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Playstation 3Xbox 360PC Zivilisten-Exekution ein Muss?

22.11.2009 | 18:27 | Tobias Lange | Quelle: GamePro

Die sogenannte „Airport Mission“ aus dem Shooter „Call of Duty: Modern Warfare 2“ hat viel Staub aufgewirbelt. Immerhin wird zumindest in der internationalen Fassung von dem Spieler erwartet, dass er sich zusammen mit einer Truppe Terroristen an dem Mord an zahlreichen Zivilisten beteiligt (wir berichteten). In einem Interview bezeichnet der Scriptwriter Jesse Stern diesen Tabubruch als „ein Risiko, das wir [Infinity Ward] eingehen mussten“.

„Als wir das Level getestet haben, war es interessant. Steve Mancuda, der einen großen Teil der Tests durchgeführt hat sagte, die Leute würden wütend oder traurig werden oder es einfach nur abscheulich finden und sich fragen, was zur Hölle los ist. Und dann, kurze Zeit später, würde ihnen bewusst werden, dass es nur ein Spiel ist und sie würden sich beruhigen.“

Insgesamt scheint Stern recht zufrieden mit dem Ergebnis zu sein. „Mir war nicht klar, dass ein Spiel so tiefe Emotionen hervorrufen könnte, aber es geht. (...) Der Effekt ist, dass du diesen Typen [den Terroristen] wirklich hasst.“ Allerdings gibt der Autor auch zu, dass Spieler das Szenario falsch auffassen könnten: „Ich hoffe die Leute sehen das nicht zu simpel einfach nur als eine brutale Sequenz.“

Spiel und Emotion zu verbinden, ist schon länger etwas, das die Spielindustrie umtreibt. Auch in unserem aktuellen Interview mit dem „Saw“-Cutter Kevin Greutert geht es darum, was nötig ist, um den Spieler zu emotionaler Beteiligung zu bewegen. Fraglich ist allerdings, ob derart abstoßende Gewalt wirklich der Schlüssel dazu ist oder ob sie nicht eher abstumpft. Einen anderen Ansatz verfolgt beispielsweise das Adventure „Heavy Rain“, das mit einer dichten Erzählung überzeugen will.
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(46 insgesamt)
(Die neusten Beiträge)
29.11.2009, 13:13 von brucey_ducey
Eine bestimmte Spielesendungung von einem Musiksender hat bereits gesagt, dass man diese Szene sehr leicht falsch auffassen könnte, da man eher den Spaß darin sieht die Zivilisten zu töten und weniger oder gar nicht erkennt, dass diese Handlung furchtbar ist
29.11.2009, 11:09 von knigu
Ich habe nichts gegen die Mission.Hab MW2 zwar noch nicht gespielt,glaube aber,dass die Mission zum Gesamtbild beiträgt und es aus dem Zusammenhang gerissen nach einfacher Effekthascherei ausschaut.Es ist doch nur ein stilistisches Mittel,wie es auch in Filmen benutzt wird.Na gut,man könnte auch andere Wege gehen,aber das macht diesen Weg auch nicht schlechter.
27.11.2009, 23:13 von Luckvieh
was wirklich extrem ist, dass diese szene solchen wellen schlägt, mich wundert es eigentlich das die medien es noch nicht ausgeschlachtet haben... oder zerren sie das dann vor wenn sie es mal wieder brauchen
26.11.2009, 22:40 von Mitsu
es muss sowiso vornerein klar sein, dass man Spiel und Emotionen nicht miteinander verbinden soll. Sonst könnte man ja direkt bei jedem Ego-Shooter losheulen...
26.11.2009, 20:40 von preach18
call of duty: modern warfare 2 ist bestimmt nicht mein ding, aber das spiel soll ja echt gut sein, vielleicht könnte ich mich diesmal dazu überreden...

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