter hervor.

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