Da hat ein in Deutschland ansässiger Entwickler schonmal ein absolutes Spitzenprodukt im Programm und dann das: Laut Zahlen der NPD Group kam unser aller „Crysis“ in seinem ersten US-Monat gerade mal auf 86.633 verkaufte Einheiten. In Deutschland wäre das ein guter Wert, in den USA hingegen ist eine solche Zahl reichlich mittelmäßig. Selbst hierzulande soll „Crysis“ bisher gut, aber keineswegs fantastisch laufen.
Noch schlimmer steht es jedoch um „Unreal Tournament 3“: 33.995 verkaufte Spiele meldet die NPD Group für Epics neuen Vorzeigeshooter. Verheerend schlechte Werte in deren Angesicht Midway nur noch auf die Xbox 360 und PS3 Fassungen des Spiels hoffen darf. Auch in der PC-Hochburg Deutschland soll sich „UT 3“ bislang nur sehr schleppend verkaufen. Brancheninsider berichten, das Spiel habe bis vergangene Woche noch kaum mehr verkaufen können als das deutsche Adventurespiel „Jack Keane“ , das allerdings auch schon etliche Wochen länger im Handel steht.
Vermutet wird, dass die beiden Shooter-Flagschiffe ihren harschen Hardwareanforderungen zum Opfer fallen. Das gelte insbesondere für „Crysis“, heißt es in verschiedenen Quellen. Bei „Unreal Tournament 3“ sind sich die Experten hingegen uneins. Die einen schieben die miserable Performance darauf, dass das Spielprinzip der Serie einfach nicht mehr zünden könne. Andere sehen „UT“ als eine PC-Lizenz, die den Sprung auf die Konsolen verpasst habe. Als Vorbild darf hingegen „Call of Duty 4“ gelten, dass den beiden Konkurrenten in praktisch allen Märkten zeigt, wo’s lang geht.


