„Als wir das Level getestet haben, war es interessant. Steve Mancuda, der einen großen Teil der Tests durchgeführt hat sagte, die Leute würden wütend oder traurig werden oder es einfach nur abscheulich finden und sich fragen, was zur Hölle los ist. Und dann, kurze Zeit später, würde ihnen bewusst werden, dass es nur ein Spiel ist und sie würden sich beruhigen.“
Insgesamt scheint Stern recht zufrieden mit dem Ergebnis zu sein. „Mir war nicht klar, dass ein Spiel so tiefe Emotionen hervorrufen könnte, aber es geht. (...) Der Effekt ist, dass du diesen Typen [den Terroristen] wirklich hasst.“ Allerdings gibt der Autor auch zu, dass Spieler das Szenario falsch auffassen könnten: „Ich hoffe die Leute sehen das nicht zu simpel einfach nur als eine brutale Sequenz.“
Spiel und Emotion zu verbinden, ist schon länger etwas, das die Spielindustrie umtreibt. Auch in unserem aktuellen Interview mit dem „Saw“-Cutter Kevin Greutert geht es darum, was nötig ist, um den Spieler zu emotionaler Beteiligung zu bewegen. Fraglich ist allerdings, ob derart abstoßende Gewalt wirklich der Schlüssel dazu ist oder ob sie nicht eher abstumpft. Einen anderen Ansatz verfolgt beispielsweise das Adventure
„Heavy Rain“, das mit einer dichten Erzählung überzeugen will.


