- Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
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- Publisher: Electronic Arts
- Entwickler: Electronic Arts
- Genre: Echtzeitstrategie
- Release: 31.10.2008
Bombenabwurf im Paradies
28.07.2008 |
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Autor: Nils Ehring
Wohin man schaut, herrscht Kriegsstimmung. Das gilt nicht nur für die zahlreichen Konflikte, die auf der ganzen Welt ausgetragen werden, sondern auch für virtuelle Gefilde – egal ob dort historische oder fiktive Scharmützel stattfinden. Der Spieler ist immer mittendrin, entweder als popliger Infanteriesoldat oder als Kommandeur einer ganzen Truppe. Letzteren Job übernimmt man in der „Command and Conquer“-Reihe von EA. Wir durften vor kurzem in einer Münchener Kommandozentrale Platz nehmen und eine Betaversion des neuesten „Red Alert“-Teils antesten.
Nicht nur die reale Welt ist längst nicht mehr so, wie sie mal war. Auch in der Spielewelt der „C&C“-Reihe hat sich einiges verändert. Dabei ist die Situation im neuesten Teil ungefähr genauso wirr und konfus wie die echte weltpolitische Lage. Die Story von „Red Alert 3“ versprüht, um es gelinde zu sagen, einen ordentlichen C-Movie-Charme. Zwar wollte der aus Los Angeles angereiste Produzent Amer Ajami noch nicht die gesamte Handlung vor uns ausbreiten, aber seine schüchternen Andeutungen sorgten schon für ausreichend Konfusion unter den anwesenden Journalisten. Wie bereits beim zweiten Teil der Reihe, baut der jüngste Ableger storytechnisch nur lose auf dem vorherigen auf. Wieder einmal wird der Spieler in ein fiktives Kriegsszenario geworfen. Hitler konnte dank Zeitreise noch vor seiner Machtübernahme getötet werden. Stattdessen liegen die Sowjets mit den Alliierten im Clinch. Während die Rote Armee im 2. Teil noch mächtig genug war, um die USA zu überfallen, sieht es jetzt eher umgekehrt aus: Die Sowjettruppen sind extrem geschwächt und von den Alliierten ins eigene Hinterland gedrängt worden. Um diese zu schwächen, muss Dr. Einstein liquidiert werden.
Schon lange dabei
Der Produzent Amer Ajami wirkt bereits seit Jahren an zahlreichen Titeln der „Command and Conquer“-Reihe mit.
Schließlich ist der für die enorme Waffenübermacht der Alliierten verantwortlich. Was wäre in einer solchen Situation angebrachter, als eine Zeitmaschine zu bauen und in die Vergangenheit zu reisen? Gesagt, getan. Der Plan der Russen geht auf, und die Gegner werden deutlich geschwächt. Aber bekanntlich kommt es ja immer anders als man denkt.
Und genau das passiert, denn plötzlich ist ein weiterer, noch stärkerer Feind aus dem Windschatten der Alliierten emporgestiegen: die Japaner.
Das Land der aufgehenden Explosionen
In deren Rolle durften wir als erstes schlüpfen. In einer Schlacht gegen die Russen konnten wir einen kleinen Einblick in die Stärken der Truppe gewinnen. Die ersten Dinge, an die man denkt, wenn man Japan hört, sind natürlich Bondage, Schulmädchen-Schlüpfer-Automaten und Animes. Von den ersten beiden Unterhaltungsbranchen findet sich leider nichts in „Command and Conquer: Red Alert 3“, dafür aber wenigstens gewisse Anime- und Manga-Einflüsse. Aber eins nach dem anderen. Zunächst stampften wir Energiegeneratoren, einen Kernreaktor und die obligatorische Baracke aus dem Boden. Wer denkfaul ist, kann übrigens die Hilfe des Computers in Anspruch nehmen. Per Tastendruck darf der Spieler sich die idealen Orte für seine Baustellen anschauen. Dann endlich krabbelten einige unserer Einheiten aus den Gebäuden.
Amphibienfahrzeug
Mit sechsbeinigen Booten und schwimmenden Autos nimmt die Rote Armee die Alliierten in die Zange.
Neben den typischen Infanteriesoldaten stach besonders eine Klasse hervor: die so genannten „Tank Busters“. Dieser Typ Bodeneinheit, ideal für den Kampf gegen schwere Fahrzeuge, dürfte für die „C&C“-Jünger nichts Neues sein. Neuartig ist viel eher, dass die Panzerzerstörer nicht nur aus allen Rohren ballern, sondern sich auch in der Erde verbuddeln können. Eine perfekte Vorgehensweise, um die Gegner urplötzlich zu überrumpeln und zu attackieren. Jede Einheit, egal ob am Boden oder in der Luft tätig, verfügt über eine derartige alternative Fähigkeit. Der Wechsel zwischen den zwei Begabungen jeder Einheit geht relativ flott von der Hand: Man wählt einfach die gewünschte Truppe und klickt auf das am unteren Bildschirm erscheinende Symbol. Jetzt kann man mit Hilfe der F-Taste bzw. per Knopfdruck am Controller zwischen den Angriffsmöglichkeiten hin- und herwechseln. Aber Achtung: Nach einem Wechsel könnt ihr nicht sofort auf die andere Aktion zugreifen, sondern müsst einige Sekunden warten, bis ihr wieder zurückschalten könnt.
Gerade bei den fahrbaren Untersätzen der Japaner gab es tolle Verwandlungen zu bestaunen. Die Jet-Tengus, eine Mech-Roboter-Klasse, können sowohl am Boden als auch am strahlend blauen Himmel in Aktion treten. Amer Ajami erklärte dem beeindruckten kleinen Redakteurs-Haufen, dass das Design der japanischen Mechs vor allem von den landestypischen Animes beeinflusst sei, im Falle der Jet-Tengus zum Beispiel von der Serie „Robotech“.



