- Advent Rising
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- Publisher: THQ
- Entwickler: GlyphX Games
- Genre: Action-Adventure
- Release: 07.02.2006
Advent, Advent...
21.05.2004 |
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Autor: Gleb
Sichtlich Mühe gab sich Entwickler GlyphX sein Baby „Advent Rising“ auf der diesjährigen E3 zu präsentieren. Obwohl noch ein unbeschriebenes Blatt, wird das Actionspiel von vornherein als Trilogie ausgelegt. Da ist aber einer selbstbewusst – zu Recht? Das, was aus der Story von SciFi-Guru Orson Scott Gard bekannt ist, reißt bislang keinen gewandten Actionspieler vom Hocker: In einer weit entfernten Galaxie sind intelligente Aliens am Zug, Menschen nur eine sonderbare Legende. Als sich die Gute-Nacht-Geschichte vom intelligenten Zweibeiner eines Tages bewahrheitet, blasen die Aliens zum Großangriff auf den Menschenplaneten. Auf der Flucht vor der außerirdischen Invasion gilt es ernste Entscheidungen zu treffen: Protagonist Gideon Wyeth ist mit seiner Verlobten und seinem Bruder unterwegs, auf dem angeschlagenen Schiff gibt es aber nur zwei Rettungskapseln. Konflikte dieser Art sollen die Story immer wieder gravierend beeinflussen. In Aktion haben wir das bislang aber noch nicht gesehen. Im Rahmen der Messe gab es nur einen losen Probelevel. Die Erkundungstour startete auf einem malerischen Strand. Bevor unsere Gedanken in Richtung Schirmchendrinks und nackten Badenixen schweifen konnten, trampelten ulkige Aliens ins Bild. Mit dem Blaster im Anschlag ging es in den ersten Kampf. Die optisch eindrucksvollen Widersacher agierten koordiniert, waren überaus agil und suchten vor allem den Nahkampf.
Show me ya' moves
Die Animationen des Protagonisten können sich sehen lassen - egal ob im Olli-Kahn-Hechtsprung mit Knarre oder Kung-Fu Zeitlupensalto.
Da wir mit einer Xbox-Version arbeiteten, gestaltete sich das automatische Anvisieren einen Tick zu simpel. Bei der PC-Version soll das natürlich anders werden, nicht zuletzt weil von der Third-Person- auf die First-Person-Perspektive gewechselt wird. Besonders abwechslungsreich wird das Spiel dadurch, dass unser Held auch ohne Waffen ordentlich austeilen kann. Weiter oben am Strand fanden wir uns vor einem gut befestigten Tor wieder. Besagte Aliens heizten Gideon mit Lasersalven ein, zudem versperrte ein monströses Metallgebilde den Durchgang.
Hart war der Kampf, Granaten und leergeschossene Gewehre flogen. Denn ist die Munition verbraucht, schleudert Gideon eine seiner drei Waffen auf den Gegenüber.
Unreal in the box
Hinter dem Tor dann die optische Ernüchterung: Auf das herrlich bunte Gemisch aus kristallklarem Wasser und babyblauem Gute-Laune-Himmel folgten dröge Korridore. Hat da jemand „Halo“ gesagt? Diesen gegnerverseuchten Abschnitt durchstreiften wir in einem bewaffneten, etwas träge zu steuernden Gleiter. In den fertigen 27 Level soll es 17 weitere Fahrzeuge geben.
May the Force...
Im Gegensatz zum Spieler muss Held Gideon auch wirklich sien Hirn einsetzen. Hier übt er seitwärts einparken mittels Telekinese.
Darüber hinaus entwickelt sich der Charakter immer mehr zum Superhelden: Gideon springt nicht nur höher, er lernt auch Telekinese und Bullet-Time-Hechtsprünge. Schade nur, dass wir all diese Finessen nicht drauf hatten, als es den ersten Endgegner zu besiegen galt: Ein fettes Ungetüm trachtete mit Steinbrocken nach unserem Lebenslicht. Eine Masche, die schon seit den ersten „Donkey Kong“-Klonen keinen wahren Helden mehr aus der Ruhe bringt. Damit sich das Monster selber die Rübe zerbröselte, musste im richtigen Moment der vollgeladene Blaster abgefeuert werden. Spielerisch war das keine Meisterprüfung, optisch aber der spürbaren Größenunterschiede wegen sehr eindrucksvoll. „Advent Rising“ basiert auf einer stark modifizierten Version der aktuellen „Unreal“-Engine. Zumindest in den auch optisch an „Halo“ angelehnten Außenabschnitten war diese durch und durch ein Augenschmaus: Penibel detaillierte Charaktermodelle, wunderschöne Wassereffekte und grelle Lasersalven versprechen ein technisch ansprechendes Märchen. Besonders die Animationen des Helden verdienen Beachtung: Graziös schlägt Gideon ein Rad zur Seite und verpasst dem hinterher hechelnden Schleimklumpen einen saftigen Kick in die Magengegend. In Zeitlupe kommt das doppelt so cool rüber. „Advent Rising“ sieht gut aus, keine Frage. Bunt und abgedreht wie die Spiele von Shiny zu ihren besten Zeiten - also vor „Enter The Matrix". Jetzt fehlt nur noch ein tieferer Einblick in die nur vage beschriebene Hintergrundgeschichte. Wenn die so gut wird wie versprochen, dürften sich Freunde storygetriebener Shooter schon mal die Hände reiben.



