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Is völlig Wayne

12.08.2009 | Playstation 3 Xbox 360 PC | Autor: Nils Ehring

Ersteindruck:
72 - 86%
Selbst gespielt:
Ja selbst gespielt

In jedem unserer Mitarbeiter steckt noch ein Kind: Chef Peschke freut sich sabbernd wie ein Säugling vor der Fütterung über jeden neuen Steven-Seagal-Streifen und mir geht bereits einer ab, wenn ich den Namen Batman höre. Nicht weil mich der Fledermausmann mit seinem Lack-und-Leder-Kostüm antörnt, sondern weil ich ein Fan von düsteren Comics bin. Vor allem der Schauplatz Arkham mit seiner gotischen Architektur hat es mir schon immer angetan. Daran konnte ich mich endlich wieder im neuen Batman-Titel „Arkham Asylum“ sattsehen, der so weit weg ist von Joel Schuhmachers quietschbuntem Fledermaus-Kosmos wie Till Schweiger von wahrer Schauspielkunst. Das Spiel orientiert sich nämlich am gleichnamigen Comic, das als eines der erfolgreichsten und düstersten Bildbände der Reihe gilt.

Dass die Welt aus den Fugen geraten ist, unterstreichen bereits die schrägen Kameraperspektiven während der Introsequenz. Kein Wunder, schließlich ist der Ort des Geschehens, Arkhams Irrenanstalt, nicht gerade der normalste der Welt.

Arkham Asylum, der Ort des Geschehens, sind wunderbar düster aus. Die perfekte Umgebung für die lichtscheue Fledermaus.

Zahlreiche Schwerverbrecher und Verrückte fristen dort ihr Dasein und warten nur darauf, mal wieder richtig die Sau rauszulassen. Zu diesem idyllischen Ort bringt Batman seinen Erzfeind Joker, ohne zu wissen, dass er in sein Verderben läuft. Denn der Kerl mit dem diabolischen Grinsen hat vorausgedacht wie ein Schachweltmeister und lockt seinen Rivalen in einen Hinterhalt.

Der Clown lässt zahlreiche Bösewichte, beispielsweise Croc und The Riddler, aus ihren Zellen und setzt sie auf Batman an. Die Fledermaus hat allerdings nicht nur alle Hände mit den Schurken zu tun, sondern muss noch Geiseln wie den Anstaltsleiter und Commissioner Gordon befreien. Ihr merkt es sicher schon: „Arkham Asylum“ präsentiert ein Sammelsurium an bekannten Bösewichten und bringt das Herz eines jeden „Batman“-Fans zum Rasen. Die Entwickler der Rocksteady Studios scheinen ihr Metier sehr genau zu kennen, denn die stilvollen Cutscenes verströmen regelrecht die Atmosphäre der düsteren Comicvorlage.

Darf in keinem Batman-Abenteuer fehlen: der Joker. Unterstützung erhält er von vielen anderen bekannten Bösewichten.

Jeder Satz und jede Geste sitzen perfekt wie Waynes Kostüm. Ebenfalls löblich erwähnt werden sollte die gute deutsche Sprecherriege, die Eidos ins Boot geholt hat. Der Batman-Figur haucht Christian Bales Synchronsprecher David Nathan Leben ein, und auch die anderen Stimmen lassen sich allesamt hören. Die Verpackung stimmt also schon auf ganzer Linie. Aber wie sieht es auf der spielerischen Seite aus?

Aufs Maul von der Fledermaus
„Arkham Asylum“ präsentiert sich wie eine Mischung aus Brawler und Stealth-Spiel. Für die Nahkämpfe stehen ein normaler Angriff, ein Konter und ein Betäubungsschlag zur Verfügung. Durch Aneinanderreihung dieser Attacken zaubert ihr unterschiedliche Kombos und lasst die Rivalen den harten Beton spüren. Dann könnt ihr die am Boden liegenden Gegner mit einem finalen Fausthieb endgültig ausschalten.

Bestimmte Schläge werden mittels Zeitlupeneffekt immer wieder hervorgehoben, was den Kämpfen eine inszenatorische Note verleiht. Auf engem Raum geht das allerdings manchmal in die Hose. Denn dann nimmt die Kamera häufig unangebrachte Perspektiven ein und es sieht so aus, als würden die Tritte und Schläge der Fledermaus ins Leere gehen. Fürs Wegboxen der Feinde sammelt ihr Erfahrungspunkte, die in so genannte Wayne-Tech-Upgrades investiert werden dürfen, zum Beispiel neue Schlagkombos.

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