- Area 51
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- Publisher: Midway
- Entwickler: Midway
- Genre: 3D-Shooter
- Release: 19.05.2005
Krieg der Welten
11.07.2005 |
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Autor: Philipp
Es gibt Trends, die sind temporär aktiv. Wie die Dino-Manie, das Tamagotchi-Fieber oder der Blogger-Fanatismus. Aber dann gibt es Bewegungen, die jede Übersättigung ignorierend, in regelmäßigen Abständen wiedergekäut werden müssen. So drängt sich den Mahlzeiten einer Kantine gleich der Mythos „Area 51“ abermals auf den Speiseplan. Dementsprechend ist die Geschichte altbekannt und soll der Vollständigkeit halber kurz wiedergegeben werden: Alienvirus infiziert alle Angestellten der namensgebenden Geheimbasis und das Mitglied einer Spezialeingreif-Truppe muss für Recht und Ordnung sorgen.
Das Ding
Das Alien-Thema ist verbraucht. Trotzdem haben die Entwickler ganz nette Einfälle gemacht, Stichwort Mutation.
Gesagt, getan. Also stürmt Ethan Cole mit der Waffe im Anschlag den Keller der Basis und bekommt noch schnell ein paar Teamkameraden zugeteilt, die für zusätzliche Feuerkraft sorgen. Und die ist bitter nötig, denn wie schon in den früheren „Area 51“-Spielen greifen die Aliens bevorzugt in Grüppchen an. Geschossen wird mit Waffen á la Carte – sprich Pistole, Pumpgun, Sniper und so weiter. Glück im Unglück also, dass Ethan Cole im Verlauf der geradlinigen Story selbst Opfer des Virus wird und dann die Aliens mit ihren eigenen Waffen schlägt – bequemerweise darf er sich entscheiden, wann er zum Außerirdischen mutieren möchte. Sind die fremden Gene aktiviert, schleudert ihr euren Gegnern virale Energie entgegen und erspäht dank extraterrestrischen Pupillen selbst getarnte Feinde. Visuell und auditiv passt sich das Spiel dann der Mutation an, so dass die Optik grell überzeichnet ist und Funksprüche noch verzerrt ans Alienohr dringen. In der englischen Originalfassung leihen unter anderem David Duchovny und Marilyn Manson den gut animierten Charakteren ihre Stimme. Die deutsche Fassung muss mit minderer Prominenz auskommen, die jedoch nicht weniger atmosphärisch aus den Boxen flüstert - wenn auch nicht immer ganz lippensynchron. So hetzt ihr also durch die engen Gänge der verwinkelten Militärbasis und stolpert ab und zu in einen weitläufigen Hangar. Aber damit ist der Abwechslung schon fast genüge getan.
Die Gegnervielfalt ist zudem beschränkt, so dass euch häufig die gleichen Gesichter vor die Kimme springen. Das Alien ist als solches auch nicht mit übermäßiger Intelligenz gesegnet und kennt weder Deckung noch Taktik. Damit der Shooter nun nicht zur Schießbude verkommt, führt ihr stets einen Scanner mit euch.
Damit lassen sich Objekte schnell und einfach analysieren, definieren und klassifizieren – das ideale Item für Verschwörungstheorien. Flink werden abgetrennte Gliedmaßen, gebrauchte Spritzen und Speichelreste untersucht. Habt ihr genug Beweise gesammelt, werden im Hauptmenü ergänzende Filmchen und Infos freigeschaltet. Apropos Filmchen: Die Zwischensequenzen sind zwar spärlich gesät, dafür aber umso packender gestaltet. Grafisch opulent und professionell in Szene gesetzt sammelt „Area 51“ hier Bonuspunkte. Diese Auflockerung ist allerdings auch nötig, denn der Spielverlauf erschöpft sich mangels intelligenter Rätsel recht schnell. Vom üblichen Schlüssel-Türen-Problem mal abgesehen, stellt sich euch kaum eine Knobelei in den Weg.
Wuaaaaaaaaargh
Die Grafik kann sich sehen lassen. In einem solchen Szenario hätte man allerdings deutlich coolere Schockeffekte zaubern können.
Akte-XBox
Nebst all den kleineren und größeren Schwächen plagt „Area 51“ zudem die Bürde, ein Multiplattform-Titel zu sein. Da das Spiel sowohl den Xbox- , PS2- und PC-Markt bedienen muss, darf der technisch versierte Spieler im Optionsmenü mal abgesehen von Auflösung und generellem Detailgrad kaum weitere Einstellungen vornehmen. Im Spiel selbst wird man zwar mit hübschen Partikeleffekten und Explosionen verwöhnt, muss aber Abstriche in der Texturvielfalt und Detailreichtum hinnehmen. Als weitere Konsolenkrankheit erweist sich die Savegame-Politik - gespeichert wird nämlich automatisch. Ärgerlich, besonders bei den vereinzelt auftretenden Jump-n-Run-Sequenzen, an denen der Spieler flink den Tod findet und häufig gleiche Abschnitte erneut spielen muss. Kämpft man sich trotzdem tapfer weiter, flimmert nach etwa 10 Stunden der Abspann über den Bildschirm.



