- Apocalyptica
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- Publisher: Konami
- Entwickler: Extreme FX
- Genre: 3D-Shooter
- Release: unbekannt
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Endzeit mal anders
28.08.2003 |
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Autor: Heiko
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Während die versammelte Gamer-Welt darauf schielt, welche Entwickler sich Sony, Microsoft und Nintendo für ihre Konsolenbabys vor der Nase wegschnappen, geht ausgerechnet Konami den umgekehrten Weg. Der alteingesessene Konsolenspiele-Lieferant bringt Ende September mit „Apocalyptica“ einen PC-Titel auf den Markt und konvertiert außerdem auch den Fußballhit „Pro Evolution Soccer 3“ für PC – hoffen wir, dass dieses Beispiel Schule macht. Wir waren jedenfalls neugierig auf das ungewöhnliche Projekt und haben es uns ausführlich von den Entwicklern vorstellen lassen.
Diese Story kenn’ ich doch...
Die älteste Story der Welt: Der ultimative Kampf zwischen Gut und Böse. Wahrscheinlich haben sich vor Jahrmillionen schon gute mit bösen Mikroben im Urschlamm gezofft. Es folgten unter anderem: Gott und Teufel, Neo und Agent Smith, Bush und Saddam, Luke und sein Daddy – und auch im Shooter „Apocalyptica“ geht’s um nichts anderes.
Im Visier
Guck’ mal wer da schießt: Distanzwaffen hat Apocalyptica ebenso an Bord wie schlagkräftige Nahkampfgeräte.
Erfreulicherweise ist’s zur Apokalypse noch etwas hin – laut „Apocalyptica“ wird es in rund 1000 Jahren soweit sein. Dann ist aber im wahrsten Sinne die Kacke am dampfen. Denn was wir heute als Mutter Erde bezeichnen, hört dann auf den klangvollen Namen Nu-Hell. Und wie der Name schon dezent andeutet, sieht es dort schlimmer aus, als es sich Klimaforscher heute in ihren düstersten Träumen ausmalen können. „Apocalyptica“ setzt auf entsprechend endzeitliches, ziemlich bizarres Styling: High-Tech meets Bibel. Nett zusammengefasst im Namen des neuen, alten Oberfieslings: Neo-Satan. Ihr tretet an, um selbigem in den Hintern zu treten und euch dabei durch Gegnerhorden zu ballern und zu kämpfen. Anfangs seid ihr alleine unterwegs, im Laufe des Spiels stehen euch bis zu drei computergesteuerte Teamgefährten zur Seite, denen ihr kurze Kommandos wie „Mir folgen“ und „Position verteidigen“ aufs digitale Auge drücken könnt. Vier verschiedene Charakterklassen könnt ihr verkörpern.
Vom tumben, schlagkräftigen Roboter-Nahkämpfer bis hin zum zauberstarken Neo-Engel inklusive Laserstrahl-Flügel. Die restlichen drei Klassen übernimmt dann im Spielverlauf der Computer, so dass ihr gegen Ende mit dem kompletten Team unterwegs seid.
Schöner Weltuntergang
Grafisch auf der Höhe der Zeit, besticht Konamis erster PC-Titel mit weiträumigen Außenarealen. Dagegen wirken die Indoorlevels zeitweise einfallslos.
Friss Bibelseiten!
Auch in Sachen Waffenarsenal bleibt „Apocalyptica“ seiner „Mix it Baby“-Linie treu: Im Angebot sind unter anderem Schwerter, Maschinengewehre, Scharfschützen-Wummen, Raketenwerfer und Bizarres in Richtung Bibelseiten-Geschleuder. Jede der Charakterklassen kann dabei nur mit bestimmten Waffen hantieren. Obwohl „Apocalyptica“ spielerisch ziemlich einen auf 3D-Shooter macht, bekommt ihr euren wackeren Endzeitrecken von schräg oben zu sehen – ähnlich wie seinerzeit in „Heavy Metal F.A.K.K. 2“. Der Grund? Laut Entwickler in erster Linie die Schwertkämpfe. Die gehen wie die gesamte Steuerung denn auch ziemlich locker von der Hand: Einfacher Klick gleich Schwerthieb, mehrfach-Klick gleich Angriffskombo.
Optisch basiert „Apocalyptica“ auf einer eigens entwickelten, ziemlich schnieken 3D-Engine. Die oft sehr umfangreichen Schauplätze und die mutierten Monsterhorden machen jedenfalls einen sehr überzeugenden Eindruck. Auch für Abwechslung ist gesorgt: Das Abenteuer beginnt auf einen Kolonie-Planeten weitab von „Nu-Hell“, setzt sich auf einem gigantischen Raumschiff fort und führt den Spieler schließlich zur Wurzel allen Übels, in die Hölle selbst. Die Story hält sich im Spielverlauf eher im Hintergrund, Texteinblendungen während die Level geladen werden, künden davon, was warum zu tun ist. Doch auch innerhalb der oftmals weitverzweigten und nicht sehr linearen Level geht der Überblick selten verloren – Miniradar und Pfeil-zum-Ziel-Anzeige sei Dank.
Uns hat der erste Blick auf „Apocalyptica“ gefallen. Szenario und Design sind so durchgeknallt, dass es eine wahre Freude ist. Welches kranke Hirn sich das ausgedacht hat, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Wir tippen auf die geklonte Höllenbrut von Kardinal Ratzinger und HR Giger. Ist aber auch egal: Spielerisch ist das Ding ein schneller Shooter mit einem ordentlichen Schuss Teamplay. Dabei könnte vor allem die Möglichkeit, das Abenteuer auch zu Mehreren im Kooperativ-Modus durchzuspielen, ordentlich Laune machen. Wir sind gespannt auf das Testmuster.



