KOINS
Krawall
K-Play
K-Files
K-Foren
Kwiz
K-Syndicates Anstoss K-Syndicates
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
alles
nur PC
nur Konsolen
eigene Auswahl
Tipp: Du kannst unsere Inhalte nach deinen Wünschen filtern. Klicke dazu auf eine der Schaltflächen oder pass den Filter individuell an.
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
Achtung! Alle Inhalte zu nicht ausgewählten Plattformen werden dir nicht mehr angezeigt. Du kannst die Einstellung jederzeit ändern.
übernehmen
anpassen

Deine gewählten Einstellungen werden gespeichert...


Umfrage

Interessiert dich die Razzia gegen den Filehoster "Megaupload"?


  • Civilization Revolution

  • Xbox 360
  • Playstation 3
  • Wii
Artikelbewertung: (Bewerten weiter unten)

Weltherrschaft leicht gemacht!

16.06.2008 | Xbox 360 | Autor: Frank

Es wird Zeit, die Geschichtsbücher neu zu schreiben! Mongolische Reiter haben nämlich das Straßennetz der Römer für einen Eroberungsfeldzug gegen das Imperium genutzt. Rom brennt und wird gerade von den wilden Horden erobert, doch ihr Anführer Dschingis Khan sollte sich nicht zu früh freuen. Zwar sind nun die Mongolen eine Weltmacht, doch Gandhi erklärt ihnen kurz darauf den totalen Krieg. Die Azteken nutzen die Zeit, um in Ruhe das Schießpulver zu erfinden, während die Deutschen erst ihre vierte Stadt gründen. Das sieht nicht gut aus für die Germanen, denn wenn man nicht früh genug auf Expansion setzt und neue Siedlungen aufbaut, wird nichts aus dem Traum von der Weltherrschaft.

Für Träumer und begeisterte Strategen dürfte der zivilisatorische Kampf der Kulturen längst eine feste Größe sein. „Civilization“ platziert PC-Spieler schließlich schon seit 1991 auf den Herrscherthron, von wo aus man sein Volk von der Steinzeit bis in die Moderne führen muss. Die rundenbasierende Völkersimulation stammt aus der Feder von Designer-Legende Sid Meier, der neben Größen wie Will Wright, Peter Molyneux oder Richard Garriott die Welt der Computerspiele nachhaltig prägte.

Titel wie „Sid Meier´s Railroad Tycoon“ oder „Sid Meier´s Pirates!“ wecken bei vielen Spielern noch immer wohlige Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, wobei auch Sid Meier gerne in Erinnerungen schwelgt. Anstelle von neuen Spielkonzepten werkelt der kreative Kopf von Firaxis Games lieber an Neuauflagen seiner alten Meisterwerke, so dass wir nun das fünfte „Civilization“ in Händen halten – Ableger wie „Colonization“ oder „Alpha Centauri“, bei denen man Amerika beziehungsweise einen fremden Planeten besiedeln musste, klammern wir hier mal dezent aus.

Erstmals wurde ein „Civilization“-Titel nicht für den PC, sondern auschließlich für die Konsole entwickelt.

Das neue „Civ“-Spiel mit dem richtungsweisenden Untertitel „Revolution“ erscheint erstmals nicht für den PC, sondern exklusiv und speziell entwickelt für Xbox 360 und PS3.

Eine Wii-Version des Spiels liegt momentan zwar noch auf Eis, sie könnte jedoch schnell auftauen, wenn sich das Spiel auf den anderen beiden Plattformen als Erfolg erweist. Kenner der Serie dürften trotzdem erst mal skeptisch sein, denn „Civilization“ ist ein durchaus komplexes und umfangreiches Spiel.

Frühere Umsetzungen des Stoffs für das Super Nintendo und die erste Generation der Playstation waren ziemlich vermurkst, doch von einer katastrophalen Steuerung oder unübersichtlichen Menüs gibt es bei der „Revolution“ keine Spur. Dafür wurde das Spiel deutlich vereinfacht.

Schöne neue Welt?
Während Spieler, die noch nie einen „Civ“-Titel in Händen hielten, auf ein kompaktes Tutorial im Spiel zurückgreifen können, werden Kenner beim Spielstart sofort zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten vermissen.

„Civilization Revolution“ kommt weit weniger komplex als die PC-Versionen daher. Am klassischen Spielprinzip wurde aber festgehalten.

Weder die Größe der Welt noch die Landmasse oder das Alter des Planeten lassen sich anpassen, so dass man nach der Wahl seines Volkes und des Schwierigkeitsgrades sofort bei seiner ersten Stadt landet. Wählt man im Startmenü eine schnelle Partie aus, so braucht man noch nicht mal einen Schwierigkeitsgrad zu wählen, denn auf die Schnelle erwartet uns nur ein Kinderspiel. Die feindlichen Völker haben auf der einfachen Stufe kaum etwas auf den Kasten, so dass wir bereits die ersten Atomraketen bauen, während das Militär der Nachbarstaaten noch aus Rittern besteht.

Entscheidet man sich hingegen für das Niveau einer Gottheit, so kann man von Glück reden, wenn man die Steinzeit überlebt. Auf einen Eroberungs-, Wirtschafts-, oder Kultursieg haben wir dabei keine Chance, und auch der technologische Triumph eines Raumschiffflugs nach Alpha Centauri ist auf den höheren Schwierigkeitsstufen eine echte Herausforderung. Zum Glück gibt es auf den Schwierigkeitsstufen zwischen den beiden Extremen genug Spielraum für Einsteiger und Könner, so dass man nicht den Kopf in den Sand stecken muss. In dem Fall würde man von der bunten Comic-Grafik auch gar nichts mitbekommen. „Civilization“ war zwar schon immer farbenfroh, doch diesmal haben uns die intensiven Farben und gelungenen Einheiten-Animationen schon überrascht. Da hauen die Barbaren mit ihren Keulen auf Eingeborene drauf, und unsere U-Boote nehmen ansehnliche Kriegsschiffe ins Visier.

Die Effekte und das Design können sich dabei absolut sehen lassen, und grobe Schnitzer leistete sich unsere Review-Version auch nicht. Trotzdem bleibt das ungute Gefühl, dass sich „Revolution“ stärker an die kindlichen Spieler richtet, was besonders unsere Ratgeber verdeutlichen. In übelster „Sims“-Manier lallen diese und auch die feindlichen Anführer in einer Fantasie-Sprache vor sich hin, die nach einigen Stunden furchtbar nervt. Die wichtigen Informationen müssen wir da schon aus den Sprechblasen ablesen, doch zumindest entschädigen uns die Gesten und Ausdrücke der virtuellen Figuren für das sprachliche Affentheater.

Nächste Seite