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Krieg dem ... wem eigentlich?

03.12.2008 | Xbox 360 | Autor: Redaktion

Fast ein ganzes Jahrzehnt musste verstreichen, ehe uns der Nachfolger von „Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2“ in die Hände fiel. Wir erinnern uns: Am Ende des letzten Teils erlangten entweder die Sowjets die Weltherrschaft, oder aber die alliierten Mächte gewannen – je nach Spielweise. Unabhängig davon, wie sich die Endsequenz von „Alarmstufe Rot 2“ bei euch gestaltete, heißt es im dritten Teil: Die Russen sind (wieder) da! Diesmal haben sie eine Zeitmaschine gebastelt, die sie zurück ins Jahr 1927 bringt. Dort treffen sie auf Albert Einstein, töten ihn versehentlich und verhindern damit die Entwicklung der Atombombe. Dieser Umstand nötigt die Alliierten zum Rückzug, und die UdSSR reibt sich hoffnungsvoll die Hände – immerhin, so scheint es, kann sie nun endlich ungestört die Welt regieren. Doch die Rechnung haben die Sowjets ohne die Japaner gemacht; die nämlich schmieden ähnliche Pläne. Das riecht nach Krieg!

Natasha, die Scharfschützin
So begebt ihr euch als kommandierender Offizier einer der drei Konfliktparteien an die Front und befehligt entweder alliierte, japanische oder sowjetische Truppen auf gewohnt konventionelle Weise, indem ihr sie mit einem simplen Tastendruck an der gewünschten Stelle postiert oder sie gegnerische Einheiten angreifen lasst.

Die Steuerung ist auch auf der Konsole schnell erlernt. Nach kurzer Zeit hat man seine Truppen unter Kontrolle.

Die Steuerung zeigt sich von Beginn an geläufig und vollkommen unkompliziert, was sich im allgemeinen Spielverlauf als äußerst nützlich erweist. Denn: Zum Rumeiern bleibt keine Zeit! Nähern sich verfeindete Bodentruppen, müsst ihr rasch handeln und sie zurückschlagen, ehe sie euch überrennen. Taktische Vorausplanung ist allerdings selten notwendig, trotz der Tatsache, dass es sich bei „Alarmstufe Rot 3“ um Echtzeit-Strategie handeln will.

Warum die Taktik zu kurz kommt, ist schnell erklärt: Es mangelt an Realismus. Deshalb kann es schon mal vorkommen, dass eine Scharfschützin in knappem Outfit auf dem Schlachtfeld herumirrt und im Alleingang Dutzende Gegner auslöscht. Andererseits wird taktisches Verständnis insofern gefordert, als ihr euch niemals sicher sein könnt, ein Aufeinandertreffen mit dem Feind aufgrund eurer zahlenmäßigen Überlegenheit zu überstehen.

Vielmehr kommt es darauf an, die Provokationen des Aggressors logisch zu beantworten. Zum Beispiel sind Panzer Luftangriffen gnadenlos unterlegen.

Viel strategisches Denken ist im Spiel nicht gefragt. Dafür ist das Gameplay angenehm flott.

Dementsprechend wäre es keine gute Idee, die tonnenschweren Fahrzeuge herzustellen, während Bomben des Angreifers aus dem Himmel regnen. Ebenso bescheuert wäre es, auf einen Flugzeugträger mit Bodentruppen zu antworten, da diese zum einen nicht schwimmen können und ihnen zum anderen die richtige Ausrüstung mit ausreichender Reichweite fehlt. Abhilfe in letztgenannter Situation kann erneut Natasha schaffen, denn ihr Schießeisen ballert selbst die dicksten Kreuzer weg. Damit ihr euch nicht mit Selbstversuchen während der Schlacht selbst herumschlagen müsst, könnt ihr euch in einem Tutorial von drei sprechenden Panzern (K.I.T.T. lässt grüßen!) die Grundzüge erklären lassen und diese unter deren Kommando üben. Dass sie sich untereinander auf den Arm nehmen, beschießen und nicht alles ernst meinen, was sie so von sich geben, sollte dabei selbstverständlich sein.

Starbesetzung
Wie es sich gehört, findet vor jeder Mission ein kurzes Briefing statt. Wer nun eine langweilige Faktensammlung und starre Vorgaben zum Vorrücken erwartet, wird eines Besseren belehrt. Generell werdet ihr zunächst von zwei hochrangigen Herren unterrichtet, die nicht immer überzeugt von euch sind, euch aber notgedrungen die Fäden des Krieges ziehen lassen. Bei den Sowjets erwarten euch Premierminister Chardenko, gespielt von Tim Curry, sowie Andrew Divoff, der den skeptischen, leicht überpatriotischen General Krukow mimt.

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