Battlefield 3
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- Publisher: Electronic Arts
- Entwickler: EA Dice
- Genre: Ego-Shooter
- Release: 27.10.2011
Hier war ich schonmal?
29.11.2011 |
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Autor: André
Hach, „Battlefield 2“....da werden Erinnerungen wach. Für den Krawall-Mitarbeiter ganz besonders. Als unser ehemaliges Gameserver-Töchterchen „K-Play“ offizieller Anbieter von Ranglisten-Servern wurde, mussten auch wir armen Redaktionssklaven Nächte lang schuften. Nicht um Server zu installieren, sondern um in den Foren auszuhelfen. Irgendwer musste den Nutzern erklären, warum wir nicht alle den Tod verdient haben. Und was war das für ein Spaß, als dann die erste Server-Software einen dicken Programmfehler aufwies. Der sorgte dafür, dass nach und nach der Arbeitsspeicher des Servers voll geschrieben wurde. Nur wenige Stunden, dann musste auch die beste Maschine neu gestartet werden. Ein historischer Moment auch der Beginn der Statistik-Cheaterei. Da begannen Tausende Spieler plötzlich, sich gegenseitig mit Messern abzustechen und anschließend wiederzubeleben. Quasi die Grundsteinlegung für den Erfolg von „Call of Duty“ und seinem irrwitzig aufwändigen Stufensystem. Wundervoll, oder? Nein? Wenn ihr das lest, kommt euch zwar was hoch, aber es sind keine nostalgischen Erinnerungen? Stattdessen erinnert ihr euch lieber, wie ihr das erste Mal auf der Karte „Gulf of Oman“ einen Scharfschützen vom Kran gesprengt habt? Wie ihr euch mit C4-Päckchen zum campen auf das Dach eines Hotels bomben konntet? Wie ihr mit 64 Spielern „Strike at Karkand“ im 32-Spieler-Modus gespielt habt und es einfach nur ein wundervolles, tödliches Chaos war? Wenn das so ist, hat EA für euch einen vermeintlichen Nostalgietrip in der Hinterhand.
Mit „Back to Karkand“ erscheint Mitte Dezember, das erste Kartenpaket für „Battlefield 3“. Das exakte Datum weiß EA selbst noch nicht oder will es noch nicht verraten. Enthalten sind vier aus „Battlefield 2“ und "Battlefield" bekannte Spielkarten, allesamt absolute Klassiker. Die beiden oben genannten Kandidaten sind natürlich dabei, wie könnte es auch anders sein.
Das gute, alte 'Wake Island' bleibt auch in der 'Battlefield 3'-Version unverwechselbar. Alle anderen Karten haben sich stark verändert.
Darüber hinaus gibt es noch Wake Island – den Ur-Klassiker aus „Battlefield 1942“ der bereits in „1943“ ein Grafikupdate bekam und Sharqi Peninsula. Allesamt natürlich in die Frostbite-2-Engine verfrachtet und somit grafisch mit dem Original praktisch nicht mehr zu vergleichen.
Nicht nur Futter
Diese in die Gegenwart verfrachteten Karten sind aber nicht nur neues Futter für eifrige Soldaten. Sie erlauben auch ein paar weitere, interessante Beobachtungen. Zum Beispiel ist nun ein direkter Vergleich möglich, zwischen „Battlefield 3“ und seinem Vorgänger. Wie nah sind sich die beiden Spiele eigentlich noch? Die Antwort ist: Nicht so sehr, wie man vielleicht annehmen möchte.
In den über drei Stunden Gefechten auf drei der Spielkarten (alle außer "Shariq Peninsula") stellte sich bei uns nur selten echte Nostalgie ein. Das liegt zum einen daran, dass sich die Karten teilweise stark verändert haben. Am offensichtlichsten in der grafischen Gestaltung, versteht sich. Die Masse an neuen Details verleiht selbst altbekannten Stellen wie dem Baugelände auf „Gulf“ oder den Auffahrten zu den breiten Highways von „Strike at Karkand“ ein unbekanntes, neues Gesicht.
In 'Strike at Karkand' kommt die Zerstörungsphysik des Spiels so gut zur Geltung, wie auf keiner anderen Karte bisher.
Allein die typisch gebogene Insel von „Wake Island“ ist dem „Battlefield“-Veteran auf Anhieb vertraut. Anderswo sind es dann eher die typischen Wege durch die Karte, an die man sich erinnert. Im Falle von „Strike at Karkand“ auch die Form der Gebäude, die zwar detaillierte Texturen aufweisen, aber in ihrer simplen Architektur an Zeiten erinnern, als die Anzahl der Polygone auf dem Bildschirm noch eine Rolle spielte.
Die Karten wurden allesamt für das neue „Battlefield“ etwas weitläufiger gestaltet, bieten zugleich aber auch mehr Deckung für Infanteristen. Der dritte Teil mit seinen dynamischeren Fliegern, zerstörbaren Gebäuden und dergleichen mehr stellt hier andere Ansprüche an das Map-Design, denen DICE schön Rechnung getragen hat. „Karkand“ bietet jetzt einen deutlich breiteren Innenstadtbereich, zum Beispiel.
Ein neues „Battlefield“
Viel deutlicher wird aber, wie sehr einige grundlegende Veränderungen im Spielprinzip auch auf den alten Karten Wirkung entfalten. Der Flaggenpunkt am Marktplatz von „Karkand“ beispielsweise war früher für die Angreifer eine echte Todeszone. Gerade in großen Spielen mit vielen Teilnehmern rannte man hier oft Minutenlang gegen eine Wand aus Kugeln, während sich die Verteidiger in den umliegenden Gebäuden verschanzt hielten. Doch jetzt ist die Zeit des sorglosen Campens vorbei. Boten Balkons und Innenräume früher Sicherheit und konnte man von den Hausdächern relativ unbesorgt ein paar Schüsse abgeben um sich dann zurückzuziehen, gibt es jetzt neue Spielregeln. Das konnten wir selbst eindrucksvoll auskosten, als wir mit unserem Panzer vor der Flagge ein gegenüberliegendes Wohngebäude mitsamt der drei darin versteckten Gegner einfach in Stücke schossen. Da sich die Fahrzeuge dank der mit uns ausgerückten Mechaniker zudem schnell und effektiv reparieren lassen, muss das feindliche Team schon eine Menge Teamarbeit und Raketenwerfer mitbringen, um noch effektiv „mauern“ zu können.
Auch die Art, wie „Battlefield“ gespielt wird, hat sich spürbar verändert. Oder zumindest war das so, als wir mit einer Gruppe von elf Redaktionskollegen anderer Magazine und rund 20 Mitarbeitern der Qualitätskontrolle von DICE in Rumänien die Server unsicher machten. Das anlässlich eines solchen „Geschäfts-Geballers“ mehr Wert auf Teamwork gelegt wird und man im Replay nicht mehr sieht, wie die eigene, geschundene Leiche „teabagged“ wird, ist klar. Aber generell wird vorsichtiger vorgerückt, taktischer gespielt.



