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Kampf der Kulturen

31.01.2008 | Autor: Frank

Von der totalen Weltherrschaft träumen nicht nur größenwahnsinnige Politiker oder manipulierte Labormäuse, sondern dank „Civilization“ auch zahllose Computerspieler. Seit 1991 darf man in den runden-basierten Strategiespielen die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussen, indem man eine blühende Wirtschaft aufbaut, fleißig forscht und dem Nachbarvolk den Krieg erklärt.

Krawall-Fan Sid Meier programmiert und designt schon seit über 25 Jahren Computerspiele. 1996 gründete er Firaxis Games.

Der Weg von der kalten Steinzeit-Höhle zum modernen Fernseher war lang, und in einigen Wochen wird man ihn auf Xbox 360 und PS3 selbst gehen können. Mit „Civilization: Revolution“ will Sid Meier sein Meisterwerk nämlich in eine neue Form pressen, und eventuell im Herbst soll auch die Wii in den Genuss des kunterbunten Völkerkriegs kommen. Da wir aber noch kein Preview-Muster erhalten haben, schnappten wir uns einfach mal die Designer-Legende und befragten sie nach den Besonderheiten und den Mehrspieler-Inhalten ihrer angekündigten „Revolution“.

K-Videogames: „Civilization: Revolution“ wird das erste „Civilization“-Spiel für Konsole sein. Findest du, dass es eine gute Idee ist, solch ein Spiel für die Konsole zu entwickeln?
Sid Meier: (lacht) Wir dachten über eine lange Zeit hinweg, dass es keine gute Idee sei, und deswegen hat es auch so lange gedauert, bis wir mit diesem Spiel angefangen hatten. Unsere Sorge galt besonders der Controller-Steuerung, die ein Hauptproblem war.

Auf dem PC waren wir Maus und Tastatur gewohnt, und so fragten wir uns, ob sich das Spiel auf der Konsole flüssig steuern lässt, das Interface passt und wie es im Vergleich zu den sehr hohen Monitor-Auflösungen auf einem Fernseher aussehen wird.

Wegen dieser Gründe hatte es sehr lange gedauert, bis wir mit einer Konsolen-Version anfingen. Wir versuchten es mit dem Controller, und da das Spiel rundenbasiert ist, funktionierte es sehr gut damit. Das Bewegen und Scrollen klappt sehr gut mit den Analog-Sticks, und mit wenigen Tasten kann man seine Einheiten befestigen oder eine Stadt gründen.

Das Spieldesign funktioniert mit der Steuerung, und wir haben die Grafik stark angepasst. Sie sieht nun sehr viel farbenreicher aus und kann auf einem Fernseher überzeugen, besonders da viele Leute mittlerweile HD-Geräte haben dürften. Die Sorgen und Probleme, die wir noch vor einigen Jahren hatten, sind durch die neue Generation an Technik verschwunden, und es ist die richtige Zeit, um ein „Civilization“ für die Konsole zu machen.

K-Videogames: Viele Leute sagen, dass der Beginn einer neuen Konsolen-Generation der perfekte Zeitpunkt wäre, um neue und innovative Spiele zu produzieren. Kam euch das in den Sinn, oder haltet ihr eine Umsetzung von „Civilization“ für wichtiger?
Sid Meier: Wir sind der Meinung, dass es sehr viel Sinn macht mit „Civilization“ auf dem Konsolen-Markt zu starten. Wir kennen das Spiel, wir wissen, dass sich die Leute dafür interessieren, und nach diesem ersten Konsolen-Spiel werden wir uns über neue Spiele Gedanken machen.

Mit „Revolution“ gelangt die erfolgreiche Rundenstrategie-Reihe erstmals auf die Next-Gen-Konsolen.

„Civilization“ ist dabei eigentlich auch ein neues und innovatives Spiel für Konsolen, denn es gibt ja nicht gerade viele Strategiespiele für diese Systeme.

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