KOINS
Krawall
K-Play
K-Files
K-Foren
Kwiz
K-Syndicates Anstoss K-Syndicates

KGN – Krawall Gaming NetworkKGN – Krawall Gaming NetworkKGN – Krawall Gaming Network

PC PC (inaktiv)
Xbox Xbox (inaktiv)
Xbox 360 Xbox 360 (inaktiv)
Playstation 2 Playstation 2 (inaktiv)
Playstation 3 Playstation 3 (inaktiv)
GameCube GameCube (inaktiv)
Wii Wii (inaktiv)
alles
nur PC
nur Konsolen
eigene Auswahl
Tipp: Du kannst unsere Inhalte nach deinen Wünschen filtern. Klicke dazu auf eine der Schaltflächen oder pass den Filter individuell an.
PC
Xbox
Xbox 360
Playstation 2
Playstation 3
GameCube
Wii
Achtung! Alle Inhalte zu nicht ausgewählten Plattformen werden dir nicht mehr angezeigt. Du kannst die Einstellung jederzeit ändern.
übernehmen
anpassen

Deine gewählten Einstellungen werden gespeichert...


  • Age of Pirates: Caribbean Tales
  • PC
Artikelbewertung: (Bewerten weiter unten)

Augenklappe auf

18.09.2006 | PC | Autor: Michael

Der russische Entwickler Akella hat sich den Segelschiffen und Piraten verschrieben. Nach „Sea Dogs“, „Age of Sail II“ und „Pirates of the Caribbean“ werden erneut die Segel gesetzt – diesmal in einer actionreichen Piraten-Simulation mit Handelssystem, Crew-Management und blutigen Säbelkämpfen. Zusätzlich geben euch Rollenspielelemente Freiheiten bei der Charakterentwicklung.

Dann ma tau
Als männlicher oder weiblicher Freibeuter beginnt ihr eure Reise am Steg eines kleinen Hafenstädtchens der Insel Guadeloupe. Ein Bote namens Donald Sawyer überreicht euch ein Paket eures Vaters. Der Absender ist allerdings seit zwei Jahrzehnten tot, und der Inhalt des späten Geschenks entpuppt sich als rätselhafte Schatzkarte.

Fummeln erwünscht
Eingängige Steuerung? Fehlanzeige – Akella wirft Genregesetze im wahrsten Sinne über Bord.

Außerdem gibt euch der Fremde einen geheimnisvollen Hinweis auf noch lebende Blutsverwandtschaft. Mit diesen ersten Informationen ausgestattet geht es erstmal in die Taverne. Dort bekommt ihr von den Gästen wertvolle Spieltipps und außerdem euren ersten Auftrag. Habt ihr eine Mission erhalten, empfiehlt sich eine Plauderei mit dem Wirt. Neben einer Zimmervermietung verdient sich dieser mit Gerüchten über eure Mitbewerber ein wenig nebenbei. Des Weiteren könnt ihr durch ihn neue Crewmitglieder und Offiziere anwerben. Hafenstädte bestehen natürlich nicht nur aus einer großen Taverne. Bei örtlichen Händlern lassen sich Vorräte bestellen, Waffen kaufen und weitere Aufträge an Land ziehen. Bei den Missionen handelt es sich beispielsweise um Schmuggeleien, Eskorten oder Handelsfahrten, mit denen sich euer Budget erheblich aufstocken lässt. Dies ist auch bitter nötig, denn nicht nur eure Crew verschlingt Unsummen an Gehältern; auch der Verschleiß eures Schiffes schlägt nach heftigen Seeschlachten mit kostspieligen Reparaturen zu Buche. Seid ihr bereit für eure Mission, heißt es Segel setzen. Sobald dieser Befehl an Deck erteilt wurde, wuselt eure Mannschaft über die Planken wie Hausfrauen beim Sommerschlussverkauf. Nun sind Grundkenntnisse im Segeln gefragt, denn die Geschwindigkeit eurer Kampfjolle richtet sich nach der Lage zum Wind.

Und eine eigens entwickelte Wetter-Physik lässt euch nicht nur bei Traumwetter manövrieren. Finden diese Details beim Seekampf keine Beachtung, treibt ihr wie eine Boje als leichtes Ziel im Wasser. Wer sich bezüglich Navigation hingegen wenig auskennt, greift am besten auf die Seekarte zurück. Dort lässt sich eure Reise aus der Vogelperspektive erheblich beschleunigen. Begegnet ihr währenddessen Schiffen unter feindlicher Flagge, verlasst ihr auf Wunsch den Kartenmodus und heizt den Gegnern ordentlich ein. Leider sehr umständlich, da ihr hierzu in einen überflüssigen Deckmodus wechseln müsst. In einer befremdlichen Steuerung aus Maus und Keyboard eilt ihr kompliziert über das plötzlich unbemannte Deck und erteilt den Befehl zum Feuern. Um ein fremdes Schiff zu entern, haltet ihr schließlich darauf Kurs, bis nach kurzer Ladezeit das Gefecht an Deck erscheint. Zückt den Säbel, verteilt großzügig Blei mit eurer Muskete, und macht klar Schiff. Anschließend sucht ihr den Kapitän in seiner Kajüte auf, um in einem finalen Gefecht sein Schiff mitsamt Beute zu übernehmen. Der Kampf „Mann gegen Mann“ gestaltet sich ähnlich schwerfällig wie die Seeschlacht zuvor. Resultierend daraus neigt man dazu, eine der vielen Angriffstasten zu drücken, bis der Widersacher endlich umfällt. Nicht sehr reizvoll.

Zu viel Rum macht dumm
Oder Playlogic versteht wohl nichts von Spiellogik. Anders sind die markanten KI-Aussetzer nicht zu erklären. Zu eskortierende Schiffe fahren unaufhaltsam gegen die Bucht, hilfsbereite Stadtbewohner fühlen sich offensichtlich beim Abschied belästigt, oder feindliche Schiffskapitäne segnen ohne große Widerworte das Zeitliche. Der fieseste Gegner in „Age of Pirates“ ist allerdings die unnötig überfrachtete Steuerung. Ich will Pirat sein, kein Pianist. Da sind zwei oder mehr Tasten für ein und dieselbe Funktion so lästig wie Möwendreck.

Südseeromantik
Die Wettereffekte wissen noch zu gefallen, ansonsten ist das Spieler eher technischer Mittelmaß.

Umgekehrt wäre die Tastenbelegung garantiert übersichtlicher gewesen. Die Grafik erfreut mit schönen Wassereffekten und variablem Wellengang. Die Polygonmodelle wirken leider wenig detailliert. Die Sprachausgabe beschränkt sich auf Begrüßungsfloskeln. Kurioserweise widersprechen sich oft die Aussagen in Sprache und Text. Verbal verjagt, begrüßt man mich schriftlich zu einem kleinen Umtrunk. Der Multiplayermodus blieb ungetestet, da sowohl Abstürze als auch nicht vorhandene Server ein Spiel unmöglich machten.

Zum Fazit